#RPGaDAY2016 – Frage 25

Was macht einen guten Spielcharakter aus?

Für mich muss er vielschichtig sein und sich entwickeln. Häufig haben meine SC eine Fassade, unter der sich etwas mehr oder weniger gut verbirgt, das erst langsam relevant wird und er damit auch eine Charakterentwicklung durchmacht. Komplett fertige Helden ohne Macken oder Anknüpfspunkte finde ich langweilig.

#RPGaDAY2016 – Frage 23

Teile eine deiner besten „Patzer“ Geschichten.

Ich erzähle jetzt besser nicht die Geschichte, in der ich barfuß auf den Dorn meines Gürtels …

Okay, Kontext: Rollenspiel natürlich. Dort sind eigentlich reine Würfelpatzer meist extrem langweilig oder bisweilen auch demotivierend. Schöner finde ich daher die Patzer, die durch Missverständnisse im Spiel entstehen. Eine meiner liebsten Geschichten habe ich als Spielleiter bei D&D vor vielen Jahren erlebt, als eine Spielerin eines Zwerges zusammen mit der Gruppe gerade in eine Fallgrube geplumpst war und durch spitze Speere und Fallhöhe bereits über die Hälfte seiner Trefferpunkte verloren hatte. Über der Gruppe schloss sich die Falltür mechanisch langsam wieder und die Spielerin kam auf die Idee, ein Seil an ihre Wurfaxt zu binden, und in Lücke zwischen den beiden Hälften der Falltür zu werfen. Als diese geschlossen war, konnte ihr Zwerg daran hochklettern.

Als er dann aber oben war, erklärte seine Spielerin, dass sie nun die Axt aus dem Spalt durch einfaches Wackeln und etwas Kraft rauslösen würde. Die Überraschung, dass der Zwerg daraufhin mangels gerade entfernten Halts abermals die Grube hinunterstürzte, hatte dann aber nur sie.

#RPGaDAY2016 – Frage 22

Vermeintliche zufällige Spielereignisse, die sich immer wiederholen? (Zufallsereignisse, Schätze, NPC’s, Zeichnungen und Tabellen sind Teil der meisten Spiele. Gesucht wird eine Geschichte mit Ereignissen, die längst keinen Anschein des Zufälligen mehr haben.)

Die seltsamste Zufallsverteilung hatte ich unlängst nicht beim Rollenspielen, sondern bei einer Partie „Love Letters“, als einer der Mitspieler tatsächlich ständig bereits beim Anfang die Prinzessin gezogen hatte und ich dies in über 5 Fällen komplett richtig erraten hatte (jedes mal immerhin eine Chance von 1 aus 14) – zum Schluss riet ich das nur noch aus Gag einfach so weiter.

Ansonsten baue ich in meinen Runden seit Jahren als Running-Gag die folgende Fahrstuhlmusik ein: The Girl of Ipanema, die ich immer ein paar Sekunden summe, wann immer die Helden kurz warten müssen. Ich habe seit Jahren vor, daraus mal einen wichtigen Sub-Plot zu machen …

#RPGaDAY2016 – Frage 21

Das lustigste Fehlverständnis einer Regel in deiner Gruppe?

Da fällt mir ehrlich gesagt auch nicht viel zu ein. Missverständnisse von Regeln passieren zwar immer wieder mal, aber richtig lustig sind die selten. Und dann gibt es noch nervige Regeln, die ich mir ohnehin nie merken kann, egal wie oft ich sie auch lesen. Dazu gehören neben den Ringkampfregeln von D&D 3.x interessanterweise auch die Magieregeln vom Dresden Files Rollenspiel. Die müssen verwunschen sein, denn egal wie oft ich sie lese und danach natürlich auch komplett logisch und gut durchdacht erachte – spätestens bei der nächsten Anwendung muss ich schon wieder auf Kathys Cheatsheet gucken.

#RPGaDAY2016 – Frage 20

Das herausforderndste jedoch lohnendste System, dass du erlernt hast? (Welches Spiel hat dir große Mühe zum erlernen bereitet, erfüllt dich aber mit Freude, dass du es getan hast?)

Dazu gehören für mich spielleiterlose Systeme, wie Fiasko. Die Regeln alleine sind zwar durchaus durchschaubar, aber allein die Tatsache, dass es keinen Schiedsrichter durch das Fehlen des Spielleiters gibt, bedeutet, dass jeder die Regeln kennen, interpretieren und meistern muss. Das klappte aber allgemein weit besser, als ich vorher gedacht hatte.

(Keine Ahnung, warum auch dieser Post in meiner Warteschlange klemmte.)