Die 26. Staffel von Doctor Who – Echt Krass!

18.
Apr.
2015

Mit der 26. Staffel von Doctor Who veröffentlicht Pandavision dann auch die dritte und letzte Staffel des siebten Doktors. Zuvor gab es sechs andere Doktoren und meine Rezensionen zu Staffel 24 (2) und Staffel 25. Und ich schreibe diese Einleitung eigentlich nur, damit ich auch die tolle Staffel-Collage zeigen kann, die es auch hier wieder gibt:

„Der Meister, Ace und der Doktor“ ist tatsächlich eine Beschreibung dieser Collage und nicht ein John le Carré-Buch.

„Der Meister, Ace, der Doktor und der Zerstörer“ ist tatsächlich die Beschreibung dieser Collage und kein John le Carré-Buch!

„Excalibur’s Vermächtnis“ (sic!, „Battlefield“, vierteiliges Serial/alternativ auch in Spielfilmfassung)

Auch in der 26. Staffel gibt es viel Rückbesinnung auf die lange Geschichte der Serie. Und wieder nimmt sie kaum Rücksicht auf Neueinsteiger und erklärt nicht, wer dieser Brigadier Sir Alistair Gordon Lethbridge-Stewart überhaupt ist, der am Anfang der Episode Pflanzen für seinen Ruhesitz-Garten einkauft. Und auch Bessie wird nicht groß erklärt, wurde aber völlig plotirrelevant eingebaut.

Ein letztes Mal steht Brigadier Lethbridge-Stewart (Nicholas Courtney) an der Seite des Doktors (Sylvester McCoy) (Foto: Pandavision/BBC)

Ein letztes Mal steht Brigadier Lethbridge-Stewart (Nicholas Courtney) an der Seite des Doktors (Sylvester McCoy) (Foto: Pandavision/BBC)

Das Fan-Herz jauchzt und wird gleich verwirrt, da es plötzlich einen weiteren Brigadier gibt: Winifred Bambera ist von UNIT eingesetzt  einen Atomraketen-Transport zu überwachen, als plötzlich mit Ancelyn ein Ritter König Artus* auftaucht. Doch er ist nicht allein, seine Gegner sind Mordred und dessen Mutter Morgaine, die ebenfalls aus einer anderen Dimension ihm folgten. Ein erbitterte Krieg um Excalibur, Artus Schwert, beginnt, und das direkt neben eine Atomrakete auszufechten ist keine wirklich gute Idee. Und als sie dann noch den Doctor erblicken, identifizieren sie auch noch ausgerechnet als Merlin …

* Ancelyn wurde als Name für die Serie erfunden, während Mordred, Morgaine und natürlich Excalibur und Artus selbst tatsächlich Teile der Artus-Saga in ihren unzähligen Reinkarnationen sind.

Wie Ben Aaronovitchs erstes Serial in der Staffel zuvor ist auch dieses tatsächlich ein ziemlich großer Spaß. Klar, es gibt wieder ein, zwei Plotlöcher, aber auf der anderen Seite gibt es wirklich gut sitzende Dialoge und gleichzeitig wird die Hintergrundgeschichte von Ace noch etwas vertieft – und sie darf wieder etwas in die Luft sprengen. Herauszuheben ist auch das Maskendesign des „Zerstörers“, das könnte auch heute noch so verwendet werden.

Die neuen Charaktere Ancelyn (Marcus Gilbert) und Brigadier Winifred Bambera (Angela Bruce) (Foto: Pandavision/BBC)

Die neuen Charaktere Ancelyn (Marcus Gilbert) und Brigadier Winifred Bambera (Angela Bruce) (Foto: Pandavision/BBC)

„Ihr Wasser, Sir, 5 Pfund bitte.“ – „Was war das?“ – „Nicht vergessen, wir sind in der Zukunft, Ace!“

Das Serial wurde in Großbritannien auch als Special Edition veröffentlicht, bei der man es neu als Spielfilm geschnitten hatte und diesen um mehrere Minuten verlängerte Szenen sowie einigen besseren Spezialeffekten versehen hatte. Auch dies darf der Besitzer der deutschen Serienbox anschauen, wobei bei die Zusatzszenen lediglich untertitelt sind und teilweise der Übergang zwischen dem Synchron- und Originaltonmaterial etwas holperig ist. Das hätte man aber nur durch eine Neusynchronisation lösen können, was hier aber Unfug gewesen wäre. Herauszuheben ist, wie offen Pandavision mit dieser Problematik umgeht. Als Zuschauer hat man die Wahl zwischen der Original-Version oder der Spielfilm-Version auf jeweils einer eigenen DVD. Besser kann man das nicht lösen.

