Upgrade auf Level 6 wird installiert … – Serienkritik: „Killjoys“ Staffel 2

D’avin wurde von Dutchs Killjoys-Mentor Khlyen auf den eigentlich unbewohnten Mond Arkyn entführt, um dort durch das Red-17-Programm verändert zu werden. Während sein Bruder Johnny und Dutch verzweifelt versuchen, dort zu landen um ihn herauszuholen, reagiert D’avin selbst sehr unerwartet auf den grünen Schleim und versucht zu fliehen. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe …

Die Crew bekommt zeitweise Zuwachs: Pree (Thom Allison), Pawter (Sarah Power), John (Aaron Ashmore), Dutch (Hannah John-Kamen), D'Avin (Luke Macfarlane) und Alvis (Morgan Kelly) (Foto: Steve Wilkie/Syfy/Killjoys II Productions Limited/Pandastorm Pictures)
Die Crew bekommt zeitweise Zuwachs: Pree (Thom Allison), Pawter (Sarah Power), John (Aaron Ashmore), Dutch (Hannah John-Kamen), D’Avin (Luke Macfarlane) und Alvis (Morgan Kelly) (Foto: Steve Wilkie/Syfy/Killjoys II Productions Limited/Pandastorm Pictures)

Der Cliffhanger der ersten Staffel ist zügig abgearbeitet, setzt aber zugleich den Meta-Handlungsbogen in Gang: Was wollen die anderen Level-6-Veränderten? Was ist das Ziel von Red 17? Und was hat D’avins Begabung damit zu tun?

Auch danach bleibt die Serie im actionreichen Tempo und nimmt schrittweise immer mehr Abstand von der eigentlichen Prämisse der intergalaktischen Kopfgeldjägern: Aufträge sind zunehmend mehr privatem Ursprungs, es geht um Freunde und Familie – und vor allen um die drei Helden selbst. Dieser Fokuswandel tut der Serie ausgesprochen gut*, die zweite Staffel ist tatsächlich facettenreicher als die erste Staffel. Dutch und D’avin kreisen zwar weiterhin um einander wie Motten ums Licht, voneinander zwar angezogen aber immer in Angst, sich aneinander zu verbrennen – dürfen aber selbst jeweils eigene andere Eskapaden erleben. Und auch Johnny darf eine Beziehung zu Pawter, einer Tochter aus priviligiertem Hause, aufbauen.

* Im Gegensatz zu dem neuen Vorspann, dessen comichafte stilistische Adaption sich zwar prinzipiell etwas verbessert hat, aber dessen Titelmusik man aus unerfindlichen Gründen ausgewechselt hat.

Da kann es noch so schlechtes Wetter auf dem Mond geben – für Windschutzscheiben war kein Geld mehr (Foto: Steve Wilkie/Syfy/Killjoys II Productions Limited/Pandastorm Pictures)
Da kann es noch so schlechtes Wetter auf dem Mond geben – für Windschutzscheiben war kein Geld mehr (Foto: Steve Wilkie/Syfy/Killjoys II Productions Limited/Pandastorm Pictures)

„Killjoys“ bleibt gemeinsam mit „Dark Matter“ dennoch eine SF-Serie alter Schule. Viele der behandelten Tropes sind gut abgehangen (geheimes Supersoldaten-Programm, Telepathische Verbindungen, …) und aus dutzenden Star-Trek- und Stargate-Episoden gut bekannt. Dass sie dennoch so unterhaltsam umgesetzt werden spricht für „Killjoys“ und dem Autorenteam dahinter. Sicher, manchmal wünscht man sich etwas mehr Tiefgang, doch solange kann man weiterhin die einzelnen Folgen gut weggucken. Und auch das Trinkspiel aus der ersten Staffel funktioniert noch …

Eine 3. Staffel ist gesetzt und wird im Sommer 2017 in den USA laufen. Pandastorm hat diese bereits als Veröffentlichung angeteasert.

killjoys_s2_bd_artwork_2d_ohnefsk„Killjoys – Space Bounty Hunters: Staffel 2“ („Killjoys“, CDN/US 2016)

Extras: Leider wieder gar keine.

Rollenspiel-Inspirationsfaktor: Immer noch hoch, ein wildes Space-Opera-Setting mit viel Geballer und wenigen Konsequenzen bringt sicher Laune.

★★★★

„Killjoys: Staffel 2“ erscheint am 11.11.2016 bei Pandastorm Pictures auf Bluray und DVD. Offenlegung: Ich habe die Blu-ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

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