Since I found Serenity…

Jupp, frisch aus dem Kinosaal mit einem der vielen exklusiven Previews von „Serenity“ zurück. Und ja, der Film ist einfach genial.

Ok, ich oute mich ja nicht zum ersten Mal als absoluten Fan dieser leider viel zu kurzlebigen Serie namens „Firefly“ von Joss Whedon, die nach so wenigen und durcheinander ausgestrahlten Folgen vom US-Sender Fox in die Versenkung verschwunden ist. Aber nun hatte sich Universal dazu aufgerafft, und dieser Serie ein Kino-Sequel gegönnt.

Was aber hebt diese Serie von den vielen anderen SciFi-Serien ab? Nun, es sind die Charaktere, die alle aus unterschiedlichen Gründen, mit unterschiedlichen Motivationen und Hoffnungen und ganz eigenen Weltanschauungen auf diesem klapprigen, aber wunderbaren Schiff namens Serenity zusammengeworfen sind. Und im Film treffen wir auch das gesamte Original-Ensemble wieder und trotz der langen Pause fühlt man sich sofort wieder zuhause in den engen Räumen dieses liebgewonnen Schiffes. Zwischen dem abrupten Serienende und dem Film sind allerdings ein paar Monate vergangen und einige Sachen haben sich doch verändert, darunter auch einige der Beziehungen.

Der Film lebt wie die Serie auch von seinen Charakteren und das hat im Science Fiction Genre leider immer noch Seltenheitswert. Dennoch gibt es auch alle anderen Aspekte, die SciFi-Fans lieben: Knallharte Action, Specialeffekte bis zum Abwinken, einige interessante Was-wäre-wenn-Gedankenspiele und sogar eine heftige Raumschlacht und das, wobei die Serenity doch eigentlich komplett unbewaffnet ist. All das garniert mit coolen und witzigen Sprüchen.

Und: Auch derjenige, der bisher nicht die als ständigen Geheimtipp gehandelten Folgen der Serie genießen konnte (jetzt übrigens auch auf DVD hier in Deutschland erschienen), wird sich schnell in das Universum hereindenken können, alle wichtigen Beziehungen und Aspekte werden im Laufe des Filmes geschickt erklärt, ohne dass es den Fan langweilen würde. Der schwelgt wie ich eher in Erinnerungen an diese grandiose Serie und hasst Fox um so mehr…

„You can’t stop the signal…“

(„Serenity“ startet offiziell am 24.11. in den bundesdeutschen Kinos)

Der eintägige Boykott…

Der Buena Vista Verleih und die Kinoketten CineStar, CinemaxX und UCI Kinowelt haben sich heute geeinigt. Der kinoreife Streit ging um die beiden Filme „Herbie Reloaded“ und „Sin City“. Beide wollte der US-Verleiher bereits noch im Vorweihnachtsgeschäft auf den DVD-Markt werfen, die Kino-Betreiber ihrerseits fürchteten aber um ihre Einnahmen und wollten in dieser Sache ein Exempel statuieren.

Resultat: Viele Kinogänger wunderten sich, dass die eigentlich gestarteten Filme gar nicht zu sehen waren. Gerade in Städten wie Hamburg musste man schon länger suchen, bis man ein Kino gefunden hatte, dass die Filme überhaupt zeigte, trotz den 8 Multiplex-Kinos der Stadt. Lediglich der Ufa-Palast und das Grindel (sowie die kleinen Kinos Studio, Hansa und das Blankeneser Kino) zeigten die Filme. Erst heute wurden die Filme wieder offiziell in das Programm aufgenommen (jedenfalls bei CineStar und CinemaxX, UCI Kinowelt hat bisher ihre Website noch nicht aktualisiert).

Doch was bringt das Ganze für den Endkunden (also den Kinogänger)? Erstmal: Chaos in den Kinosälen. Einige Vorstellungen waren nicht vorher reservierbar, einige Planungen werden nun durcheinandergewirbelt, manche Vorstellungen fallen gar aus (bspw. die „Madagaskar“-Vorstellung heute um 20:00 Uhr im CinemaxX Hamburg-Dammtor). Und: Ehrlich gesagt hätte man gar nicht mitbekommen, dass die genannten Filme so kurz nach der Kinovorstellung schon auf DVD veröffentlich worden wären. Richtige Kino-Fans werden ohnehin gute Filme auf der großen Leinwand genießen wollen. Da könnte man auch die Filme gleich parallel auf DVD herausgeben – das würde sie nicht wirklich stören.

