FFF 2011: „Super“

Die Story

Frank (Rainn Wilson, „Juno“) hatte nur zwei Punkte in seinen bisherigen Leben, die ihn stolz machten. Der wichtigste davon war, Sarah (Liv Tyler, „Der Herr der Ringe“) zu treffen, und heiraten. Diese Heirat scheiterte, als Sarah an den zwielichtigen Jacques (Kevin Bacon, „Bacon-Faktor-Spiel“) gerät und durch diesen in alte Alkohol- und Drogensuchtexzesse zurückfällt.

Rainn Wilson in „Super“ (Crimson Bolt)
Rainn Wilson in „Super“ (Crimson Bolt)

Frank verzweifelt. Und im Moment seiner Verzweifelung wird er von Gott inspiriert. Genauer von einem cheesigen Superhelden namens „The Holy Avenger“ (Nathan Fillion, „Doctor Horrible’s Sing-Along-Blog“) aus dem Fernsehen. Er informiert sich daher bei der Comicshop-Verkäuferin Libby (Ellen Page, „Juno“), wie denn diese Superhelden-Geschichte überhaupt so funktioniert. Und schon bald bastelt er sich ebenfalls ein cheesiges Kostüm, nennt sich „The Crimson Bolt“ und jagt Schurken. Dabei hat er keine Superkräfte. Aber das macht er mit Enthusiasmus und einer Rohrzange, mit denen er die Schädel dieser Verbrecher einschlägt, locker wett …

You don’t butt in line! You don’t sell drugs! You don’t molest little children! You don’t profit off the misery of others! The rules were set a long time ago! They don’t change!

Die Kritik

„Kick Ass“ beschäftigte sich mit der These, was denn passieren würde, wenn ein einfacher Mensch sich in unserer Realität ein Kostüm anlegt und auf Verbrecherjagd gehen würde. Die Antwort gibt aber „Super“ weit besser. Dieser Film ist kompromisslos, gnadenlos unterhaltsam und gleichzeitig fröhlich schockierend. Er braucht nicht irgendwelche tollen Gadgets, um irgendwann in eine Superheldenrealität einzutauchen. Hier sind die Figuren gleichzeitig realer aber auch allesamt hoffnungslos überzeichnet.

„Super“ ist bisher das absolute Highlight des diesjährigen Fantasy Filmfestes. Beim besten Willen: ich kann den Film nur loben, mir fällt kein einziger Kritikpunkt ein. Selbst die Vergewaltigung im Film ist großes Kino. Es ist ein fantastisches Meisterwerk. Allerdings wie so oft, wird es sicher spalten und viele werden es hassen. Dennoch und vielleicht gerade deswegen: Angucken! Uns dreien hat er aber gefallen. Dieser Film ist perfekt!

„Super“ (USA 2010)

Regie: James Gunn („Slither“)

Splatterfaktor: En masse!

Chance, den Film auch im regulären Kino zu sehen? Bisher gibt es keinen Deutschlandstart. Leider eher unwahrscheinlich, dass da noch einer kommt.

Was fürs Heimkino? Die Blu-Ray werde ich vorbestellen!

Wie ist der Soundtrack? Unwichtig.

Besser als „Kick Ass“? Ich mochte „Kick Ass“. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass dieser Film besser sein könnte. Ich habe mich geirrt.

Besser als „Defendor“? Ach, Woody Harrelson ist zwar gut, aber der Film an sich war doch eher lahm.

Rollenspiel-Inspirationsfaktor? Eher gering. Zu schnell gehen die Charaktere drauf. Vielleicht aber etwas für einen One Shot.

★★★★★

 (Ja, das sind volle Punkte. Das stimmt so!)

5 Gedanken zu „FFF 2011: „Super““

    1. Er hat einmal einen Polizisten bei einer Verfolgungsjagd geholfen, und diesem Gesagt, wo der flüchtende Dieb hin gerannt ist. Und der Polizist hat „Danke Kumpel“ zu ihm gesagt. Oh ja!

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