Rating: 8 Sterne

 

„Das Haus der tausend Schrecken“ („Ghost Light“, dreiteiliges Serial)

Der Doktor bringt Ace in ein Haus im viktorianischen London. Natürlich entpuppt es sich standesgemäß als Horror-Haus. Und offenbar hat der Doktor einen guten Grund, Ace hierher zu bringen, denn sie verbindet etwas mit diesem Haus – sie wird es als Teenager in über hundert Jahren in der Zukunft abgebrannt haben. Und natürlich ist auch in diesem Haus ein Raumschiff gestrandet, und es gibt Vampir-ähnliche Kreaturen und den letzten Neandertaler.

Der Außerirdische Licht (John Hallam, Foto: Pandavision/BBC)

Der Außerirdische Licht (John Hallam, Foto: Pandavision/BBC)

Man kann den klassischen Doctor Who-Folgen oft vorwerfen, dass sie einen Plot zu sehr auswalzen, diesem Serial hätte etwas mehr Zeit für Erklärung des Plots tatsächlich gut getan, er ist dann doch teilweise sehr verwirrend. Ein Extra auf der DVD hilft dann aber beim Verstehen und unter diesem Licht ist es tatsächlich ein eigentlich sehr guter Plot, der etwas mehr Struktur gut vertragen hätte können.

„Krass!“

Dies war die letzte Folge, die vor der damaligen Absetzung aufgezeichnet wurde, sie wurde allerdings früher gezeigt. In der deutschen Erstausstrahlung wurde sie dann übrigens tatsächlich am Ende gezeigt, warum auch immer. Schön ist dabei das Extra, in dem sich Sylvester McCoy und Sophie Aldred daran erinnern, dass McCoy in der letzten Szene eine kleine, aber sehr sinnvolle Änderung gemacht hatte, mit der er zeigte, dass auch Ace den Doctor beeinflusst hat.

Rating: 6 Sterne

 

„Die Todesbucht der Wikinger“ („The Curse of Fenric“, vierteiliges Serial/alternativ auch in Spielfilmfassung)

Während des zweiten Weltkriegs landen der Doctor und Ace an der nordenglischen Küste in einer Militärbasis, die ausgerechnet über einem alten Wikingergrab errichtet wurde. Der eigentlich für die Entschlüsselung von Nazi-Codes gedachte Supercomputer der Basis wird dann auch zur Entschlüsselung der Wikinger-Runen benutzt, die eine vergessene Macht schützen sollen – Fenrics Macht. Doch dahinter versteckt sich ein Großer Alter, der einst vom Doktor selbst mit Hilfe eines faszinierenden Schachproblems eingesperrt wurde.

Tolle Make-Up-Arbeit an dem Zerstörer (Marek Anton, Foto: Pandavision/BBC)

Tolle Make-Up-Arbeit an dem Zerstörer (Marek Anton, Foto: Pandavision/BBC)

Außerirdische Vampire, Wikingerrelikte, Nazis, Sowjetische Agenten, übermächtige Wesen – das muss ein Doctor Who-Plot sein (oder Indiana Jones wurde noch etwas fantastischer). Aber: Die Geschichte selbst ist auch trotz all dieser wirren Zutaten durchaus unterhaltsam und sticht dadurch hinaus, dass sie vorrangig direkt vor Ort an der Küste gedreht wurde.

Wie bereits „Excalibur’s Vermächtnis“ wurde auch „Die Todesbucht der Wikinger“ neben der normalen Fernsehfassung als vierteiliges Serial auch in einer Spielfilmversion mit zusätzlichen Szenen (12 Minuten), einigen Überarbeitungen und besseren Effekten herausgegeben, die auch hier auf einer weiteren DVD in der Box eingeschlossen ist.

Rating: 7 Sterne

 

„Der Tod auf leisen Sohlen“ („Survival“, dreiteiliges Serial)

Zuhause auf der Erde will Ace schauen, was ihre alte Gang so treibt, muss aber feststellen, dass diese fast alle verschwunden zu sein scheinen – und für das Verschwinden scheinen Katzen verantwortlich zu sein. Kurze Zeit später werden die beiden auf einen anderen Planeten transportiert, der kurz vor seinem Ende steht, auf dem Katzenmenschen in ständigen Kämpfen verstrickt sind. Und treffen dort auf einen alten Bekannten wieder, der dort die Fäden zieht: Den Meister!

Anthony Ainley, der vierte Darsteller des Meisters (Foto: Pandavision/BBC)

Anthony Ainley, der vierte Darsteller des Meisters (Foto: Pandavision/BBC)

Ja, die Effekte dieser Folge sind schrecklich. Davon abgesehen ist die Folge aber sehr gut gealtert und würde im Prinzip auch heute noch funktionieren und schafft es den Charakterbogen von Ace zu einem schönen Ende zu bringen, auch wenn eigentlich die Produktionsreihenfolge eine andere war. Das war auch beabsichtigt, wie man in der wie immer großartigen Rückschau erfährt, die für die DVD produziert wurde, geplant war, dass Ace zur nächsten Staffel mit einer anderen Companion ausgewechselt würde.

