Umkommen in der Kolonne

Kritik: „Fast Convoy – Tödlicher Transport“

Ein Auto-Convoy mit mehreren, teilweise noch blauäugigen Nachwuchsgangstern schmuggelt neben etlichen Kilo Marihuana im Kofferraum auch 7 Kilo Koks von Malaga nach Frankreich.

Coole Jungs schauen nicht auf das brennende Auto (Foto: Ascot Elite)
Coole Jungs schauen nicht auf das brennende Auto (Foto: Ascot Elite)

Keine gute Idee, denn schon bald häufen sich die Probleme, bereits an der ersten Grenze geraten sie in eine Polizeikontrolle, sie verlieren ein Auto und kidnappen auf dem Weg die Touristin Nadia (Reem Kherici). Und dann heftet sich auch noch eine rivalisierende Gang an ihre Fersen …

Style vor Substanz

Wenn man das französische Kino denkt, fallen einen zunächst immer die charmanten Liebeskomödien ein, aber auch im Genre-Kino hat unser Nachbarland tatsächlich einiges zu bieten. Regisseur Frédéric Schoendoerffer hat beispielsweise schon einige Erfahrung in dem Bereich der Action-Thriller vorzuweisen, und seine Filme sind durchaus cool – bei  „Fast Convoy“ verliert er sich aber leider in einer Coolness-Falle.

Alex (Benoît Magimel) trägt natürlich eine Sonnenbrille (Foto: Ascot Elite)
Alex (Benoît Magimel) trägt natürlich eine Sonnenbrille (Foto: Ascot Elite)
David Caruso Meme

Vor allen die Farbkorrektur des Filmmaterials ist deutlich überzogen: Am Anfang tüncht er die Fahrt durch Spanien in ein extrem gelb-orangenes Bild, dann in der Nacht wechselt er auf ein grelles Neon-Cyan und am Morgen in ein quietschiges Blau. Das machen zwar andere Filme auch, aber in der Regel dezenter. Hier kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er zu tief in die Style-Kiste von den C.S.I.-Serien gegriffen hat, die ebenfalls stark mit Farbverfälschungen spielten. Passenderweise trägt einer der Hauptdarsteller des Films, Benoît Magimel, auch streckenweise eine coole David Caruso-Gedächtnissonnenbrille.

Ansonsten bietet Film dennoch solide Actionkost. Und der Fokus unterscheidet sich von anderen Filmen insofern, als dass er sich nahezu ausschließlich auf die Schmuggler konzentriert und während des Filmes mit Full-Speed unterwegs bleibt. Leider bleiben die einzelnen Charaktere dennoch auch bei all der Farbtüncherei reichlich farblos. Und da er ein recht großes Ensemble am Anfang auffahren lässt, steht schnell fest, dass hier ein Protagonist nach dem anderen ausgeschaltet werden wird, und so bietet der Film wenig Überraschungen. Aber viel Coolness.

Selbst das Blu-Ray-Cover von „Fast Convoy – Tödlicher Transport“ bedient das typische coole Silhoutte mit Foto-Overlay-Motiv (Ascot Elite)
Selbst das Blu-Ray-Cover von „Fast Convoy – Tödlicher Transport“ bedient das typische coole Silhoutte mit Foto-Overlay-Motiv (Ascot Elite)

„Fast Convoy“ („Le convoi“, F 2016)

Regie: Frédéric Schoendoerffer

Buch: Yann Brion, Frédéric Schoendoerffer

Darsteller: Benoît Magimel, Reem Kherici, Tewfik Jallab

Extras: Trailer (OV, DE), Making-Of (OmU)

Rating: 3 Sterne

„Fast Convoy – Tödlicher Transport“ erschien am 22.07.2016 bei Ascot Elite Home Entertainment auf DVD und Blu-ray. Offenlegung: Ich habe die Blu-ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

Das neue „Malmsturm“: Exempel für transparentes Rollenspieldesign

Ein Vorab-Review zu „Malmsturm – Die Fundamente“ (basierend auf dem fast fertigen PDF)

Malmsturm war eines der ersten Rollenspiel-Projekte, welche für ein deutschsprachiges Setting die Fate-Regeln (damals noch in einer Adaption der Version 3.0) verwendet hat. Es erschien 2011 im damals noch recht neuen Uhrwerk-Verlag, der sich bis dahin vor allen auf DSA-Unterlizenzen konzentriert hatte.