Der wahre Grund, warum die Kinobetreiber so heftig bezüglich ihrer ausbleibenden Einnahmen reagieren, ist eigentlich ein anderer: Sie leben in einen heftigen Konkurrenzkampf in Deutschland. Allein in Hamburg gibt es 98 Leinwände (Quelle: Verband der Filmverleiher e.V.), da sind die umgebenden Orte noch nicht eingerechnet. Berlin hat gar 280 Leinwände und in anderen Großstädten Deutschland sieht es nicht anders aus. Die Kinos sind längst nicht mehr ausgelastet, und das spüren die Kinobetreiber. Daran Schuld sind aber mit nichten wegbleibende Kinogänger, deren Zahl ist seit Jahren erstaunlich konstant, sogar eher steigend, diese verteilen sich nur auf immer mehr Wettbewerber. Und entsprechend kleiner fallen die Kuchenstücke für die einzelnen aus.

Und wie vergeltet man es dem Kinogänger? Ganz einfach, man macht es immer unattraktiver für ihn, ins Kino zu gehen. Seien es die teilweise unverschämten Preise für Popcorn und Getränke, die mangelnde Reinigung (im Harburger CinemaxX beispielsweise wird offenbar nur alle Jubeljahre mal ein Teppichreiniger eingesetzt, jedenfalls klebt es in kaum einen anderen Kino so stark auf dem Boden) oder die immer stärker werdende Diffamierung der Besucher als potenzielle Verbrecher im Vorfeld der Filme.

Wenn man Medienanalysen sich anguckt, sind die eigentlichen Verlierer immer mehr die Bücher (-2% Umsatz 2003 vs. 2004). Doch dort ist man wesentlich kundenfreundlicher: Weder klebe ich bei jedem Schritt am Boden der Buchhandlung fest, noch werde ich beim anfänglichen Lesen eines Buches energisch darauf hingewiesen, dass ich es auf keinem Fall auf einen Fotokopierer legen soll…

Fantastische Klassiker verfilmt

Dem Erfolg von der Herr der Ringe Triologie im Kino ist es wohl zu verdanken, dass Hollywood & Co. nun den Trend ausgemacht haben, und sich nun die Evergreens der fantastischen Literatur verfilmt. Zwar werden sie wohl kaum die Qualität des Vorreiters erreichen, aber einige Juwelen darunter wird es bestimmt geben.
Zunächst wird der Klassiker der SciFi-Parodien zur Zeit vom Walt Disney Konzern verfilmt (aufgepasst, Disney ist momentan ein besonderer Major Player in dieesm Bereich): Douglas Adams‘ Per Anhalter ins All. Bisher gab es nur einen Teaser-Trailer und ein paar Produktionsfotos – aber immerhin.
Mit einer Verfilmung von Die Dreibeinigen Monster von John Christopher steht ein weiterer Klassiker auf der Schwelle. Zwar gibt es schon eine hervorragende BBC-Miniserie The Tripods (deutsch Die Dreibeinigen Herrscher) dazu, die jedoch im Deutschen Fernsehen mittlerweile fast 20 Jahre nicht mehr ausgestrahlt worden ist. Die düstere Zukunftsvision von Christopher zeigt eine Welt, die von Außerirdischen versklavt worden ist und in eine Art Mittelalter zurückgeworfen wurde – damit die Menschen nicht aufbegehren werden sie regelmäßig an der Schwelle zum Erwachsenwerden mit einem chirurgischen Eingriff am Gehirn unter Gedanken-Kontrolle gebracht. Eine Gruppe von Teenagern versucht dagegen zu rebellieren. Zwar hatte Disney bereits Ende der 90er sich die Rechte gesichert, aber erst jetzt wurde das Material wieder ausgegraben und ein Regiesseur (Gregor Jordan) gefunden.
Die Herr der Ringe Produzenten New Line Cinema haben sich unterdessen Philip Pullmans His Dark Materials-Triologie gesichert (in Deutschland als Der Goldene Kompass, Das magische Messer und Das Bernstein-Teleskop erschienen). Doch der bisher eingeplante Regiesseur, Chris Weitz (American Pie) hat das Handtuch geworfen, nachdem er starken Druck durch seine Ankündigung erleben musste, jede Anspielungen an die Kirche im Film nicht verwenden zu wollen. Das Studio sucht nun händeringend nach einem geeigneten Ersatz. In den Büchern geht es um ein kleines Mädchen in einem Parallel-Universum, das einem großem Geheimnis auf der Spur ist und dabei nicht unbedingt nur in seinem Universum verweilt.
Fast schon in der Nachproduktion befindet sich unter dessen eine Neuauflage von Krieg der Welten nach H.G. Wells (wurde bereits schon 1953 verfilmt, und 1988 in einer Serie aufgewärmt). Steven Spielberg hat sich die Regie gesichert und mit Tom Cruise ein prominentes Zugpferd gewonnen. Sollte der Film eigentlich erst 2007 den Weg auf die Leinwand finden, wurde er nun auf Mitte 2005 vorgezogen, was einiges Chaos verursacht hat. Wie die Neuinterpretation dieses Stoffes, der die Welteroberung durch Marsianer zeigt, einschlagen wird, muss sich erst zeigen, bereits jetzt haben viele angemerkt, dass eigentlich die Zeit der bösen Außerirdischen im Kino vorbei sein sollte.
Auch dieses Jahr kommt noch die vierte Verfilmung von Joanne K. Rowlings Büchern, Harry Potter und der Feuerkelch. Mit Mike Newell (u.a. Mona Lisas Lächeln, Donnie Brasco) versucht nun ein dritter Regiesseur sich an den Büchern. Der Film kommt bereits im November in die Kinos und wird nicht, im Gegensatz zu vielen Wünschen von Fans angesichts des umfangreichen Buches, als Zweiteiler aufgelöst. Der fünfte Teil kommt dann auch schon 2007 hinterher…
Mit den Chroniken von Narnia ist es wieder mal Disney, die einen fantastischen Kinderbuch-Klassiker verfilmen. C.S. Lewis‘ Bücher haben schon viele Kinder verzaubert, jetzt erleben sie wohl eine Renaissance. Die Effekt-Schmiede von den Herr der Ringe-Filmen, WETA stellt sich dahinter, was zumindestens einen optischen Genuß verspricht. Angekündigt ist ein Dezember-Release.
Tom Hanks wird dann als Star in der Verfilmung von Dan Browns Da Vinci Code (deutsch: Sakrileg) auftreten – was zugegebenermassen vielleicht doch eher ein Thriller ist (Columbia Pictures). Auch für andere Bücher von Bestseller-Autoren wurden schon die Filmrechte gesichert: Philip Kerrs Die Kinder des Dschinns sind gerade erst in Deutsch erschienen, Spielberg hat sich bereits im Vorfeld die Rechte gesichert.
Und mit Ender’s Game (deutsch Ender) von Orson Scott Card wird ein weiterer Klassiker verfilmt, sogar vom Emdener Wolfgang Petersen. Kurzer Inhalt: Der sechsjährige Ender Wiggins muss seine Familie verlassen, um auf einer Militär-Akademie ausgebildet zu werden um gegen eine außerirdischen Bedrohung zu helfen (Fresco/Warner).
Und als nächstes bereits bei uns zu sehen: Die vom US-Sender SciFi 3-stündige Verfilmung von Ursula K. Le Guins Erdsee-Zyklus. Zwar war die Autorin alles andere als begeistert, wie 2 ihrer Bücher in 3 Stunden (mit vielen Änderungen gegenüber dem Original) gequetscht wurden, aber die Verfilmung war nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr erfolgreich. ProSieben wird am 20. und 21.01. dies auch schon auf das Deutsche Publikum loslassen.