Dazu kam es aber nicht mehr, Doctor Who wurde am Ende der 26. Staffel abgesetzt. Es folgte ein kleiner Versuch, die Serie mit einem neuen Doctor als TV-Film zu starten und erst 2005 sollte dann ein Neustart der Serie einen neuen Schub verschaffen.

„Irgendwo dort oben, brennt jetzt ein Planet, seine Meere kochen und seine Flüsse rasen. Aber bald wir der Rauch verwehen und der Wind wird wieder seine Lieder singen. Lieder des Friedens. Und Lieder der Wildnis. Eine Galaxie weiter wird irgendwo eine Kanne Tee kalt. Für uns beide, Ace, gibt es ’ne Menge zu tun!“

Rating: 7 Sterne

 

Die Extras

DVD-Cover Doctor Who 7. Doktor Volume 3

DVD-Cover Doctor Who 7. Doktor Volume 3

Die Staffel ist insgesamt sehr gelungen und die Box-Veröffentlichung von Pandavision ist wieder perfekt, vor allen durch die zahlreichen Specials und die Spielfilm-Versionen, die alleine schon drei der sieben DVD-Scheiben füllen. Wieder verpasst der deutsche Fan durch die liebevoll gemachte Box nichts gegenüber der englischen Veröffentlichung. Das sollte zwar eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber gerade bei Nischenprodukten sind viele Verleger doch leider nur darauf aus, möglichst wenig Aufwand zu haben – aber es gibt, wie hier, rühmliche Ausnahmen.

Ein letzter Rückblick auf meinen ersten Doktor

Der siebte Doktor (Sylvester McCoy) und Ace (Sophie Aldred). Ich vermisse Euch schon wieder! (Foto: Pandavision/BBC)

Der siebte Doktor (Sylvester McCoy) und Ace (Sophie Aldred). Ich vermisse Euch schon wieder! (Foto: Pandavision/BBC)

Erstaunlicherweise habe ich beim Sehen der alten Folgen nur noch wirkliche Erinnerungen an zwei Serials gehabt: „Die Hand des Omega“ und „Der Tod auf leisen Sohlen“. Ich hätte eigentlich mit mehr Erinnerungen gerechnet, aber es ist halt wirklich 25 Jahre her.  Und sicher: Aus der Sicht der Spezialeffekte heute ist die Serie nicht gut gealtert, noch schlechter die bewusste Entscheidung der deutschen Synchronisation, Aces Slang mit damaliger deutschen Jugendsprache aufzumotzen. All das „Ätzend!“ und „Krass“ geht irgendwann schon auf den Senkel.

Aber: In allen Punkten gut gealtert ist auch Star Trek nicht, auch Next Generation hat heutzutage schon extrem starke Abnutzungserscheinungen. Dennoch gucke ich gerne auch in diese Serien noch einmal rein, denn neben dem Nostalgietrip kann man auch sehen, woher sich die Serienkultur von heute entwickelt hat. Und Doctor Who ist Kultfernsehen, immer noch sehenswert und wirkt vielfach angenehm entschleunigt. Und man kann noch immer viele Referenzen in der heutigen Serie auf ihre lange Vergangenheit entdecken.

„Doctor Who: Siebter Doktor Volume 3“ erscheint am 24. April 2015 auf DVD. Offenlegung: Ich habe die DVD-Box freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

Gewaltige Māori – Kritik zu „The Dead Lands“

16.
Apr.
2015
Der einsame junge Krieger Hongi (Foto: Ascot Elite)

Der einsame junge Krieger Hongi (Foto: Ascot Elite)

Der junge Hongi (James Rolleston) muss tatenlos miterleben, wie Wirepa (Te Kohe Tuhaka) und seine Mannen seinen Stamm brutal abschlachten und den Kopf von Hongis Vater, dem Stammesführer, als Trophäe heimbringen wollen. Von Rache und den aufgebrachten Geister seiner Vorfahren in seinen Träumen getrieben verbündet sich Hongi mit dem „Monster“ (Lawrence Makoare), einem gebeutelten Mann, der seine eigene Last trägt und über das verbotene Gebiet, das „Tote Land“, wacht. Denn ausgerechnet durch dieses will Wirepas Gefolgschaft abkürzen.

In einem Land vor unserer … Kolonisation

Der Handlungsort: Aotearoa, der Name den die meisten Māori ihr Land gaben, dass später als Neuseeland kolonisiert wurde. Damals noch ein wildes Land mit stolzen und brutalen Stämmen und ebenso brutalen Stammesfehden. Und in diese Welt taucht „The Dead Lands“ ab – und stellt damit ein tatsächlich neues Setting dar, denn bisher wurde die alte Kampfkunst der Māori in einem Historien-Actionfilm meines Wissens nach nicht dargestellt. Dabei ist sie durchaus beeindruckend. Wer einmal ein neuseeländisches Rugby-Team bei ihrem Haka-Kriegstanz vor einem Match zusehen durfte, wird ahnen, was hier für eine unbändige Kraft lauert.

