Der Abspann-Song vom dritten Hobbit-Film (Nachtrag)

22.
Nov.
2014

Nun ist auch das offizielle Musik-Video zu Billy Boyds tollen Lied erschienen. Es macht den erwähnten Brückenschlag noch etwas klarer:

schnief

Lesezwinger-Kritik: „Ranks of Bronze“ von David Drake

20.
Nov.
2014

Vor einigen Wochen habe ich an Sandra eine Lesezwinger-Aufgabe gestellt:

Ihre Lösung: „Ranks of Bronze“ von David Drake.

Sie gab zu, dass Sie dabei Hilfe von ihrem Ehemann Jens bekommen hat. Da ich mit beiden befreundet bin (wir produzieren gemeinsam seit einigen Jahren den Ausgespielt-Podcast), kannte ich Jens’ Faszination von Römern, insofern sollte ich über diese Antwort also nicht zu sehr überrascht sein.

Ich besorgte mir also das Buch als E-Book und legte los.

Römische Legionen im Weltraum

Die Regeln einer Gilde von Außerirdischen sehen vor, dass sie in Konflikten gegen weniger entwickelte Spezies nur Krieger auf dem selben Tech-Level einsetzen dürfen. Praktischerweise haben sie auf der Erde mehrere Legionen römischer Soldaten genau zu diesem Zweck gefunden, als Sklaven aufgekauft (sie waren offenbar bei einem fehlgeschlagenen Krieg übrig geblieben) und auf ihr Schiff entführt, die fortan für sie kämpfen dürfen.

Wir begleiten dabei als Protagonist den Werdegang Gaius Vibulenus, der von einen einfachen Soldaten zum Anführer seinen Weg nimmt, viele Kämpfe brillant entscheidet, noch mehr Kämpfe brillant entscheidet und schließlich die auf der Hand liegende Rebellion gegen seine außerirdischen Herrn anführt in der Hoffnung, auf die Erde zurückkehren zu können.

Schlachten und Schnetzeln

David Drake: „Ranks of Bronze“, Baen Books (2001)

David Drake: „Ranks of Bronze“, Baen Books (2001)

Wenn man gerne ausführliche Schlachten römischer Legionäre beschrieben bekommt, dann hat man sicher ein gutes Buch vor sich. Wer mehr auf Science Fiction hofft, kommt aber stark zu kurz, zwar gibt es ein paar wenige Elemente, die aber alle aus der Sicht der Legionäre beschrieben wird und deren Höhepunkte Holodeck-Simulationen sind, bei denen sie in andere Rolle schlüpfen können – und kämpfen dürfen.

Neben all dem Schlachten und Schnetzeln gibt das Buch nur wenig anderes. Irgendwann scheint dem Autoren eingefallen zu sein, dass man eventuell ja noch eine Beziehung einflechten kann, und lässt eine Außerirdische Prostituierte namens Quartilla auftauchen, die „auf die Bedürfnisse“ der Menschen zurechtgebaut wurde. Im Schummerlicht fälle das ja auch gar nicht mehr so auf. Und da es ja nur eine Prostituierte ist, kann man schnell wieder zum Schlachten und Schnetzeln übergehen.

Dazu kommt ein Schreibstil, der bei mir so gar keinen Gefallen fand. Der Autor fängt gerne die Beschreibung einer Szene an, um dann urplötzlich über ein Wort zu stolpern, dieses mit einer über mehrere Absätze ausgedehnten Anekdote aus dem alten Legionärsleben auf der Erde anzureichern und dann wieder die Szene weiter zu beschreiben. Vielleicht ist es die Konzentration, die mir dabei fehlte, aber ich musste mehrfach wieder zurückblättern, um den Faden wieder aufzunehmen.

Die Anekdoten und Beschreibungen des Heeresleben der Legionäre scheint mir, der sein Latinum aufgrund mangelhafter Büffelbereitschaft nicht erlangt hat, insgesamt durchaus plausibel zu sein, wobei ich mich schon fragte, warum ständig neben Castor und Pollux auch Herkules angerufen wurde, um eine Situation zu überleben – aber durch die ständige Wiederholung nahm ich das dann irgendwann hin. Die Beschreibungen der Formationen, der Disziplin und der Kameradschaft der Legionäre jedenfalls ist ebenso ausführlich wie die Beschreibung vom Schlachten und Schnetzeln.

Ein Kriterium der Lesezwinger-Herausforderung unerfüllt?

Lesezwinger Logo

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Auf die Herausforderung wurde binnen 24 Stunden, sogar bereits nach 50 Minuten eine Antwort gefunden. Von den Anforderungen an die Geschichte wurden zwei perfekt erfüllt: Es wurden Menschen von Aliens entführt (Römische Legionäre gelten als Menschen) und sie kämpften dann in einem Krieg (sogar mehrere).

Allerdings was ist mit dem „verbessert als Supersoldaten“? Die Außerirdischen haben natürlich großartige Technik, vor allem medizinische, mit denen sie auch ihre gefallenen Soldaten nach einem Konflikt binnen weniger Stunden wieder einsatzfähig machen. Und sie geben ihnen „Ewige Jugend“ als Gratisgeschenk – bzw. schützten sie damit ihre Investitionen. Qualifiziert dies als „verbesserte Supersoldaten“?