Der letzte Herr der Ringe Hype

Amazon hat es doch tatsächlich geschafft, die erst heute im deutschen Handel erschienene Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs Special Edition Deluxe Box bereits auch heute via Post zu liefern. Kompliment.
Doch bevor auch ich mich auf die letzten neuen Clips dieses von den Lesern der TV-Movie erst kürzlich in einer Kabel 1-Show zum Besten Film aller Zeiten gewählten Meisterwerkes stürzen werde, wird noch etwas Zeit ins Land gehen müssen – wir haben einfach keinen früheren Termin zum Gucken gefunden…
Übrigens müssen die US-Amerikaner sogar auch noch etwas mehr warten – dort erscheint die Box erst am 14. Dezember. Um die Wartezeit etwas zu überbrücken hat New Line nun ein paar exklusive Clips in Internet gestellt…
P.S.: Die Minas Tirith Figur sieht abermals klasse aus – nur eine Kleinigkeit stört etwas: Der weiße Baum ist lediglich ein kümmerlicher Wurmfortsatz ohne jedes Detail…

Babylon 5 und weitere Gerüchte

Diverse Gerüchte für Fans von J. Michael Straczynski und seiner Serie Babylon 5 machen derzeit die Runde. Zum einen meldet ComingSoon.net, dass für April 2005 der Drehbeginn für einen neuen Babylon 5 Spielfilms gesetzt worden ist und liefert auch gleich eine Kurzbeschreibung mit: „In ‚[Memory of] Shadows‘ wird die Technologie des antiken und ausgestorbenen Schattenvolkes durch eine unbekannte Macht auf die Galaxie losgelassen und die Erdallianz-Nachrichtendienst-Offizierin Diane Baker, deren Bruder erst in einer mysteriösen Explosion umkam, soll nun herausfinden, wer hinter der intergalaktischen Verschwörung steckt. Ihr zur Seite steht Galen, ein Techno-Magier, der den Auftrag hat die Technologie vor den Händen derer zu beschützen, die sie missbrauchen würden.“ Zumindestens Galen ist dem Babylon 5 Fans aus der leider nur kurzlebigen Ablegerserie Crusade bekannt.