Die Mere – eine beeindruckende Handwaffe (Foto: Ascot Elite)

Die Mere – eine beeindruckende Handwaffe (Foto: Ascot Elite)

Faszinierend ist dabei nicht nur die Körperlichkeit, sondern auch ihre traditionelle Kriegswaffe, die Mere, eine Art Handpaddel, mit dem im Nahkampf schwere Wunden zugeschlagen werden. Kurz vor der Attacke lassen die Krieger ihre Waffe kurz mit der Hand erzittern, was nicht nur fremd, sondern auch zusätzlich bedrohlich wirkt.

Die Kampf-Choreografie, welche im Film inszeniert wird, hat daher neben ihrer urtümlichen Brutalität eine besondere Ästhetik, welche durch den aotearoanischen Ur-Dschungel* nur noch verstärkt wird. Überdurchschnittliche Kameraführung helfen dabei sicher auch. Und dann hat man auch noch die Option, den Film in der Originalfassung mit Untertiteln anzusehen – dieser wurde allerdings nicht auf Englisch, sondern tatsächlich auf Māori gedreht, und der faszinierende Singsang verstärkt den Effekt des Eintauchens in eine fremde Welt zusätzlich enorm.

* Der Dschungel ist eine der wenigen atemberaubenden Landschaftsformen Neuseelands, die sich nicht in die Tolkien-Verfilmungen verirrten…

Qapla’

Zwischenzeitlich kam mir der Gedanke, dass sich bei der Kultur der Māori Star Trek bedient haben kann, als sie die Klingonen erfanden. Die gleiche unnachgiebige Ehre und Körperlichkeit kennt man als Fanboy sonst nur dort. Und es sind viele Parallelen da: Beide Völker, das reale wie das fiktive, haben starke Bindungen zu ihren Vorfahren undsetzen sowohl auf Körperkraft, brutale Handwaffen aber auch auf die Einschüchterung des Gegners im Kampf. Andererseits kann man das natürlich auch für viele andere Völker sagen, und in Māori wird offenbar nicht ganz soviel gespuckt wie im Klingonischen.

Dennoch: Dass noch vor gerade mal etwas über 150 Jahren eine uns heute so fremdartig erscheinende Kultur existierte und letztlich zwar „kultivierter“ aber immer noch existiert, ist wirklich bemerkenswert und uns Europäern nur noch kaum bewusst.

Letztlich doch ein brutaler Actionfilm. Aber einer mit Kultur. (Foto: Ascot Elite)

Letztlich doch ein brutaler Actionfilm. Aber einer mit Kultur. (Foto: Ascot Elite)

Letztlich erzählt der Film eine einfache Geschichte: Die eines Rachefeldzuges. Wenn man sich nur die Geschichte ansieht, bleibt tatsächlich nicht viel Substanz übrig, die gleiche Story erzählen dutzende andere Filme, und viele sicher raffinierter. Das Ziel ist aber ein anderes: Einen Einblick in eine faszinierende Kultur durch ein anderes Medium als Doku-Filme. Und hierbei brilliert der Film durchaus, denn nicht immer haben Actionfilme so viel mehr als Brutalität* zu bieten und sind darüberhinaus sehenswert.

* Zurecht stolz hat die neuseeländische Jury, zu der auch Peter Jackson gehörte, den Film offiziell als Beitrag ihres Landes ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2015 geschickt. Er schaffte es jedoch nicht auf die Nominierungsliste. Das ist keine Schande, da viele Dutzend Länder jedes Jahr um fünf Plätze ringen und das Feld dort auch entsprechend hochkarätig besetzt ist.

bd_3d-ohne-spine_neu„The Dead Lands“ (NZ 2014)

Regie: Toa Fraser

Buch: Glenn Standring

Darsteller: James Rolleston, Lawrence Makoare

Bonusmaterial: Interviews mit den Stars, und Behind-the-Scenes-Aufnahmen, unter anderen von dem harten Trainingsprogramm der Protagonisten. Leider insgesamt etwas mau. Lohnenswert ist aber die Originaltonfassung in Māori.

Rollenspielinspirationsfaktor:Was man mit einem tischtennisgroßen Paddel in der Hand anstellen kann, glaubt man zuerst gar nicht …

Rating: 8 Sterne

„The Dead Lands“ erscheint am 21. April 2015 auf DVD und Blu-Ray. Offenlegung: Ich habe die Blu-Ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

Aus wenig mehr machen – Kritik: „Debug – Feindliches System“

6.
Apr.
2015

Die Rehabilitation junger Straftäter sollte der Gemeinschaft etwas zurückgeben. So denkt auch die Gesellschaft der Zukunft und entscheidet, sechs jugendliche Hacker samt Bewährungshelfer auf alte, gestrandete Raumfrachter auszusenden, deren Computersystem wohl einen Defekt aufweisen muss, und das diese mit ihren Kenntnissen gefälligst flicken sollen. Praktisch müssen sie dazu alle laufenden Prozesse herunterfahren, die Fehler finden („Debuggen“) und dann alles einfach neustarten. Doch sie haben nicht mit der Künstlichen Intelligenz gerechnet, die auf sie hier gewartet hat und sich gegen die Eindringlinge wehren will. Und so beginnt ein klassisches „Zehn-kleine-Negerlein-Spiel“.

