„Jurassic World“ wirkt irgendwie uninspiriert

Entgegen anderer überschwänglicher Meinungen auf meiner Twitter-Timeline begeistert mich der Trailer für den Neuaufguss von „Jurassic Park“, „Jurassic World“, tatsächlich nicht.

Dabei hat er wirklich viele tolle Details. Ein toter Hai am Haken wird an einen riesigen Meeresdino verfüttert. Der Park ist endlich im Betrieb und hat coole Gyroskop-Fahrzeuge, mit denen man gefahrlos durch die Saurier-Menge rollen kann. Erste Eindrücke von Michael Giacchinos Score-Hommage an John Williams markantes Thema. Und Chris Pratt, dessen Star-Meter seit diesen Sommer ja ins Unermessliche gestiegen ist.

Nur: Macht er wirklich Sinn? Immerhin haben wir in den letzten drei Filmen des Franchises bereits deutlich gelernt (Vorsicht, Spoiler folgen), dass ein Park mit lebenden Dinos keine so gute Idee ist. Sie haben die Park-Insel Isla Nublar am Ende sogar mit Napalm bombadieren und niederbrennen müssen. Die Nachbarinsel, Isla Soma, war daher der Spielort der anderen beiden (schlechteren) Filme, und auch dort waren die Erfahrungen mit den Sauriern sehr negativ und mussten durch deftige und größtenteils schwer glaubhafter Plotwedelei gestartet werden. Nun also hat man aus all dem gar nichts gelernt und hat den neuen Park sogar auf der Isla Nublar wieder etabliert? Die anderen Filme waren also für die Katz?

Alle rennen wieder vor einem fiesen Killer-Saurier weg und ein Experte ist skeptisch und wird in diesem Skeptizismus sogar bestätigt. Das ist nicht wirklich eine Neuerfindung der Story, nein, eigentlich ist es die selbe wie in dem ersten Spielberg-Film von 1993. Irgendwie erscheint mir der Trailer zu sehr in dessen Hinblick hin gedreht worden zu sein – als hätte die Marketing-Abteilung eine Checkliste erstellt, welche Tropes man aus dem Film gefälligst zu wiederholen habe, damit der Film auf jedem Fall ein Erfolg wird. Und gegen Marketingabteilungen können Regisseure mit Visionen nur selten anstinken, erst recht keine relativen Neulinge wie Colin Trevorrow.

Dennoch werde ich ihn mir sicher ansehen. Die „Jurassic World“ soll am 11. Juni 2015 in den deutschen Kinosälen zu betreten sein. Und, wenn ich das richtig verstanden habe, sogar in klassischem 2D.

2 Gedanken zu „„Jurassic World“ wirkt irgendwie uninspiriert“

  1. Nach dem Trailer erwarte ich gar nix mehr von dem Film. Das wirkt auf mich einfach wie ein Abklatsch von Teil 1, nur mit mehr Leuten, die man draufgehen lassen kann, weil der Park ja jetzt eben eröffnet ist. Und dann diese Geschichte, über einen selbstgeschaffenen Dino-Hybriden. Das wird sicher richtig scheiße. Vor allem sah mir das aber alles einfach zu gefaket aus. Nur noch CGI an allen Ecken und Enden. Hier hab ich mich auch mal gründlich darüber ausgelassen, warum mir dieser CGI-Overkill auf die Nerven geht: https://filmschrott.wordpress.com/2014/12/07/5-grunde-warum-cgi-nervt/

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