Die Mission Erde geht weiter: „Earth: Final Conflict“ Staffel 3

Die Staffel mit den Antworten

Renee Palmer (Jayne Heitmeyer) ist die sexy neue Unterstützung im Team (Foto: Pandastorm Pictures)
Renee Palmer (Jayne Heitmeyer) ist die sexy neue Unterstützung im Team (Foto: Pandastorm Pictures)

„Earth: Final Conflict“ hatte bei ihren fünf Staffeln immer auch produktionsinterne Konflikte auszufechten, die manch überraschende Charakterwechsel bedingten. Nachdem für Staffel 2 gar der Hauptprotagonist ausgewechselt wurde, gibt es auch in Staffel 3 einen Wechsel: Lisa Howard, die Darstellerin von Lili Marquette, wurde schwanger und musste daher erstmal ausgebaut werden. Eine neue weibliche Figur musste her und Showrunner Howard Chaykin nutzte die Gelegenheit mit Renee Palmer (Jayne Heitmeyer) eine ambivalentere Figur einzuführen, die zusammen mit Liam und der zur Hauptfigur beförderten Augur künftig das nicht immer am selben Strang ziehende Haupt-Trio der Serie bilden sollten.

Staffel 3 fokussiert sich dann auch mehr auf noch mehr Action. Der Plan der Taelons wird immer offensichtlicher und es wird klar, dass sie genauso gerissen wie rücksichtslos sind, um ihre Agenda voranzutreiben. Sie stehen in einem interstellaren Krieg gegen die Jaridians, die gegenüber den vergeistigten Taelons quasi die körper- und gewaltbetonte Antithese darstellen. Während in den ersten beiden Staffeln die Mythologie nur sehr langsam eingeführt wurde und vor allen Fragen aufgeworfen worden, ist die dritte Staffel nun endlich die der Antworten. Gleichzeitig konzentriert sich die Serie aber jetzt auch weit mehr auf Einzelfolgen, die auch außerhalb der Mythologie verständlich bleiben.

Lily bei den Jaridians (Foto: Pandastorm Pictures)
Lily bei den Jaridians (Foto: Pandastorm Pictures)

Der Metaplot tritt so zwangsläufig etwas zurück und fokussiert sich größtenteils auf Lily Marquett, die nach dem Anschlag auf das Leben von Präsident Thompson diskreditiert wird. Ausgerechnet Sandoval ist es, der sie nach ihrem fingierten Tod, scheinbar rettet – in Wirklichkeit aber verändert er nicht nur ihre DNA, sondern schickt sie auch zu den Jaridians, um denen endlich die Technologie des überlichtschnellen Raumflug zu geben und einen vielleicht entscheidenden Vorteil gegen deren Kampf gegen die Taelons zu verschaffen.

Besuch aus einer anderen Roddenberry-Serie: Marina Sirtis („Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“) taucht als toughe Ordensschwester auf (Foto: Pandastorm Pictures)
Besuch aus einer anderen Roddenberry-Serie: Marina Sirtis („Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“) taucht als toughe Ordensschwester auf (Foto: Pandastorm Pictures)

Liam und Augur müssen sich unterdessen mit Renee verbünden, der neuen CEO von Doors International, während Johnathan Doors selbst immer mehr in den Hintergrund treten muss. Dabei darf der Charakter von Renee auch ein wenig zwielichtig sein und eigene, vor allen monetäre Ziele verfolgen und gibt damit dem ansonsten so selbstlosen Widerstandskämpfern eine neue Facette mit und bilden so tatsächlich eine spannendere Dynamik.

Auch für die dritte Staffel setzt Pandastorm Pictures die hübschen Doppel-CD-Artworks fort.
Auch für die dritte Staffel setzt Pandastorm Pictures die hübschen Doppel-CD-Artworks fort.

Wie auch schon bei den ersten beiden Staffeln gibt es auf den DVD leider keinerlei Extras. Dafür legt Pandastorm aber abermals ein liebevoll aufbereitetes Booklet bei, dass neben einigen Informationen zur dritten Staffel vor allen kurze Zusammenfassungen aller Episoden enthält und diesmal Charakterbeschreibungen von Da’an und Renee Palmer.

★★★★

Die dritte Staffel von „Earth: Final Conflict“ erscheint bei Pandastorm Pictures am 29. Januar 2016 auf DVD. Offenlegung: Ich habe die DVD-Box freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.