Die Stargate-Schmiede ist immer noch nicht tot. Danke.

David Hewlett muss man Science-Fiction-Freunden eigentlich nicht mehr vorstellen. Mit seiner Hauptrolle in „Stargate Atlantis“ als überheblicher Dr. Rodney McKay, aber auch durch seine zahlreichen (Gast-)Auftritte in Filmen von Vincenzo Natali hat er einen gewissen Stellenwert in vielen Geek-Herzen erobert. Und er agiert bei seinen Projekten gerne mit guten alten Bekannten. Für „Debug“ hat er auch gleich Jason Mamoa aus der gemeinsamen Stargate-Zeit rekrutiert (der auch Khal Drogo in Game of Thrones mimte und derzeit als Aquaman das DC-Universum ergänzen soll) und seine Schwester, Kate Hewlett, in einer Nebenrolle. Letztere tut ihren Dienst auch ganz gut, an Mamoa gewöhnt man sich nicht wirklich, da er zwar gezielt gegen die Rolle besetzt wurde, aber sie klischeehaft spielt. Da hilft die Garde junger Darsteller für den Delinquenten-Kreis leider auch nicht raus, lediglich Adrian Holmes als Bewährungshelfer spielt recht ordentlich, aber dank Misfits wissen wir ja, welches Schicksal denen blüht.

Jason Momoa im Bad-Guy-Modus als Computerprogramm IAM (© 2015 Pandastorm Pictures GmbH)

Jason Momoa im Bad-Guy-Modus als Computerprogramm IAM (© 2015 Pandastorm Pictures GmbH)

Ein anderer Blickwinkel, der leider nur dem Regisseur auffällt

Die Anleihen an Kubricks Meisterwerk „2001: Odyssee im Weltraum“ sind unübersehbar, und Regisseur David Hewlett räumt sie auch ohne weiteres ein. Dass er als „neuen Ansatz“ hier aber die Perspektive des Computers als Opfer zeigen will, kann man eigentlich nur dem  Bonus-Material entnehmen. Der Film bedient die typischen Horror-Film-Klischees ordentlich aber fügt nicht wirklich etwas Neues hinzu. Das geringe Budget kann man den Film ansehen, auch wenn sich die Ausstattung alle Mühe gibt wirken doch Szenen im einen und den selben Raumschiff wie an zwei völlig verschiedenen Orten entstanden – was sie vermutlich auch sind. Und die steril-verkleidete Gänge wurden wohl wie bei Star Trek für unterschiedliche Szenen einfach aus unterschiedlichen Winkeln aufgezeichnet, was leider nicht wirklich zur Orientierung beiträgt, aber dem Film auch nicht wirklich schadet.

Die Misfits (Kyle Mac Adam Butcher und Jeananne Goossen) kriegen nicht nur Ärger mit ihrem Bewährungshelfer (© 2015 Pandastorm Pictures GmbH)

Die Misfits (Kyle Mac Adam Butcher und Jeananne Goossen) kriegen nicht nur Ärger mit ihrem Bewährungshelfer. Dafür haben sie coole Head-Up-Displays eingebaut. (© 2015 Pandastorm Pictures GmbH)

Nicht jeder Film mit minimalen Budget im Sci-Fi-Horrorbereich muss die selbe Metaebene erreichen wie Natalis Meisterwerk des Sci-Fi-Horror-Minimalismus „Cube“. „Debug“ zeigt aber, dass man auch mit kleinen Budget Filmnischen durchaus bedienen kann, ohne dass man sich im Asylum-Niveau verlieren muss.

Cover „Debug“-Blu-Ray„Debug – Feindliches System“ („Debug“, CAN 2014)

Regie und Buch: David Hewlett

Darsteller: Jason Momoa, Jeananne Goossen, Adam Butcher

Rollenspiel-Inspirationsfaktor: Ich hatte lange keine Horror-Runde an Bord eines Raumschiffes mehr. Aus diesem Film könnte man gut die Head-Up-Displays (HUD) adaptieren.

Extras: Ein überraschend ausführliches Behind-the-Scenes.

