Spiel des Jahres 2006: Thurn und Taxis

Spiel des Jahres 2006Es kam, wie wir es alle erwartet haben. Bei dem diesjährigen Spiel des Jahres gab es keine Überraschung: Thurn und Taxis gewinnt den prestigeträchtigen Preis, was den Verlag Hans im Glück nach dem großen Erfolg von Carcassonne 2001, El Grande 1996, Manhattan 1994 (übrigens auch vom Co-Autoren des diesjährigen Spiels, Andreas Seyfarth) sowie Drunter und Drüber 1991 den fünften roten Pöppel beschert (und damit langsam aber sicher zu Ravensburger mit 6 großen Pöppeln aufrücken).

Thurn und TaxisDas Spiel hat es aber auch verdient, nicht nur für die geniale Vermarktungsstrategie mit fürstlichen Beistand durch die ebenso benannte Fürstin, deren Postkutschen erprobte Familie als Namenspatin bereitstand, sondern auch durch eine ordentliche Spielbalance (bei der ich dennoch seltsamerweise immer Baiern ausspare) und eine sehr ansprechende Aufmachung (die man von Hans im Glück allerdings, mit wenigen Ausrutschern, auch gewohnt ist).

Bei den Kinderspielen gewann jedoch nicht wie vielfach erwartet das innovative Spiel Nacht der Magier (Jens Peter Schliemann und Kirsten Becker, Drei Magier Spiele), sondern Der schwarze Pirat (Guido Hoffmann, HABA).

Thurn und Taxis kann übrigens schon seit einigen Monaten kostenlos in der Brettspielwelt online gespielt werden.