Des weiteren schreibt JMS selber in einer Randnotiz:
„Zu einem Langzeitprojekt… Ein gewisser bekannter Filmautor/Regiesseur wurde kürzlich von einem gewissen Studio gefragt, eine Serie um einen bereits etablierten Charakter zu machen. Diese Person ist ein großer Fan von B5 und ebenso ein Freund, daher kam ein Anruf, in dem ich gefragt worden bin, ob ich dabei mitmachen wolle. Ich sagte Hölle ja. Ich kann nicht mehr dazu sagen, denn a) wäre es unangemessen und b) können die Sachen immer noch abstürzen, obwohl es in diesem Stadium zweifelhaft ist (Verhandlungen haben bereits formell mit dem Studio begonnen), aber wenn es so weiterläuft, ist der Plan die komplette erste Staffel über 2005 zu schreiben und im Frühling 2006 für ein Herbst 2006 Debüt zu filmen. Es gibt Gründe, warum wir die ganze Sache erst schreiben müssen, die klar werden, wenn ich erklären kann, was der Charakter ist. Nochmal möchte ich nicht Euch Leute zu euphorisch über diese Sache werden lassen, denn dies ist ein verrücktes Geschäft und dies ist die eine Stadt in der Hoffnung Dich töten kann, aber wenn es so klappt wie diskutiert, wird es unheimlich cool werden.“

Der Anhalter ins Internet

Freut Euch auf den 6. Mai 2005 – ab dann kann man wieder versuchen sich am Fußboden vorbeizuwerfen und über 42 im Kinosessel philosophieren: Per Anhalter durch die Galaxis kommt ins Kino. Douglas Adams Kultroman wird verfilmt und bereits jetzt kann man bei Yahoo Movies einen Teaser-Trailer angucken und ein paar Produktionsskizzen, unter anderen vom manisch-depressiven Roboter Marvin angucken…

Auch „Fluch der Karibik“-Fortsetzung als Film-Doppel

Das Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen auf den Markt geschmissen werden, ist kein Wunder, aber die Tendenz daraus eine Film-Serie zu machen, ist bisher selten bis nie aufgegangen. Neuester Versuch: Produzent Jerry Bruckheimer will gleich zwei Fortsetzung zum Sommer-Blockbuster von 2003 Pirates of the Caribbean (dt. Fluch der Karibik) Disney aus der Tasche leiern. Interessantes Detail am Rande: Rolling Stones Gitarrist Keith Richard soll als Filmvater von Johnny Depps Charakter Jack Sparrow gewonnen werden…
Interview mit Jerry Bruckheimer auf LatinoReview.com

D&D Movie zum dritten…

2001 fand das erste mal ein Kinofilm im D&D Kosmos auf die Leinwände (über dessen Qualitäten sich selbst Hardcorefans nicht lange stritten – sie waren einfach nicht vorhanden); nun ist seit längerem ein Sequel geplant, dass irgendwann nächstes Jahr auf uns treffen wird.
Und – weil Hollywood nun mal momentan gefallen daran gefunden hat, mehrere Filme gleichzeitig konzipieren zu lassen um auch alles Geld aus einer Serie zu quetschen, hält sich nun seit Tagen hartnäckig das Gerücht, dass nicht ein, sondern gleich zwei Kerker und Drachen Filme auf uns losgelassen werden sollen. Neben „Dungeons&Dragons 2: The Elemental Might“ (sic!) ist ein dritter Film offenbar in Planung…
Artikel bei Empire Online

Herr der Ringe 3 SE – Review

Eine erste Review von der Special Edition vom „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ ist im Internet zu lesen. Bemerkenswert: Denethor wird zum neuen Lieblingscharakter wegen der weiteren Tiefe, im Haus der Heilung lernen wir Aragorn besser kennen, Saruman wird von Gandalf dramatisch gestürzt, wir sehen den Mund von Sauron und viele weitere Kleinigkeiten. Die gesamte Review gibt es bei TheOneRing.net.
Die SE-DVDs kommen am 10. Dezember 2004 weltweit heraus und beherben ca. 50 Minuten weitere Szenen und abermals viele Stunden weiteres Zusatzmaterial. Die Deluxe Edition kommt zusätzlich noch mit einer Extra DVD mit Dokumentation über den Soundtrack von Howard Shore sowie einem Modell von Minas Tirith. Bei Elbenwald.de…