Kurzkritik „The Numbers Station“ (FFF 2013)

Der CIA fehlt es offenbar an moderner Verschlüsselung. Vielleicht sollte sie sich mal bei der NSA informieren?

Emerson Kent (John Cusack) ist CIA-Außenagent, dem plötzlich Gewissensbisse plagen. Von seinem Chef Grey (Liam Cunnigham) wird er daher nach Großbritannien versetzt, dort soll er eine „Numbers Station“ beschützten, einen geheimen Sender, der Zahlenfolgen an Agenten ausstrahlt, aufgrund der sie ihre streng geheimen Aufträge bekommen. Natürlich eskaliert es dort, als einige feindliche Agenten die Station überfallen, um ihre eigenen Mordsziele in Zahlen auszustrahlen …

71 65 69 72 78 …

Lassen wir mal all die Logiklücken dahingestellt, bleibt ein Film, der etwa dreißig Jahre zu spät kommt. Im Zeitalter von Internet und Co. ist das Nutzen von Zahlensendern einfach grober Unfug. Aber nicht nur das – auch die Inszenierung hätte in den 80er-Jahren vermutlich mehr begeistern können als 2013. Der Film spielt nahezu nur in der Bunkeranlage, die anscheinend noch dazu aus mehreren Sets zusammengeklöppelt wurde, da sie fast nie eine einheitliche Atmosphäre aufbaut.

Dazu spielt Cusack die Rolle lustlos und die Malin Akerman versprüht einen spröden Charme, der ihre Rolle als Silk Spectre in „Watchmen“ komplett vergessbar macht. Letztlich: Der Film ist solide inszeniert. Solide. Nicht mehr.

„The Numbers Station“ (UK, US, B, 2013)

Regie: 

Darsteller:  

Rollenspielinspirationsfaktor: Das Setting wäre vielleicht cool, wenn man vor den 90er-Jahren spielt.

Score: Vorhanden.

Start in deutschen Kinos: Unwahrscheinlich.

★★☆☆☆