Kritik: „Earth: Final Conflict“ Staffel 2 – The Show must go on!

Das dramatische Finale der ersten Staffel ist noch nicht ganz überwunden, so wird nicht nur der Zuschauer, sondern auch die Widerstandsbewegung stark erschüttert: Das Kind von der irischen Companionbeschützerin Becket und dem außerirdischen Kimera Ha’gel entwickelt sich binnen weniger Stunden vom Aussehen und Wissenstand her in einem reifen Erwachsenen (Robert Leeshock), der seinen eigenen Namen als Liam Kincaid festlegt, und die bisherige Hauptfigur des Widerstands, William Boone, wird als tot deklariert und schnell beigesetzt. Aber auch bei den Taelons entsteht ein Machtvakuum, da der Synodenführer von einem außerirdischen Sondenreplikanten ermordet wird, Liam gelingt es, Da’an zu retten und Zo’or wird neuer Leiter der Synode.

Liam Kincaid (Robert Leeshock) freundet sich mit Da'an (Leni Parker) an. (Foto: Pandastorm Pictures)
Liam Kincaid (Robert Leeshock) freundet sich mit Da’an (Leni Parker) an. (Foto: Pandastorm Pictures)

Liam schließt sich dem Widerstand an, wird aber mit Doors nicht richtig warm. Dieser entschließt sich unterdessen, seine Rolle vom Widerstand in die Politik zu legen, strebt das Amt des Präsidenten an und erlangt einen Straferlass für die Rebellen. Damit sind aber nicht alle im Widerstand einverstanden, weswegen sich ein Teil unter der Führung Liams abspaltet. Kein so schlechter Einfall, als schließlich Zo’or Doors und den Widerstand in eine Falle laufen lässt und ihnen ein Attentatsversuch auf den aktuellen Präsidenten Thompson unterschiebt. Thompson überlebt und ruft das Kriegsrecht aus, die Widerstandsmitglieder werden ausgemacht und alle auf das Taelon-Mutterschiff verbracht. Die letzte Hoffnung der Erde scheint dahin zu schwinden …

Einfach mal ein Austausch des Hauptdarstellers

Ich hatte es ja schon bei der Rezension der ersten Staffel angesprochen: die Showrunner von „Earth: Final Conflict“ (ursprünglich hierzulande als „Mission Erde“ gelaufen) hatten kein wirklich gutes Händchen mit ihrer Besetzung und mussten mit Beginn der zweiten Staffel ausgerechnet die zentrale Identifikationsfigur austauschen. Allerdings durchaus mit Erfolg, Robert Leeshock ist charismatischer als Kevin Kilner und die Autoren schaffen es mit allerlei Tricks ihn nahezu nahtlos in die zentrale Position der Serie zu werfen, ohne dass dabei die Geschichte allzu sehr leiden muss.

Der manipulierte Augur (Richard Chevolleau, Foto: Pandastorm Pictures)
Der manipulierte Augur (Richard Chevolleau, Foto: Pandastorm Pictures)

Die zweite Staffel zieht sich dennoch zwischenzeitlich etwas, vermag aber weiterhin mit typischen Scifi-Show-Tropes wie Paralleluniversen, Gehirnwäschen, Jungbrunnen und außerirdischen Drogen durchaus zu unterhalten und ist nach wie vor immer noch gut gealtert. Die DVD-Box erscheint leider ohne jede Extras und bietet neben den deutschen nur den englischen Original-Ton sowie englische Untertitel. Dafür macht die DVD-Box einiges her, hat ein Booklet mit ein paar weiteren Informationen und sehr schön gestaltete Paarungen von DVDs, die gemeinsam übereinander Motive bilden. Die erste Auflage der zweiten Staffel erscheint dann auch im limitierten Digipack.

Die Aufmachung mit der paarweisen DVD-Foto-Gestaltung weiß zu überzeugen (Pandastorm Pictures)
Die Aufmachung mit der paarweisen DVD-Foto-Gestaltung weiß zu überzeugen (Pandastorm Pictures)

Mittlerweile hat Pandastorm Pictures bekanntgegeben, dass sie auch die weiteren drei Staffeln als DVD-Boxen veröffentlichen wollen, am 27.11.2015 (Staffel 3), 01.03.2016 (Staffel 4) und 01.06.2016 (Staffel 5). Was angenehm überrascht, denn die fünfte Staffel wurde nach der Absetzung der Serie durch Vox nie synchronisiert. Dies wird Pandastorm auch nicht leisten, was verständlich ist, da viele der Sprecher nicht mehr verfügbar wären und dies eine DVD-Veröffentlichung sehr verteuern würde. Stattdessen wird die fünfte Staffel im englischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln erscheinen.

★★★★

Die zweite Staffel von „Earth: Final Conflict“ erscheint bei Pandastorm Pictures am 18. September 2015 auf DVD. Offenlegung: Ich habe die DVD-Box freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

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