Hinter dem Projekt stand (und steht) unter anderen Dominik, der bereits mit dem Rollenspiel-Almanach die deutschsprachige Szene mit Nachrichten versorgt und später auch die deutsche Übersetzung von Fate Core für den Uhrwerk-Verlag organisierte. Ich konnte bereits einen Blick in die fast fertige neue Version von der neuen Version von Malmsturm werfen.

Im Mock-up des neuen gedruckten Werks fehlt noch der Goldschnitt, das gedruckte Werk wird diesen aber haben.
Im Mock-up des neuen gedruckten Werks fehlt noch der Goldschnitt, das gedruckte Werk wird diesen aber haben.

Die Idee von Malmsturm: Ein Sword-&-Sorcery-Setting mit der Iconografie und Attitüde von Heavy Metal

EisensängerIch hatte mir Malmsturm damals vor allen geholt, weil mich die deutsche Fate-Szene interessierte. Damals erschien mir Malmsturm als ziemlich experimentelles Werk: Eine reine Schwarz-Weiß-Gestaltung mit Björn Lensigs stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Illustrationen wurde lediglich mit einer weiteren Farbe kontrastiert: Das Buch besaß einen goldenen Farbschnitt und wirkte dadurch extrem hochwertig. Gleichzeitig stellten die Macher aber auch ihr komplettes Regelwerk kostenfrei als PDF-Download zur Verfügung – damals noch ein äußerst ungewöhnlicher und mutiger Schritt. Ergänzt wurde der Band dann später mit „Malmsturm – Die Welt“, in der die Macher ihre persönliche Welt vorstellten, ein dickeres Werk, dass es nicht zum kostenlosen Download geben sollte, aber wieder einen Goldschnitt haben sollte.

Gemeistert habe ich Malmsturm bisher nur einmal: Ein One-Shot-Abenteuer, bei dem meine Spieler vorher ihre Charaktere konzipiert hatten und mit ihren Hintergründen mir auch gleich die Vorlage fürs Abenteuer lieferten. Etwas, dass ich auch heute noch am Fate-Rollenspiel sehr schätze. Selber gespielt habe ich, im Gegensatz zu viele anderen Fate-Adaptionen, jedoch nie.

Das neue Werk

Wenn man das neue Werk (das übrigens wieder einen Goldschnitt haben soll) aufschlägt, fällt erstmal auf, dass Farbe in das bisherige monochrome Layout eingekehrt ist. Die Illustrationen sind zwar weiterhin vorwiegend Schwarz-Weiß, aber es haben sich im Textlayout zwei Volltonfarben hinzugesellt – ein Goldton sowie ein auf dem ersten Blick eher ungewohntes gesättigtes Rosa, das sich aber als interessanter Kontrast erweist. Die beiden neuen Farben heben nicht nur einzelne Stellen gezielt heraus:  Einzelne Seiten werden mit „Blutspritzer“ aus beiden Farben dekoriert und auch einige Illustrationen sind nun in eine oder mehrere der Farben getüncht.

Beispiel für eine Illustration im Dunkel-Rosa
Beispiel für eine Illustration im Dunkel-Rosa

Eine klasse, aber zunächst unscheinbare Idee: Am unteren Seitenrand findet sich auf jeder Seite tatsächlich ein Metal-Song referenziert – was man durchaus auch als Inspiration für Aspekte nutzen kann. Dazu kommt ein immer wieder eingesetzter Winkel, bei dem einzelne Texteinschübe schräg nach oben laufen: Ingame-Zitate aus der fiktiven Welt von Malmsturm, oder Zitate aus der realen Welt. Layouttechnisch ist es deutlich komplexer als das erste und es hat daneben auch deutlich zugelegt: Gute 400 Seiten werden es werden, das erste hatte noch 248 Seiten.

