Spielbericht: The Dresden Files RPG Hamburg (4)

Die Story in einer kleineren Nussschale als sonst (na ja, eigentlich doch nicht)

Oscar ist seiner heimlichen Liebe Andrea, für die er die Antje-Rettungsaktion letztes mal kurzfristig abbrach, zur Seite geeilt, als diese von zwei Neonazis in einem abgewranzten Mehrparteienhaus im Harburger Hafen niedergeschlagen wurde. Er legt sich mit beiden an und wäre im Prinzip auch ohne Deniz klar gekommen, der durch die Abkürzung im Hafenbett ihm zur Unterstützung eilt. Dann passiert genau das, was Oscar eigentlich vermeiden wollte: Andrea trifft auf Deniz. Und plötzlich hat diese keine Augen mehr für Oscar, sondern nur noch für den halbtürkischen Schönling. Aus Freunden werden Konkurrenten, wobei Deniz das noch nicht einmal klar ist (er aber dennoch dies entsprechend ausspielt und der Spieler klar einen FATE-Punkt kassiert). Aber erst einmal wird diese nach Hause gebracht.

Einige Tage später bekommt Deniz Besuch – die Nixe Drea, die ihn einst noch umbringen wollte, will in ihrer verqueren Logik Denzi davon überzeugen, dass er ihr helfen solle, den Nixenkönig umzustürzen um selbst Nixenkönig zu werden (Kalif anstelle des Kalifen?) – denn offenbar ist er ein Unikum in einer Welt, in der es nur weibliche Nixen gibt. Ach ja: falls er das nicht wolle, würde sie seine Mutter und seinen Vater umbringen. Ersteres ist ihm eigentlich ziemlich egal – er kennt sie ja nicht – aber letzteres jagt ihn einem ziemlichen Schrecken ein. Einzig das Argument, dass er ja als Nixenkönig viele weitere bildschöne Nixen hätte, die ihn umgarnen scheint ihn etwas anzusprechen – wobei er es schnell übergeht mit einem „hast Du Dir mal die aktuelle Ausbeute an der TU angesehen“?

Im Gespräch mit seinem Vater („Baba“) kommt er nicht weiter (außer beim Zwiebel pulen). Baba hat offenbar gar keine Ahnung, dass sein Sohn von einer Nixe abstammt. Und das ist kein Thema, über das sie reden können.

Marcus ignoriert zwischenzeitlich, dass es seiner Lieblingshure Olga schlecht geht. Thorsten bekommt wieder einen Brief mit der Rohrpost, dessen Inhalt er den anderen nicht mitteilt.

Später hat Deniz dann den Termin beim Amt, bei dem er kurzerhand Torsten als „rechtlichen Beistand“ mitnimmt, was der Herr vom Amt dann nach einigem Widerwillen ebenso akzeptiert. Nach einigen Prüfungen (Leistungscheck von Nixen? Hallo?) wird Deniz bescheinigt, dass er nie an olympischen Spielen teilnehmen darf. Und ein Job als „freier Mitarbeiter“ beim Amt angeboten (die selbst überrascht sind, dass da zum einen eine männliche Nixe ist und zum anderen eine Nixe, die nicht alle umbringen will oder widerwillig ihre vom Amt zugesicherte Quote nicht überschreitet) – den Deniz annehmen will, wenn er damit vertraglich einen Schutz für seinen Vater bekäme. Was natürlich erst einmal von der Rechtsabteilung geprüft werden soll …

Thorsten diskutiert mit uns allen und vor allem mit Marcus, dass er einen Verdacht hätte, was Marcus Zeitreiseexistenz angehe: dieser scheint seinen chronologischen Platz mit Thorstens Vorgänger vom weißen Konzil in der Hansestadt getauscht zu haben, und dieser ist es, der ihm immer mal wieder Briefe schreibt. Er fragt Marcus aus, was dieser noch von dem Wechsel in Erinnerung habe, doch das ist nur ein Anschleichen an einen Turm in der Nähe des großen Flusses, den er mit seinem Squadron Legionäre angreifen sollte – dann fand er sich diesem grellleuchtendem Monster entgegen, dass ihn in der Fischbeker Heide fast aufgelesen hätte. Hier kommen wir auch nicht weiter – wobei Marcus nach Hause will, was Deniz nicht versteht.

Dann offenbart Thorsten, dass es auf dem Trollmarkt offenbar ein Buch gibt, dass er finden und in Sicherheit bringen muss. Ein böses Buch. Ein ziemlich böses Buch. Die anderen kommen auf dem Trollmarkt mit, dessen Eingang auf dem Hamburger Fischmarkt liegt und immer parallel zu diesem stattfindet (*). Nach einiger Suche finden wir Bücher-Dieter, der Thorsten von einem Freimaurer-Chef erzählt, der dies wohl bereits gekauft hätte. Ein relativ billiges magisches Katzenhalsband (oder recht teures nicht magisches Katzenhalsband) gekauft – und weiter geht es …

(*) Hier weichen wir von unserem eigentlichen Plan ab, den Trollmarkt immer dann stattfinden zu lassen, wenn der Fischmarkt überschwemmt ist; das passiert einfach zu selten (und würde leichte Probleme für nicht-unter-wasser-atmen-könnende Leute bereiten) – wobei ausgerechnet zum Spieltermin halb Hamburg unter Wasser steht. 😉

Und sonst?

Wir haben mitten drin abgebrochen, da die Spielleiterin kränkelte. Gute Besserung an dieser Stelle nochmal.