Rating: 5 Sterne

„Debug: Feindliches System“ erschien am 14. April 2015 auf DVD und Blu-Ray. Offenlegung: Ich habe die Blu-Ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

Die 25. Staffel von Doctor Who – eine seltsame Wundertüte

14.
Mrz.
2015

Auch die zweite Staffel vom siebten Doktor (Sylvester McCoy) veröffentlicht Pandastorm auf einem prall gefüllten DVD-Set. Das erste Set habe ich mittlerweile meinen Kollegen und Experten vom Ausgespielt-Podcast zur Einschätzung ausgeliehen und mir wurde versichert, dass sie den englischen Veröffentlichungen in nichts nachstehen. Durch die Sammlung als Staffelboxen sind sie sogar deutlich günstiger und bequemer zu bekommen und bieten halt auch neben den Originalton die deutsche Synchronfassung der Folgen und abschaltbare Untertitel für alle Specials.

Die kunterbunte Staffel 25, oder in der deutschen Schreibweise: Die zweite Staffel vom siebten Doctor.

Die kunterbunte Staffel 25, oder in der deutschen Schreibweise: Die zweite Staffel vom siebten Doktor.

Ace (Sophie Aldred) übertrifft für mich nach wie vor alle anderen Companions. Allerdings war sie auch meine erste.

Ace (Sophie Aldred) übertrifft für mich nach wie vor alle anderen Companions. Allerdings war sie auch meine erste.

Weiterhin ist die in der letzten Folge der vorherigen Staffel eingeführte Sophie Aldred als Companion Ace dabei und ja, sie bleibt eine der besten Companions die ich kenne und ich hoffe weiterhin, dass es ähnlich wie mit Liz Sladen beim zehnten Doktor beim aktuellen Doktor irgendwann einen Gastauftritt für Aldred geben mag. Aber das bin vielleicht nur ich.

Die zweite Staffel vom siebten Doktor ist dann auch die 25. Staffel überhaupt, und gleich zu Beginn gibt es eine direkte Anknüpfung an den Beginn der Serie 1963.

Die Box umfasst gleich fünf DVD, wobei eine „nur“ mit Bonusmaterial gefüllt ist und kein eigenes Serial beinhaltet, bleiben derer vier, die ich hier im folgenden kurz bewerte:

„Die Hand des Omega“ (vierteiliges Serial, im Original: „Rememberance of the Daleks“)

Der Doktor und Ace treffen im Staffelauftakt auf Daleks, die gerade eine britische Schule der 1960er-Jahre eingenommen haben. Aber nicht irgendeine Schule, sondern die Schule, in der einst die Abenteuer des Doktors überhaupt begannen.* Der Doktor hat hier etwas damals liegenlassen, und wie ein Zeitreisender so ist, ist es ziemlich egal, wann er daran denkt, das abzuholen, Hauptsache, er denkt irgendwann mal dran, auch wenn es sechs Regenerationen später ist.

* Dem Doktor wird sogar als Drehbuchgag vom Rektor der Schule der Job des Hausmeisters angeboten, was dieser jedoch ablehnt. Spaßigerweise übernimmt der zwölfte Doktor in der achten Staffel von NuWho eben diese Funktion.

Es stellt sich aber heraus, dass in der Schule nicht nur eine Gruppe von Daleks eingedrungen ist, sondern gleich zwei konkurrierende. Und so geraten der Doktor und Ace zwischen die feindlichen Linien zweier Gruppierungen mörderischer Blechbüchsen.

doctorwho7_vol2_szenenbild_02

Für die Jubiläumsstaffel sind die Daleks natürlich die richtigen Gegner.

 

Ich fürchte, ich hab’ mich verrechnet! – Der Doktor.

Eine perfekte Folge von Ben Aaronovitch, der viele Jahre später durch die empfehlenswerten Urban-Fantasy-Romane der „Die Flüsse von London“-Reihe Bekanntheit erlangen sollte.

Sie sprüht voller vieler Details und Anspielungen auf ältere DW-Folgen, und geht auf die für die damalige Zeit noch typischen Anekdoten ein, wie dem nicht-dezimalen Zählsystem der britischen Währung oder einem Fenster-Schild in einer Pension, welche klarstellt nicht an Dunkelhäutige zu vermieten. Die Serie beendet den Running-Gag der Whovians, dass Daleks keine Treppen steigen können, ein für alle mal in dem sie einen Dalek einen Schwebeantrieb verpasst. Und sie hat einer der besten Szenen eines Doctor-Who-Companion überhaupt: Ace darf mit einem (vom Doktor entsprechend aufgemotzten) Baseball-Schläger einen Dalek kaputt hauen! Ich muss zugeben, als ich die Folge damals im TV geschaut habe, habe ich mich richtig in Ace verguckt!

So geht Doctor Who: Vollgestopft mit Selbstreferenzen, eine spannende Story mit in Erinnerung bleibenden Handlungen und Daleks. Rating: 10 Sterne

„Die Macht der Fröhlichkeit“ (dreiteiliges Serial, im Original: „The Happiness Patrol“)

Der Doktor und der „Kandy Man“

Der Doktor und der „Kandy Man“

Auf einer Kolonie treffen der Doktor und Ace auf eine totalitaristische Gesellschaft, in der Diktatorin Helen A jede Form von Elend auszurotten versucht. Eine Fröhlichkeitspolizei jagt sämtliche „Spaßverderber“ und ein Scharfrichter-Roboter namens Kandy Man sorgt ebenfalls dafür, Helen As Plan umzusetzen. Wer nicht unterhaltsam ist, wird getötet. Natürlich nimmt die Tardis-Besatzung den Kampf auf.