Die Struktur

Nach einer knappen Einleitung, welche zum einen die Hintergründe der Neuauflage beleuchtet, als auch die Abgrenzung von Malmsturm zu anderen Fantasy-Rollenspielsettings gibt, folgt erstmal eine Definition von Sword-&-Sorcery und eine kompakte Vorstellung des Settings. Danach kommt der Regelteil, welcher eine Ausgabe von Fate Core zwar generell voraussetzt, aber sehr ausführlich auf einzelne Regelaspekte eingeht, dazu später mehr.

Mit „Das Kapitel mit einem Hieb“ liefern die Autoren darüberhinaus auch noch kurze Zusammenfassungen der im Kapitel gerade ausführlich beschriebenen Regeln – sehr hilfreich fürs schnelle Nachschlagen.

Die Regeln

Malmsturm basiert nun auf Fate Core, dem 2012 über Kickstarter finanzierten Regelsystem von Fred Hicks, mit dem er die bisherigen Fate-Varianten auf die Version 4 anhieven sollte. Fate Core ist kostenlos als PDF erhältlich, sowohl in englisch als auch in deutsch, aber auch als Print.

Die Autoren von Malmsturm weichen in einigen Punkten von Fate Core ab. Positiv herauszustellen ist aber, dass sie sich die Mühe gemacht haben, die Regeln nicht nur weiterzuentwickeln, sondern auch regelmäßig einen Einblick zu geben, warum sie eben diese und nicht jene Entscheidung beim Designprozess getroffen haben.

Die Fertigkeiten

Entweder spielt man mit Fate-Würfeln, oder mit 2W6, von denen man einen vom anderen abzieht
Entweder spielt man mit Fate-Würfeln, oder mit 2W6, von denen man einen vom anderen abzieht

Gegenüber der ersten Edition sind zwei Fertigkeiten hinzugekommen: Kontakte und Überleben, es wurden aber auch ein paar Fertigkeiten zusammengefasst, Ausstrahlung und Führungsqualitäten zu Charisma, Fingerfertigkeit und Einbruch zu Diebeskunst, Gelehrsamkeit nahm Technik und Sprachen auf, Handwerk Kunst und Technik, Waffenloser Kampf und Nahkampf wurde zu Kämpfen zusammengefasst, Fahrzeug steuern und Reiten zu Lenken sowie Einschüchtern und Führungsqualitäten zu Provozieren.

Manche Teilaspekte der ehemaligen Fertigkeiten sind also nun unter zwei Fertigkeiten zu finden, aber das ist nicht wirklich überraschend und auch nicht problematisch. Insgesamt sind es etwas weniger Fertigkeiten als bisher und nur eine Fertigkeit mehr (Überleben) als im normalen Fate Core.

Auf dem Charakterbogen sind dann auch alle Fertigkeiten direkt aufgedruckt.

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Die Aspekte

Größere Änderungen haben die Autoren bei den Aspekten gemacht, oder besser bei deren Auswahlvorgaben. Der Konzept-Aspekt bleibt, anstelle eines Dilemmas gibt es nun aber eine Motivation. Die Autoren begründen das mit einem anderen Fokus im Spiel und dass die Haupteinnahmequelle von Fate-Punkten, welche das Dilemma sei, hier nicht nötig wäre, da sie die Erholungsrate von 3 auf 5 hochgesetzt hätten. Mich stört das aber nicht, da ich sowieso meinen Charakteren genügend Probleme durch das Reizen aller Aspekte zukommen lasse, allerdings dürfte das das Konzept für Einsteiger vielleicht etwas erschweren.

Das Beispiel im Buch für ein gutes Beziehungsgeflecht
Das Beispiel im Buch für ein gutes Beziehungsgeflecht

Eine gute Idee finde ich das Ersetzen von den drei Phasenasepkten mit Beziehungen. Ein Aspekt beinhaltet dabei also eine Beziehung zu einem SC, ein anderer zu einem NSC (sei es ein Verbündeter, ein Auftraggeber oder gar eine Nemesis). Der fünfte und letzte Aspekt ist hingegen völlig frei wählbar.

Dies ist aber auch nur die Standard-Geschmacksrichtung von Malmsturm – wenn man einen anderen Spielstil bevorzugt, kann man die fünf Aspektkategorien für die Gruppe einfach ändern. Die Autoren geben dazu Ideen, wie beispielsweise„Kein Gruppendrama, bitte“, „Einsamer Rächer“ oder „Epische Fantasy“ vor.

