FFF 2012: „The Ghostmaker“ (aka „Box of Shadows“)

Eine Spaßige Idee eigentlich

Kyle ist ein Junkie, der sich eigentlich nur durch seine hübsche aber einfältige Freundin Julie und seinen am Rollstuhl gefesselten Freund Sutton über Wasser halten kann. Gelegentlich arbeitet er aber dann doch mal und kommt so beim Entrumpeln des Hauses einer alten Dame an einen seltsamen Sarg aus dem 15. Jahrhundert. In diesem befindet sich ein eigentümliches Uhrwerk, das denjenigen, der im Sarg liegt, solange es spielt zu einem Geist macht, der von niemanden gesehen wird, aber alles beobachten kann.

Aber das man mit seinem eigenen Tod nicht spielen sollte, ist doch eigentlich bekannt …

Nix halbes und nix gares

Irgendwie fühlt man sich an Flatliners (1990) erinnert, aber dieser Film trägt noch nicht einmal wesentlich zum Bacon-Faktor-Spiel bei. Wirklich neue Ideen sucht man vergeblich, Plot-Twists sind meilenweit erkennbar und eine wirkliche Entwicklung sucht man bei den Figuren vergeblich. Solche Filme hätten in den 80er-Jahren vielleicht noch unterhalten aber nicht mehr im Zeitalter komplexer Filmstoffe.

Für mich persönlich der Reinfall des diesjährigen Fantasy Filmfests. Einzig positiv bleibt zu bemerken, dass der Film mit ein Auftakt einer neuen Horror-Film-Reihe sein wird, in der die bereits in den USA bekannten Reihe „After Dark Films“ nun von Los Banditos Films GmbH und Kinostar nach Deutschland gebracht wird. Vielleicht etabliert sich das ja und dann kommen irgendwann später sogar bessere Filme …

„Ghostmaker“ auch bekannt als „Box of Shadows“, USA 2011

Regie: Mauro Borrelli

Darsteller: Aaron Dean Eisenberg (Bacon-Faktor 3), J. Walter Holland (Bacon-Faktor 3), Liz Fenning (Bacon-Faktor 3), Jared Grey (Bacon-Faktor 2)

Bei uns im Kino: ab 29. November 2012

★★☆☆☆

Ein Gedanke zu „FFF 2012: „The Ghostmaker“ (aka „Box of Shadows“)“

  1. Nach den unendlich vielen Folterstreifen und öden Wackelcam-Movies darf sich der Horrorfilmfreund auf „The Ghostmaker“ freuen, der das Genre mit einer einfachen und dennoch sehr unterhaltsamen Geschichte bereichert. Zwar erinnert die Story ein wenig arg an „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“, man kann dem Mysterie-Thriller dennoch nicht vorwerfen gut und clever von seiner Vorlage stibitzt zu haben. Trotz B-Moviestandart unterhält der Film erstaunlich souverän und sieht nicht wirklich nach Billig-Movie aus. Die knapp 90 Minuten Laufzeit sind schnell erreicht und heben „The Ghostmaker“ erheblich vom aktuellen Genre-Einerlei wohlwollend ab. Kleiner Geheimtipp!

    Fazit: 7/10 Punkte

    Eine vollständige Review ist hier zu lesen:

    http://filmchecker.wordpress.com/2012/11/27/filmreview-the-ghostmaker-2011/

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