Oscar-Tipp 2016

2015 hatte ich 18 von 24 Kategorien richtig getippt, 2014 sogar 19. Keine Ahnung, ob ich das wieder erreiche, aber hier sind meine Tipps für das aktuelle Jahr:

  • Bester Film: „The Big Short“ – eher unsicher bei dem Tipp, es könnte auch problemlos „Spotlight“ werden. Ich glaube eher nicht, dass „The Revenant“ wird, da hier eine Nominierung für das Beste Original-Drehbuch fehlt.
  • Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio („The Revenant – Der Rückkehrer“) – es wird langsam Zeit, dass Leo gewinnt und die anderen Nominierten dieses Jahr verblassen entweder oder sind bereits geehrt worden.
  • Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson („Raum“) – Habe ich noch nicht gesehen, ist wohl aber klare Favoritin. Gönnen würde ich ihn aber auch Charlotte Rampling.
  • Bester Nebendarsteller: Sylvester Stallone („Creed – Rocky‘s Legacy“) – Ich denke, hier wird die Nostalgie siegen und die Academy wird damit auch ein wenig retroaktiv die Leistung Stallones in Rocky honorieren, welche sie ja beim ersten Film ignorierten.
  • Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander („The Danish Girl“) – Eigentlich hätte sie ihn für „Ex Machina“ verdient, ich stelle mir einfach mal vor, dass sie dafür nominiert ist.
  • Bester animierter Film: „Alles steht Kopf“ – Keine Frage, der vorletzte Pixar-Film ist einfach bezaubernd, großartig und zurecht auch fürs beste Original-Drehbuch nominiert. Alles andere hier wäre eine riesige Überraschung.
  • Beste Regie: Alejandro González Iñárritu („The Revenant – Der Rückkehrer“) – Denke nicht, dass die Academy ihm hier den Oscar verwehrt, auch wenn es nur ein Jahr seit seinem letzten her ist …
  • Beste Kamera: Emmanuel Lubezki („The Revenant – Der Rückkehrer“) – Hier kann der Kameramann von „Birdman“ (Beste Kamera 2015) und „Gravity“ (Beste Kamera 2014) sogar ein Triple machen. Und das gönne ich ihm.
  • Bestes Drehbuch (adaptiert): Adam McKay und Charles Randolph („The Big Short“) – Einfach grandios, wie sie aus einem abstrakten Sachbuch einen solch skurill-informativen Film hergeleitet haben.
  • Bestes Drehbuch (Original): Thomas McCarthy und Josh Singer („Spotlight“) – Ich gönne ihn ja eigentlich mehr Alex Garland für „Ex Machina“, aber wir reden hier über die Academy und dort sind die großen Dramen halt mehr im Rennen.
  • Bester fremdsprachiger Film: „Son of Saul“ (Ungarn) – der große Favorit.
  • Bestes Produktionsdesign: „Mad Max: Fury Road“ – In den technischen und Ausstattungskategorien traue ich George Millers Film am meisten zu. Er wird damit auch die meisten Oscars dieses Jahr gewinnen, aber halt nicht in den großen Kategorien.
  • Beste Kostümgestaltung: „Mad Max: Fury Road“ – s. o.
  • Beste Dokumentation (Feature): „Amy“ – sagt den meisten wohl noch etwas, im Gegensatz zu den anderen Dokus dieses Jahr.
  • Beste Dokumentation (Kurz): „Body Team 12“ – Keine Ahnung, kenne keinen der Filme.
  • Bester Schnitt: „Mad Max: Fury Road“ – s. o.
  • Bestes Make-Up und Frisur:  „Mad Max: Fury Road“ – s. o.
  • Beste Musik (Score): Ennio Morricone („The Hateful 8“) – Ein Großmeister im Duell mit einem anderen Großmeister (John Williams).
  • Beste Musik (Lied): „Til It Happens To You“ („The Hunting Ground“ – Diane Warren und Lady Gaga) – Schwacher Jahrgang dieses Jahr, und der einzige andere Promi neben Lady Gaga im Feld (Sam Smith) ist mit „Writings on the Wall“ auch alles andere als gut aufgestellt.
  • Bester Kurzfilm (animiert): „Sanjay‘s Super Team“ – Pixars nominierter Kurzfilm war das einzig Herausragende an der Vorführung von „Arlo & Spot“.
  • Bester Kurzfilm (Live-Action): „Ave Maria“ – Keine Ahnung, kenne keinen der Filme.
  • Bester Tonschnitt:  „Mad Max: Fury Road“ – s. o.
  • Beste Tonmischung: „Mad Max: Fury Road“ – s. o.
  • Beste visuelle Effekte:  „Mad Max: Fury Road“ – s. o.

Ich hoffe dann mal auf eine unterhaltsamere Show dieses Jahr. Chris Rock hatte zuletzt 2005 durch die Sendung geführt und ist mir in dieser Hinsicht überhaupt nicht mehr in Erinnerung. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, die obligatorische Show-Promo ist jedenfalls extrem lahm:

Letztes Jahr war ich jedenfalls bitter enttäuscht von Neil Patrick Harris, dem ich sehr viel mehr zugetraut hatte. Eigentlich hätte ich ja am liebsten Ellen Degeneres wieder, vielleicht macht sie es ja zur Promo von „Findet Dory“ nächstes Jahr …

(Beitragsbild:  CC-BY 2.0 Prayitno/Flickr)