Das gleiche Thema, Unterhaltungszwang, nimmt das vierte Serial dieser Staffel sich besser vor. So bleibt eine sehr trashige Folge, die vor allem durch den Kandy Man stark runtergezogen wird. Rating: 5 Sterne

„Das Vermächtnis der Nemesis“ (dreiteiliges Serial, im Original: „Silver Nemesis“)

Eine der letzten Verteidigungsbastionen von Gallifrey war eine Statue, die Rassilon selbst gebaut hatte. Der Doktor hatte sie einst selbst in einen Asteroiden in den Orbit geschleudert, von wo sie nun, Jahrhunderte später, wieder landen wird und das in unmittelbarer Nähe von Windsor Castle.

Eigentlich Formidable Gegner, die hier etwas untergehen: Die Cybermen (hinter Ace und dem Doktor)

Eigentlich formidable Gegner, die hier etwas untergehen: die Cybermen (hinter Ace und dem Doktor).

Wir packen Cybermen, Neo-Nazis und magische Besucher aus dem 17. Jahrhundert in ein Serial. So etwas vermag nur Doctor Who. Aber: So etwas mag auch nur Doctor Who zu verbocken. Hier packen sie einfach zu viel in die verwirrende Story und vor allem die ikonischen Cybermen bleiben leider etwas auf der Strecke. Rating: 5 Sterne

„Die Todesmanege auf Segonax“ (vierteiliges Serial, im Original: „The Greatest Show in the Galaxy“)

Unterhaltung finden Sie dort. Oder auch ihren Tod. Ist das nicht das selbe?

Was einen bei Serien aus den 80ern immer wieder auffällt: Dauerwellen-Galore.

„Sie sind entsetzlich langweilig!“ – Der Doktor

Der Doktor empfängt eine Spam-Nachricht. „Ja ja, die Werbung findet Dich überall“. Diesmal für einen Zirkus, der „die größte Show in der Galaxis“ präsentieren soll, den der Doktor und Ace natürlich besuchen. Sie sind dort zwar nicht die einzigen Gäste, aber die Menge der Gäste ist schon recht reduziert – was auch kein Wunder ist, da dieser Zirkus seine Gäste selbst in die Manege zerrt und, wenn sie dort nicht unterhalten, tötet.

Nette und typische Geschichte, für heutige Sehgewohnheiten etwas zu ausufernd erzählt, aber das gilt ja im Prinzip für alle Old-Who-Folgen. Rating: 7 Sterne

Das Bonusmaterial

„Na so etwas – mein Tee ist kalt geworden. Seltsam!“

Die DVD-Box mit Papp-Umhüllung mit ablösbaren FSK-Logo.

Die DVD-Box mit Papp-Umhüllung mit ablösbaren FSK-Logo.

Das Bonusmaterial hierzu ist wieder extrem umfangreich. Jede Folge wird mit einer ausführlichen Retrospektiv-Dokumentation begleitet, die an den jeweiligen Folgen Beteiligte zu Wort kommen, auf ihre damalige Zeit zurückblicken und viele Insider-Infos verraten lässt, Deleted Scenes und sogar die Ansagen der BBC-Inserts von damals, oder einen moderierten Presserückblick auf die vernichtenden Kritiken der „Fleet Street“. Dazu kommt diesmal auch eine komplette weitere Bonus-DVD mit einem Special rund um Davros. Sehr viel besser kann man dem nicht gerecht werden. Rating: 9 Sterne

„Doctor Who: Siebter Doktor Volume 2“ erschien am 27. Februar 2015 auf DVD. Offenlegung: Ich habe die DVD-Box freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

„Am Sonntag bist Du tot“ – Persönlicher Kreuzweg eines irischen Pfarrers

11.
Mrz.
2015

Vater James Lavelle (Brendan Gleeson, Mad-Eye-Moody aus den „Harry Potter“-Filmen) ist Priester einer kleinen Küstenstadt in Irland. Kurz vor seiner Sonntagspredigt will er einem seiner Schäfchen noch eine Beichte abnehmen. Dieser offenbart ihm allerdings, dass er als Kind von einem Priester sexuell missbraucht worden ist, und da er an diesem nicht mehr Rache nehmen kann, nun anstelle dessen an einen unschuldigen Priester – eben an Vater James – Rache nehmen will. Er gibt ihm eine Woche Zeit, seine Sachen in Ordnung zu bringen, dann will er ihn am Strand treffen und ermorden.