Stunts, Stress und weiteres

Nur noch Deko: Waffen und Rüstungen
Nur noch Deko: Waffen und Rüstungen

Stunts haben die Autoren nahezu unverändert gelassen, es gibt nur statt drei gleich vier freie Stunts. Zu den zwei Stressbalken von Fate Core gesellt sich ein arkaner Stressbalken hinzu, der ähnlich wie im Dresden Files-Rollenspiel die Magiekosten abfedert, aber den jeder Charakter hat und der nur bei großen Meilensteinen geleert wird oder bei Magiecharaktern auch unter anderen Umständen.

Eine neue Idee der Autoren ist ein Belohnungssystem. Jeder Charakter hat fünf frei Plätze auf seinem Charakterbogen dazu, die er beispielsweise mit Schätzen füllen kann. Jede Belohnung ist dabei regeltechnisch ein Schub, also ein +2-Bonus, der einmal eingesetzt werden darf. Dabei stellen sie deutlich klar, dass diese Belohnungen nicht nur materiell sein sollen, es können auch Informationen und ähnliches sein. Generell gibt es am Ende jedes Spieleabends mindestens eine neue Belohnung, aber es kann auch zwischendurch eine durch den Spielleiter verteilt werden.

Ebenfalls weichen die Autoren von dem Initiativsystem von Fate Core ab und gehen auf ein Staffelweitergabesystem über. Waffen und Rüstungen haben sie hingegen nicht geregelt, eine etwas seltsame Entscheidung für ein Fantasysystem auf dem ersten Blick, andererseits macht es aber das Spiel schneller.

Das Setting

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Etwas Mutationen und Body-Horror gehören auch dazu

Während zuvor Malmsturm in zwei Büchern herauskam, führt das neue Malmsturm bereits umfangreicher in die erdachte Welt ein (auch wenn es später noch Settingergänzungen geben soll). Der namensgebende Aspekt des Spiels, die Malmstürme, werden in einem gesonderten Kapitel erläutert (sie sind grundsätzlich eigene Szenenaspekte, welche durch exzessive Magienutzung provoziert werden). Die Autoren geben dann auch einen recht ausführlichen Überblick über die Regionen – dem wikingerinspirierten Norden, der mittelalterlichen Waismark, dem antiken Imperium – und geben auch ausdrücklichen einen weißen Fleck vor: dem eisigen Talkessel von Okolnir. Abgerundet wird das ganze mit einem Bestiarium.

Die Anhänge

Den letzten vierzig Seiten spendieren die Autoren sogenannte „Irrformtabellen“, Zufallstabellen, über die Mutationen erwürfelt werden können sowie eine ausführliche Liste von Werken, die ihnen als Inspirationsquellen gedient haben, als auch eine Übersicht von allen quer über das Buch verteilten Stunts (sortiert nach der zugeordneten Fertigkeit) und letztlich fünf Seiten Regelzusammenfassungen als Spickzettel, dem Charakterbogen und ein Stichwortverzeichnis.

Fazit

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Man merkt den Autoren deutlich an, dass sie über die Jahre viel Erfahrung mit Fate gewonnen haben. Dabei ist vor allem die transparente Aufbereitung der Regeländerungen und Strukturierung der Seiten enorm gelungen und geradezu ein Exempel für andere Rollenspielautoren.

Insgesamt wirken auf mich die Regelanpassungen äußerst stimmig und machen große Lust auf eine Partie. Es lohnt sich also auch für Veteranen, sich die neue Version anzuschaffen.

Rating: 5 Sterne

„Malmsturm – Die Fundamente“ erscheint im Print im August 2016 beim Uhrwerk-Verlag in einer limitierten und einer normalen Ausgabe. Es wird darüberhinaus ein Graustufen-Low-Res-PDF für lau geben, und ein Hi-Res-PDF (mit Verlinkungen) für ca. 10 €. 

Offenlegung: Ich habe das fertige PDF freundlicherweise vorab als Rezensionsexemplar erhalten. Ich habe 2015 dem Autoren Dominik bereits beim Lektorat des Fate Handbuchs und beim Redesign von Faterpg.de geholfen. Alle Malmsturm-Illustrationen sind Copyright Björn Lensig, ich durfte sie hier freundlicherweise nutzen.