Für mich ist „Supersoldat“ als Trope vor allem durch „Captain America“ geprägt, also jemand der mehr oder weniger stark verbessert wurde gegenüber der restlichen Menschheit. Der „Harder, better, faster, stronger“ ist, also ein Superheld – oder meinetwegen auch Superschurke. All das sind die Soldaten hier nicht, auch wenn Drake manchmal ein paar Sachen andeutet, was sich aber auch auf einen Adrenalinausstoß zurückführen lassen kann. Eine „Ewige Jugend“ allein finde ich persönlich da nicht ausreichend, wobei unklar bleibt, ob dies nicht auch nur aufgrund der regelmäßigen medizinischen Versorgung quasi miterfolgt – es wird nur gesagt, dass dies „Geschenk“ ein sehr teures sei.

Nicht so mein Pilum

Das Buch jedenfalls hat mich sehr enttäuscht. Es ist letztlich eine Aneinanderreihung von Schlachten, eigentlich erzählt es davon genau vier, eines pro ellenlangen Kapitel, und die einzige Entwicklung, die wir erleben ist die Militärkarriere von Vibulenus. Zwischenzeitlich wechselt mal der Besitzer und die Farbe der Energiebarrieren im Raumschiff, das war es auch. Mein Bedürfnis, die weiteren Bücher dieser Serie zu lesen, ist so jedenfalls nicht vorhanden.

Rating: 3 Sterne

Habe mich geirrt, da ist ja doch noch ein weiterer Hobbit-Trailer

19.
Nov.
2014

Wow, da fährt Regisseur Peter Jackson und sein Team ja einiges auf …

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„Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ läut ab dem 10. Dezember 2014 in unseren Kinos.

Der Abspann-Song vom dritten Hobbit-Film

17.
Nov.
2014

Mit dem letzten Ausflug nach Mittelerde im Dezember dieses Jahres, gibt es natürlich auch einen großen Abschied – und das Team rund um Regisseur Peter Jackson will diesen entsprechend gebührend inszenieren. Dazu gehört auch der mittlerweile traditionelle Song für den Abspann.

Nun ist dieser bekanntgeworden. Er heißt treffend „The Last Goodbye“, wird von Billy Boyd interpretiert und ist in der Tat ein wunderschöner Abschluss:

Aber mit etwas Hintergrundwissen wird es noch besser: Denn hiermit wollen sie offenbar eine Brücke schlagen zwischen den Filmen. Boyd war nicht nur Darsteller des Hobbits Peregrin „Pippin“ Tuk in den „Herr der Ringe“-Filmen, sondern gab bereits sein Gesangstalent zum Besten, als er in den kühlen Hallen von Gondor dem einsamen Denethor ein Lied sang, das im Film gleichzeitig als perfekte Montage für mehrere Szenen der Verzweifelung diente. Und dieses Lied war „Edge of Night“, basierte auf der Lyrik Tolkiens selbst, und handelte von der Reise eines gewissen Hobbits zu einem einsamen Berg – also von eben der Geschichte, die uns gerade in den Hobbit-Filmen gezeigt wird. Ein perfekter Brückenschlag, zumal bereits im ersten Teaser-Trailer des Hobbit-Films dieser Song eingesetzt wurde.

Bereits bei den Herr der Ringe-Verfilmungen gab es immer extra produzierte Songs von namhaften Stars, die während des Abspann spielten und die Zuschauer mit einer besonderen Stimmung hinaus brachten.

Im ersten Teil („Die Gefährten“) war es Enya mit „May It Be“, im zweiten Teil („Die zwei Türme“) war es „Gollums Song“, gesungen von Emilíana Torrini (nachdem Björk wegen ihrer Schwangerschaft absagen musste), im dritten Teil („Die Rückkehr des Königs“) war es „Into the West“ von Annie Lennox, die dafür sogar einen Oscar erhielt.

Bei den Hobbit-Filmen durften bisher Crowded House-Sänger Neil Finn mit seiner Variante des „Song of the Lonely Mountain“ und Ed Sheeran mit „I See Fire“ ran, letzterer war viele Wochen in den Charts und schaffte es in Deutschland sogar auf Platz 2 (in der Hobbit-Drehheimat Neuseeland sogar auf Platz 1).

Der dritte und letzte Teil der Hobbit-Filme, „Der Hobbit – Schlacht der fünf Heere“ wird am 10.12.2014 in den deutschen Kinos anlaufen. Ich habe mir natürlich bereits Karten für den Premierentag gesichert.

Hans Zimmers „Time“ (aus „Inception“) auf einem Looping Cello

7.
Nov.
2014

Hans Zimmer ist seit Jahrzehnten einer der besten Komponisten Hollywoods. Seine Scores sind abwechslungsreich und viele bleiben im Ohr. Für „Inception“ schrieb er mit „Time“ ein grandioses musikalisches Finale (zur Erinnerung hier das Original).

Slashfilms David Chen produzierte dazu diese wunderbare Variante, gespielt auf einen einzigen Cello, das einfach über einen Loopcomputer wiederholt wird und so in eine Art Canon mit sich selbst verfällt. Eine wunderschöne Variante.

(via /Film)