Oscar-Tipp 2017

2016 hatte ich 17× richtig getippt und damit meinen Abwärtstrend von 2015 (18×) und 2014 (19×) leider fortgesetzt. Hier meine Tipps für dieses Jahr:

  • Bester Film: „La La Land“. Alles andere würde mich wirklich überraschen, auch wenn ich es „Arrival“ oder „Moonlight“ richtig gönnen würde. Aber ein Musical über die Traumfabrik Hollywood ist einfach schon vom Konzept her sehr stark, dass es auch noch ein gutes Musical mit Ohrwurmgarantie ist, hilft dem Film halt auch.
  • Bester Hauptdarsteller: Casey Affleck („Manchester by the Sea“). Was habe ich bei diesem Film mitgelitten mit Afflecks Charakter, dessen Geschichte sich so langsam aber gewaltsam entfaltet.
  • Beste Hauptdarstellerin: Emma Stone („La La Land“). Stone hat, im Gegensatz zu den Hauptdarstellern, weit weniger hochkarätige Konkurrenz im Feld. Streep hat mittlerweile genug Oscar-Rekorde, und sowohl Portman als auch Huppert und Negga haben zu wenig Momentum aufnehmen können bisher bei den anderen Preisen.
  • Bester Nebendarsteller: Mahershala Ali („Moonlight“). Die Academy hat dieses Jahr sicherlich etwas gut zu machen für die „Weißen Oscars“ der letzten Jahren und daher ist eine Wette auf die beiden schwarzen Nebendarsteller eine recht sichere Bank. Zumal Ali auch wirklich eine gute, wenn auch wirklich kleine Rolle in „Moonlight“ hatte und ich es auch Shannon gönnen würde. Was Dev Patel („Lion“) hier als Nebendarsteller zu suchen hat für einen Film, bei dem er klar der Hauptdarsteller ist, weiß aber nur die Academy.
  • Beste Nebendarstellerin: Viola Davis („Fences“). Siehe oben. Wobei Naomie Harris auch die Kategorie locker füllen könnte.
  • Bester animierter Film: „Zoomania“. Pixar setzt diesmal aus, während die Mutter Disney gleich zwei Filme ins Rennen schicken darf. Davon dürfte „Zootopiamania“ die Nase etwas weiter voraus haben, auch gegen die restliche Konkurrenz.
  • Beste Regie: Damien Chazelle („La La Land“). Wenn „La La Land“ irgendwo klar gewinnen wird, dann hier. Wobei ich Denis Villeneuve ihn mehr gönnen würde.
  • Beste Kamera: „La La Land“. Allein die Inszenierung der Anfangsszene auf der Brücke war große Kamerakunst.
  • Bestes adaptiertes Drehuch: „Moonlight“. Auch hier würde ich es „Arrival“ gönnen, zumal eine ordentliche aber nicht herausragende Kurzgeschichte auf wirklich großartiges Niveau gebracht wurde, aber „Moonlight“ rechne ich die besseren Chancen hier zu, die Story ist dazu einfach zu schön.
  • Bestes Originaldrehbuch: „Manchester by the Sea“. Hier setze ich auch mal gegen „La La Land“, denn ehrlicherweise ist dessen Story doch etwas flach im Gegensatz zu der Geschichte im Vorort von Boston …
  • Bester fremdsprachiger Film: „Toni Erdmann“. Ich habe auch „Ein Mann namens Ove“ und „Unter dem Sand“ gesehen, waren beides gute Filme, aber „Toni Erdmann“ war einfach brillant, weil er so vollkommen eigen ist. Dass es noch dazu ein deutscher Film ist, freut natürlich ein patriotisches Herz.
  • Bestes Produktionsdesign: „La La Land“. Hier werden die Hollywood-Kulissen selbst als solche zelebriert, wäre also quasi ein Meta-Gewinner.
  • Beste Kostümgestaltung: „Jackie“. Tendenziell gewinnen hier historische Filme in der Regel, weswegen ich hier mal etwas gegen den Strom setze.
  • Beste Dokumentation (Feature): „O. J.: Made in America“. Zählen sieben Stunden noch als Film? Die Academy hat es durchgelassen, daher muss Interesse schon da sein, oder?
  • Beste Dokumentation (Kurz): „Die Weißhelme“. Zwei Filme über Aleppo, aber ich denke, dass die Jury sich hier für den US-Film entscheiden werden. Könnte aber auch alles andere werden.
  • Bester Schnitt: „La La Land“.
  • Bestes Makeup und Frisur: „Star Trek Beyond“. Eine seltsame Kategorie dieses Jahr. Da „Ein Mann namens Ove“ nicht wirklich so stark dem US-Publikum bekannt sein dürfte und „Suicide Squad“ einfach viel zu grottig insgesamt war, bleibt hier tatsächlich nur „Star Trek Beyond“ über, bei dem – na ja – es seltsame Aliens mit viel Maske gab?
  • Beste Musik (Score): „La La Land“ (Justin Hurwitz). Absolute Ohrwurm-Qualität.
  • Beste Musik (Original-Lied): „La La Land“ – „City of Stars“. Pfeife ich heute noch bisweilen aus heiteren Himmel.
  • Bester Kurzfilm (animiert): „Piper“. Hier hat Pixar noch ein kleines, süßes Ass im Ärmel.
  • Bester Kurzfilm (live action): „Ennemis intérieurs“. Keine Ahnung, hier mal wieder blind getippt.
  • Bester Tonschnitt: „Hacksaw Ridge“. Kriegsfilme dominieren das Feld hier traditionell.
  • Beste Tonmischung: „La La Land“. Einfach darum.
  • Beste visuelle Effekte: „The Jungle Book“. Ein gewisser Nostalgie-Bonus.  Probier’s mal mit Gemütlichkeit …

Chris Rock hat mich letztes Jahr nicht so wirklich vom Hocker gerissen. Dieses Jahr darf es leider wieder nicht Ellen Degeneres, sondern der „Tonight Show“-Host Jimmy Kimmel richten, dessen Humor ich ja nur so mäßig finde:

(Beitragsbild:  CC-BY 2.0 Prayitno/Flickr)

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