„Harmonquest“ – animierte Pathfinder-Actual-Play-Comedy

Dan Harmon war Macher der großartigen Comedy-Serie „Community“ (jedenfalls des größten Teils davon) sowie erschuf die Zeichentrickserie „Rick & Morty“. Er hat bereits in „Community“ gezeigt, dass er ein Fan von Pen-&-Paper-Rollenspiel ist und nun nahm er ein „Actual Play“ mit Bekannten und Freunden aus der Comedyszene live vor Publikum auf.

Der besondere Kniff: Alle Intime-Szenen sind zeichentrickanimiert. Die Pilotfolge ist frei auf Youtube anschaubar und ein herrlicher Spaß:

Neun weitere Episoden sind exklusiv über das Streamingportal Seeso von NBC gegen Bezahlung anschaubar, und leider auch nur in den USA. Über internationale Rechte ist leider bisher noch nichts bekannt.

Neues Star Trek-Rollenspiel von Mophidius angekündigt

Mophidius hat gerade bekanntgegeben, dass sie ein neues Star Trek-Pen-&-Paper und -Miniaturenspiel herausgeben wollen. „Star Trek Adventures“ (www.modiphius.com/star-trek.html). Interessanterweise will Mophidius einen „Living Playtest“ bereits im August auf der GenCon beginnen, erscheinen soll das Spiel erst im Sommer 2017. Teilnehmer an dem Playtest, der auch auf der SPIEL in Essen dieses Jahr angeboten werden soll, haben die Gelegenheit Miniaturen von Picard und Kirk zu bekommen.

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Ankündigungs-Teaser (Bild: Mophidius Games)

„Star Trek Adventures“ beinhaltet explizit nicht die neue Kinoreihe, aber will alle bisherigen Dramaserien abdecken (wobei die Zeichentrickserie nicht erwähnt wird), was Sinn macht, da sie „lediglich“ von CBS lizensiert worden (die Filmrechte liegen bei der CBS-Schwester Paramount). Es nutzt das 2d20-System, das bereits in anderen Spielen von Mophidius verwendet wird („Mutant Chronicles“, „Conan“, etc.). Es wird das vierte offizielle Star Trek-Rollenspiel werden, nachdem die Lizenz, die zuletzt Anfang der 2000er-Jahre Decipher innehatte, lange brach lag.

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Die Ankündigung an dem heutigen macht Sinn, zumal heute der dreizehnte Star Trek-Film, „Star Trek Beyond“, offiziell in den Lichtspielhäusern anläuft. Er zelebriert damit auch den 50. Geburtstag des Franchises, das 1966 erstmals über die Bildschirme in den USA flimmerte. Nebenbei: Der Film schafft die Balance zwischen Sommer-Action-Blockbuster und dem alten Star Trek-Geist ziemlich gut, lohnt sich.

Nächstes Jahr startet dann die neue Star Trek-Serie nahezu weltweit auf Netflix. Da sie ebenfalls von CBS produziert wird, könnte die Lizenz dazu ebenfalls bei Mophidius liegen.

Fantastischer Kurzfilm über Augmentierte Realität und Punktesammeln: „Hyper-Reality“

„Haben Sie ihre Sammel-Karte dabei?“ – Seit über 16 Jahren existiert auch in Deutschland ein System, das unseren Spieltrieb ausnutzt und für minimale Rabatte unser Einkaufsverhalten überwacht und zu steuern versucht. Das ist real.

Auch real: Apps auf dem Handy, die uns zum „Einchecken“ motivieren (wieder ein Spieltrieb-Mechanismus) und uns im Alltag „begleiten“. Noch nicht real: Das Okkular-Implantat, mit dem eine virtuelle Ebene über unsere Realität drübergelegt wird. Aber das wird kommen, erste Brillen-Prototypen gibt es bereits seit Jahren.

Beides kombiniert kann aber zum Alptraum werden, auf jedem Fall, wenn es keinen Werbe-Blocker gibt: „Hyper-Reality“ von Keiichi Matsuda ist abermals ein über Kickstarter finanzierter Kurzfilm, der nach erfolgreicher Finanzierung noch gute zweieinhalb Jahre brauchte, um verwirklicht zu werden.