Ein Retro-SciFi-Zeitreise-Thriller – Kritik: „Synchonicity“

Jim Beale (Chad McKnight, „The Signal“) ist brillanter Physiker und steht kurz davor, einen Ausgang in ein Wurmloch zu öffnen. Theoretisch muss er einige Tage später erneut das extrem teure Experiment nachholen, um so den Eingang zu schaffen. Vermutlich wird er das aber geschafft haben oder schaffen werden, denn er findet eine seltene Dahlie wieder, die offenbar er oder jemand anders in die Vergangenheit, also seine Gegenwart, geschickt hat.

Chuck ist etwas verwirrt von den Absichten von Jim (AJ Bowen und Chad McKnight, Foto: Pandastorm Pictures)
Chuck ist etwas verwirrt von den Absichten von Jim (AJ Bowen und Chad McKnight, Foto: Pandastorm Pictures)

Um das Ganze zu finanzieren ist aber die Unterstützung des reichen Geldgebers Klaus Meisner (Michael Ironside, „Starship Troopers“) notwendig, der eine Mätresse namens Abby (Brianne Davis, „Jarhead“) hat, in ausgerechnet die sich Jim spontan verschossen hat – und die auch das Pendant der Dahlie besitzt. Dazu kommen aber auch noch seltsame Kopfschmerzattacken und ein etwas eigentümliches Verhalten von Jims beiden Forschungskollegen Chuck und Matty ihm gegenüber. Langsam gärt in Jim der Verdacht, dass die blonde Schönheit Abby vielleicht doch nur eine Femme Fatale war, welche ihm seine Erfindung für Meisner abspenstig machen sollte. Jim beschließt, selbst in die Vergangenheit zu reisen …

Zeitreisefilme garantieren gerne einiges an Hirnakrobatik und dieser Indie-Film ist da keine Ausnahme. Den Autoren ist eine in sich einigermaßen logische Zeitreiseschleife gelungen, die sich lange genug an den gängigen Tropes langhangelt, um dann doch noch den einen oder anderen überraschenden Haken am Ende zu schlagen. Daneben bedient er sich einer retro-futuristischen Szenerie die zusammen mit dem 80er-Synthesizer-Score angenehm an „Blade Runner“ erinnert.

Nur der Investor Klaus Meisner ermöglicht den Zugriff auf das nötige Material (Michael Ironside, Foto: Pandastorm Pictures)
Nur der Investor Klaus Meisner ermöglicht den Zugriff auf das nötige Material (Michael Ironside, Foto: Pandastorm Pictures)

Eine kleine Science-Fiction-Perle, die in ihren Dialogen manchmal etwas übertreibt, aber sich insgesamt überraschend gut zu schlagen weiß und wieder einmal zeigt, dass gute Science-Fiction kein Actionfeuerwerk benötigt.

synchronicity_bd_artwork_2d„Synchronicity“ („Synchronicity“, USA 2015)
 
Regie: Jacob Gentry
 
Drehbuch: Jacob Gentry und Alex Orr
 
Darsteller: Chad McKnight, Brianne Davis, AJ Bowen, Scott Poythress, Michael Ironside
 
Extras: Vom Trailer abgesehen keine.
 
Rollenspiel-Inspirationsfaktor: Zeitreisen sind in Rollenspielrunden nur sehr schwer umsetzbar. Aber hier könnte man durchaus sich dafür eine Idee abkupfern.
 
Score: Ebenfalls sehr retro. Angenehm

★★★★

 „Synchronicity“ erschien am 06.05.2016 bei Pandastorm Pictures auf DVD, Blu-ray und als VOD. Offenlegung: Ich habe die Blu-ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

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