Vater James (Brendan Gleeson) am Strand seiner Gemeinde. (Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Vater James (Brendan Gleeson) am Strand seiner Gemeinde. (Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Und im Gegensatz zum Zuschauer weiß Vater James von Anfang an, wer es ist, der ihn dieses Ultimatum gesetzt hat. Er hadert aber mit dem Beichtgeheimnis, und geht nicht zur Polizei, sondern versucht tatsächlich, all die Probleme in seiner Gemeinde noch zu lösen. Und die sind vielfältig. Da ist der Metzger Jack (Chris O’Dowd, „IT-Crowd“), dessen Frau fremdgeht und der einst doch so an das heilige Sakrament der Ehe geglaubt hatte und nun zweifelt. Der Arzt Frank (Aidan Gillan, „Game of Thrones“), der mit grausamen Zynismus alles genussvoll kommentieren muss und für den die Kirche ein leichtes Opfer ist. Der reiche Michael (Dylan Moran, „Black Books“), der trotz seines vielen Gelds alles andere im Leben verloren hat. Der alternde Autor Gerard (M. Emmet Walsh, „Blood Simple“), der Angst vor der Gebrechlichkeit hat und nun deswegen überlegt, sein Leben selbst ein Ende zu setzen. Und neben anderen dann auch noch seine Tochter, die er bekam bevor er sich nach dem Tod seiner Frau dazu entschied, Priester zu werden, und mit der er regelmäßig in Streit gerät.

Vater Lavelle begibt sich also auf auf seinen persönlichen, siebentägigen Kreuzweg, an dessen Ende die letzte Konfrontation am Strand steht …

Das ist keine schwarze Komödie. Nein, nicht mal sonst eine Komödie. Aber trotzdem sehenswert.

Ich hielt nach den Trailern und den Namen nach „Am Sonntag bist Du tot“ für eine rabenschwarze Komödie. Ich mag schwarze Komödien, besonders welche, die von den Britischen Inseln kommen. „Am Sonntag bist Du tot“ ist aber keine.

Auch wenn der Film durchaus ein paar lichte Momente beinhaltet, ist es doch eine sehr andere Tonalität, die er anschlägt. Melancholie, Zweifel, Rache aber auch Hoffnung, Vergebung und menschlicher Beistand zeichnen den nicht leichten Job eines katholischen Seelsorgers in den vermeintlich letzten Tagen seines Lebens. Es ist dieses persönliche Drama und der Altruismus des Pfarrers, das den Regisseur und Autoren John Michael McDonagh („The Guard“) hier interessiert. Vater James wird nicht nur mit einer Welt konfrontiert, in der seine Kirche – zu Recht – von vielen angeklagt und abgekehrt wird, sondern auch mit einer Welt, die gerade heute einen Zusammenhalt durch einen starken Seelsorger besonders benötigt.

Vater James (Brendan Gleeson) mit einem seiner Schäfchen (Chris O’Dowd) (Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Vater James (Brendan Gleeson) mit einem seiner Schäfchen (Chris O’Dowd) (Foto: Ascot Elite Home Entertainment)

Im Original heißt der Film „Calvary“, gemeint ist damit der Kalvarienberg, auch als Golgota bekannt, der Ort, an dem Christus gekreuzigt wurde. Und das passt dann auch sehr viel besser als der deutsche Titel, der einen eine Komödie oder vielleicht einen humorigen Actionfilm erwarten lässt.

Aber es gibt eine weitere Ebene: Im Prinzip ist der Film nämlich eine Art Krimi, in dem man als Zuschauer herauszufinden versucht, wer der Täter sein wird, in die Irre geführt wird und schließlich auf die Auflösung am Ende des Filmes wartet. Es ist, wenn man so will, eine bisher nicht wirklich erfoschte Unterart des „Whodunnit“, ein „Who’lldoit“.

„Am Sonntag bist Du tot“ erscheint am 24. März 2015 auf DVD und Blu-Ray. Offenlegung: Ich habe die Blu-Ray freundlicherweise bereits vor der Veröffentlichung als Rezensionsexemplar erhalten.

Die Blu-Ray von „Am Sonntag bist Du tot“ ist ab 24.03.2015 zu bekommen.

Die Blu-Ray von „Am Sonntag bist Du tot“ ist ab 24.03.2015 zu bekommen.

„Am Sonntag bist Du tot“ („Calvary“, IRE/UK 2014)

Regie und Buch: John Michael McDonagh

Darsteller: Brendan Gleeson, Chris O’Dowd, Aidan Gillan

Score: Passt zum Film, ruhig, melancholisch, mit einigen Stücken mit gälischem Gesang. Patrick Cassady liefert hier ein tolles, stimmiges Werk ab, das zeitweise an Philip Glass, dann aber auch wieder an Howard Shore erinnert.

Extras (Blu-Ray): Featurette, Behind the Scenes, Interviews und B-Roll. Ganz Ordentlich.

Rating: 7 Sterne