Fantastische Klassiker verfilmt

Dem Erfolg von der Herr der Ringe Triologie im Kino ist es wohl zu verdanken, dass Hollywood & Co. nun den Trend ausgemacht haben, und sich nun die Evergreens der fantastischen Literatur verfilmt. Zwar werden sie wohl kaum die Qualität des Vorreiters erreichen, aber einige Juwelen darunter wird es bestimmt geben.
Zunächst wird der Klassiker der SciFi-Parodien zur Zeit vom Walt Disney Konzern verfilmt (aufgepasst, Disney ist momentan ein besonderer Major Player in dieesm Bereich): Douglas Adams‘ Per Anhalter ins All. Bisher gab es nur einen Teaser-Trailer und ein paar Produktionsfotos – aber immerhin.
Mit einer Verfilmung von Die Dreibeinigen Monster von John Christopher steht ein weiterer Klassiker auf der Schwelle. Zwar gibt es schon eine hervorragende BBC-Miniserie The Tripods (deutsch Die Dreibeinigen Herrscher) dazu, die jedoch im Deutschen Fernsehen mittlerweile fast 20 Jahre nicht mehr ausgestrahlt worden ist. Die düstere Zukunftsvision von Christopher zeigt eine Welt, die von Außerirdischen versklavt worden ist und in eine Art Mittelalter zurückgeworfen wurde – damit die Menschen nicht aufbegehren werden sie regelmäßig an der Schwelle zum Erwachsenwerden mit einem chirurgischen Eingriff am Gehirn unter Gedanken-Kontrolle gebracht. Eine Gruppe von Teenagern versucht dagegen zu rebellieren. Zwar hatte Disney bereits Ende der 90er sich die Rechte gesichert, aber erst jetzt wurde das Material wieder ausgegraben und ein Regiesseur (Gregor Jordan) gefunden.
Die Herr der Ringe Produzenten New Line Cinema haben sich unterdessen Philip Pullmans His Dark Materials-Triologie gesichert (in Deutschland als Der Goldene Kompass, Das magische Messer und Das Bernstein-Teleskop erschienen). Doch der bisher eingeplante Regiesseur, Chris Weitz (American Pie) hat das Handtuch geworfen, nachdem er starken Druck durch seine Ankündigung erleben musste, jede Anspielungen an die Kirche im Film nicht verwenden zu wollen. Das Studio sucht nun händeringend nach einem geeigneten Ersatz. In den Büchern geht es um ein kleines Mädchen in einem Parallel-Universum, das einem großem Geheimnis auf der Spur ist und dabei nicht unbedingt nur in seinem Universum verweilt.
Fast schon in der Nachproduktion befindet sich unter dessen eine Neuauflage von Krieg der Welten nach H.G. Wells (wurde bereits schon 1953 verfilmt, und 1988 in einer Serie aufgewärmt). Steven Spielberg hat sich die Regie gesichert und mit Tom Cruise ein prominentes Zugpferd gewonnen. Sollte der Film eigentlich erst 2007 den Weg auf die Leinwand finden, wurde er nun auf Mitte 2005 vorgezogen, was einiges Chaos verursacht hat. Wie die Neuinterpretation dieses Stoffes, der die Welteroberung durch Marsianer zeigt, einschlagen wird, muss sich erst zeigen, bereits jetzt haben viele angemerkt, dass eigentlich die Zeit der bösen Außerirdischen im Kino vorbei sein sollte.
Auch dieses Jahr kommt noch die vierte Verfilmung von Joanne K. Rowlings Büchern, Harry Potter und der Feuerkelch. Mit Mike Newell (u.a. Mona Lisas Lächeln, Donnie Brasco) versucht nun ein dritter Regiesseur sich an den Büchern. Der Film kommt bereits im November in die Kinos und wird nicht, im Gegensatz zu vielen Wünschen von Fans angesichts des umfangreichen Buches, als Zweiteiler aufgelöst. Der fünfte Teil kommt dann auch schon 2007 hinterher…
Mit den Chroniken von Narnia ist es wieder mal Disney, die einen fantastischen Kinderbuch-Klassiker verfilmen. C.S. Lewis‘ Bücher haben schon viele Kinder verzaubert, jetzt erleben sie wohl eine Renaissance. Die Effekt-Schmiede von den Herr der Ringe-Filmen, WETA stellt sich dahinter, was zumindestens einen optischen Genuß verspricht. Angekündigt ist ein Dezember-Release.
Tom Hanks wird dann als Star in der Verfilmung von Dan Browns Da Vinci Code (deutsch: Sakrileg) auftreten – was zugegebenermassen vielleicht doch eher ein Thriller ist (Columbia Pictures). Auch für andere Bücher von Bestseller-Autoren wurden schon die Filmrechte gesichert: Philip Kerrs Die Kinder des Dschinns sind gerade erst in Deutsch erschienen, Spielberg hat sich bereits im Vorfeld die Rechte gesichert.
Und mit Ender’s Game (deutsch Ender) von Orson Scott Card wird ein weiterer Klassiker verfilmt, sogar vom Emdener Wolfgang Petersen. Kurzer Inhalt: Der sechsjährige Ender Wiggins muss seine Familie verlassen, um auf einer Militär-Akademie ausgebildet zu werden um gegen eine außerirdischen Bedrohung zu helfen (Fresco/Warner).
Und als nächstes bereits bei uns zu sehen: Die vom US-Sender SciFi 3-stündige Verfilmung von Ursula K. Le Guins Erdsee-Zyklus. Zwar war die Autorin alles andere als begeistert, wie 2 ihrer Bücher in 3 Stunden (mit vielen Änderungen gegenüber dem Original) gequetscht wurden, aber die Verfilmung war nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr erfolgreich. ProSieben wird am 20. und 21.01. dies auch schon auf das Deutsche Publikum loslassen.