Autoren-Streik ist vorbei

Uff. Der Autoren-Streik in den USA ist vorbei, damit können von diversen Serien endlich wieder neue Folgen produziert werden. Einige werden es noch diese Saison schaffen, andere kommen frühestens im Herbst zurück. Mit im Einklang sind die ersten offiziellen Verlängerungen von einen Haufen Serien, durch den Streik haben es überraschend viele geschafft:

ABC bringt neben einen Haufen Soaps auch das wieder erstarkte „Lost“ und das etwas sehr andere „Pushing Daisies“ zurück. Lost wird diese Staffel die geplanten 13 Folgen haben allerdings mit einem Break nach Folge 7 oder 8. Die Verkürzung ist aber nur Teilweise ein Effekt des Streiks. Für diese Staffel waren lediglich 16 Episoden lange von den Show-Runnern geplant und das ist auch der vorrangige Grund, warum Staffel IV erst gerade vor zwei Wochen in den USA gestartet ist. Generell ist der neue Trend: Weniger ist mehr. In den USA hat man erkannt, das kleinere Staffeln durchaus einer Serie kreativ gut tut. Was mit den verbleibenden 3 Folgen nun passiert ist unter dessen noch fraglich.

Fox verschob „24“ unter dessen auf Januar 2009 verschoben. Hier war die Produktion erst aufgrund des Gefängnisaufenthalts von Kiefer Sutherland verschoben worden und dann mitten in den Autorenstreik gefallen. Apropos: Wie es mit „Prision Break“ weitergeht, ist noch unklar zur Zeit, ebenfalls wie es mit dem gerade erst gestarteten „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ nach seinen letzten bisher nicht ausgetrahlten Folgen weitergehen wird. Nachdrehen wird man aber noch bei der ebenfalls sehr erfolgreichen „Dr. House“-Serie, die jüngst direkt nach dem Mega-Sport-Event Superbowl ausgestrahlt wurde und damit ihren größten Quotenerfolg feierte.

Bei den zu NBC Universal gehörenden Sendern wird „Battlestar Galactica“ im April auf die TV-Schirme wie geplant mit zehn Episoden zurückkehren, die weiteren zehn Episoden der finalen Staffel werden vermutlich ab März weiter produziert, danach ist die Serie abgeschlossen. Ein geplantes Spin-Off wird es vermutlich nicht mehr geben. Allerdings sieht es etwas besser aus, da das andere Projekt von einen der beiden Showrunner, David Eick, „Bionic Woman“ mittlerweile als abgesetzt gilt. Trotz hoher Erwartungen und Stunt-Casting gelang es der Serie nicht, entsprechende Quoten einzubringen. Etwas besser sieht es immerhin bei „Chuck“ aus: die wirklich gelungene Spionage-Dramedy wird im Herbst zurückerwartet. Gleiches gilt für„Heroes“, trotz einer eher missglückten und durch den Streik gekürzten zweiten Staffel. Abgesetzt wurde erwartungsgemäß das komplett durchgefallene „Journeyman“. „Medium“ hat dank des späten Starts vor wenigen Wochen erst noch diverse Folgen offen, diese werden dann noch vermutlich mit weiteren Episoden aufgefüllt. Von „Scrubs“ gibt es noch vier unausgetrahlte und vier geplante Episoden, allerdings wird aufgrund des beschlossenen Endes der Serie damit gerechnet, dass diese auch evtl. nur noch auf DVD veröffentlicht werden könnten. Große Hoffnungen setzt man auf den Relaunch von „Knight Rider“, das mit einem Pilotfilm demnächst auf Sendung gehen wird und bei Erfolg im Herbst in Serie gehen soll.

Das halbseidene „Ghost Whisperer“ soll noch ein paar weitere Folgen erhalten diese Staffel, man geht davon aus, dass ab April neue Folgen gedreht werden können, die dann im Mai/Juni recht spät für die TV-Saison dran wären. Schneller geht „How I Met Your Mother“ wieder auf Sendung, die Sitcom soll bereits Mitte März wieder zurückkehren. Die Vampir-Detektiv-Geschichte „Moonlight“ soll ein paar neue Folgen noch diese Saison erhalten.

„Reaper“ wird von The CW noch um wenige Folgen verlängert, eine Zukunft ist aber erstmal noch ungewiss. Allerdings hat der Sender, wie gewöhnlich, kaum anderes quotenträchtiges im Programm, wenn man von den beiden letzten verbliebenen Dauerbrennern „Smallville“ sowie „Supernatural“ absieht, für die noch jeweils ein paar Folgen ausstehen und 4 bis 5 Episoden noch nachgedreht werden sollen.

Insgesamt gesehen hat es dieses Jahr sehr viel weniger Serien getroffen, als befürchtet, was ein eher ungewöhnlicher Nebeneffekt des Autorenstreiks gewesen sein wird. Wie es in der nächsten Saison weitergehen wird, ist hingegen noch größtenteils fraglich, der bisher traditionelle zyklische Zirkus in den USA, nachdem neue Serien einmal im Jahr bei den sogenannten Upfronts in New York vorgestellt werden wird mehr und mehr von den Sendern abgesagt.

Und dann droht irgendwo noch ein Streik der Schauspieler ins Haus zu stehen …