Fantastische Trailer und wann sie zu finden sind (#2)

Plan B – Scheiß auf Plan A

Allein die offizielle Zusammenfassung des Films ist entweder herrlich ironisch-retro oder völlig verpeilt: „Als drei junge Martial Arts Profis sich auf eine unermüdliche Jagd durch Berlin begeben, um ihren Freund aus den Fängen eines skrupellosen Gangsters zu befreien, werden sie in eine Verschwörung verwickelt, die sie bis in die Unterwelt Berlins verschlägt.“ Der Film läuft am 8. Juni 2017 bei uns an.

King Arthur: Legend of the Sword

Guy Ritchie macht einen Film über die Artussage im Stil seiner Sherlock Holmes-Filme – also extrem stylisch und so, aber vermutlich mehrfach über das Ziel hinausschießend. Auch sein Watson, Jude Law, darf wieder dabei sein als Widersacher Vortigern, und Charlie Hunnam darf wieder einmal ungekrönter König sein. Hmm, bin da noch sehr unschlüssig … (Ab 11.05.2017)

Iron Fist Featurette: „Ich bin Danny“ (OmU)

Nach wie vor freue ich mich auf diese Serie und Game of Thrones-Alumni Finn Jones mal in einer Hauptrolle zu sehen. Ab 17.03.2017 bei Netflix.

Fantastische Trailer und wann sie zu finden sind (#1)

Ich probiere mal eine neue Rubrik ins Blog zu hieven: In unregelmäßigen Abständen gibt es jetzt hier bemerkenswerteste neue Trailer der letzten Tage plus meine unqualifizierten Kommentare dazu. 

Ghost in the Shell

Scarlett Johansson sieht in dem Remake des Anime-Klassikers immer noch großartig aus. Dennoch überwiegt bei mir noch die vorsichtige Skepsis. Ab 30. März 2017 läuft der Film bei uns in den Lichtspielhäusern an.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Nicht so gut wie der erste Trailer, aber immer noch einiges an durchgedrehter Action versprechend. Dazu kommt die Nachricht, dass Test-Screenings des Films enthusiastisch von dem besten Marvel-Film aller Zeiten sprechen … Geplanter Start: 27.04.2017

Marvel’s Iron Fist

Noch mehr Marvel: Der vierte Defender taucht endlich auf und nachdem ich bei „Luke Cage“ recht enttäuscht war, hoffe ich hier deutlich auf Besserung. Der Trailer macht jedenfalls schon Lust auf das nächste Binge-Erlebnis. Ab 17. März 2017 gibt es alle Folgen der ersten Staffel auf Netflix.

Pirates of the Caribbean – Salazars Rache

Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie habe ich trotz des letzten Reinfalls des Franchises wieder etwas Lust auf all die durchgeknallten Piraten … Soll nach einer Termin-Rochade mit Star Wars nun am 25.05.2017 bei uns in den Lichtspielhäusern starten.

Erster Trailer von Luc Bessons „Valerian“

Luc Bessons Space Opera „Das fünfte Element“ wird nächstes Jahr bereits 20 Jahre alt werden und ist immer noch einer der Science Fiction-Filme, dessen Ausstattung mich immer wieder aufs Neue begeistert. Mit „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ wagt er sich endlich wieder an das Genre – und ja, ich freue mich auf diesen Film!

„Unter dem Sand“ – Trailer des dänischen Minendramas

Seit Jahren zieht es mich im Sommer immer im Urlaub an die Dänische Nordseeküste und natürlich wird man nicht nur durch die alten Bunker am Strand auf die Geschichte aufmerksam, welche im zweiten Weltkrieg zwischen Dänemark und Deutschland stattfand.

Martin Zandvliets Film zeigt nun eine Begebenheit nach Ende des Krieges: Insgesamt 2,2 Millionen Sprengsätze mussten an der nahezu komplett verminten dänischen Westküste gefunden und beseitigt werden.

Inhalt laut Presseinfo:

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, nicht jedoch für ein knappes Dutzend junger Soldaten aus Deutschland. Kurz zuvor waren sie für Hitlers letztes Aufgebot eingezogen worden, den Volkssturm. Sie sind noch fast Kinder, doch nun Kriegsgefangene in Dänemark und für ein Himmelfahrtskommando eingeteilt: die Säuberung eines Nordseestrandes von 45.000 Nazi-Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird, ist ungewiss. Es beginnt eine schier unlösbare Aufgabe, jeder Schritt im Sand könnte der letzte sein. Das Einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit. Diese hat ihnen ihr dänischer Kommandant Carl versprochen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück. Wird Carl nach wie vor zu seinem Wort stehen?

„Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ startet am 7. April 2016 in unseren Lichtspielhäusern. Mehr Infos zum Film auf dessen Seite: www.unterdemsand.de.

„The Hateful 8“-Vorverkauf ab 17. Dezember 2015

Der 8te Film von Quentin Tarantino läuft in den deutschen Lichtspielhäusern zwar erst am 28. Januar 2016 an, allerdings startet mit dem 17. Dezember 2015 über einen Monat vorher bereits der Ticketvorverkauf, wie der neue, zweite Trailer des Films verrät.

Zu früh? Oder ist das ein idealer Planungvorlauf? Ich meine, ein Tarantino-Film ist schon klasse, aber halt auch kein Star Wars, oder?

Star Wars 7: Der finale Trailer

Ja, den kommentieren wir doch alle gerade , oder?

Mein Kommentar also: … Hmm. … Weiß nicht. … Der „Chewie, wir sind zuhause“-Moment fehlt mir hier. Er ist sicher nicht schlecht, aber es fehlt irgendwie das Besondere Etwas. Würde ich Trailer bewerten, bekäme der hier nur drei von fünf Sternen …

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ läuft im Verleih von Disney ab dem 17. Dezember 2015 in den Lichtschwerthäusern der Republik an. 

„Werwölfe von Düsterwald“-Film

Bei uns ist das Spiel als „Werwölfe von Düsterwald“ (Lui-même, 2001) wohl am bekanntesten, es gibt es aber auch bei anderen Verlagen mit anderen Namen und basiert auf einem Party-Spiel mit unbekannten Verfasser, das meist als „Mafia“ bezeichnet wird und ohne Sonderkartenregeln auskommt. Die Regeln: Eine Dorfgemeinschaft probiert zu ermitteln, wer unter ihrer Bevölkerung zu den Bösen gehört, diskutieren, erheben Anklage und bringen jeden Abend einen der ihren durch einen Mob zur Strecke. Umgekehrt agieren nachts im Geheimen die Bösen Mafia-Gangster oder Werwölfe und einigen sich darauf, einen der Bevölkerung umzubringen. Es gewinnt die Gruppe, die zuletzt noch teilweise übrig ist. Auf nahezu allen Cons, die ich besucht habe, gibt es irgendwann eine Gruppe Spieler, die dies begeistert stundenlang spielen.

Nun gibt es einen ersten Trailer für einen russischen Film, der das Spielprinzip 1:1 umsetzt:

Es ist nicht das erste Mal, dass das Spielprinzip einen Film inspiriert. Bereits 2005 in „Cry Wolf“ war ein ähnliches Spiel Grundlage für einen Horrorfilm und 2013 kommt sogar das Kartenblatt selbst in dem österreichischen Film „Das Werwolfspiel“ zum Einsatz. Aber es ist meines Wissens nach das erste Mal, dass das Spiel 1:1 als futuristische Reality-Show inszeniert wird.

Ein deutscher Filmstart ist bisher nicht bekannt.

„Macbeth“: Trailer und Plakat

Plakat zu „Macbeth“ (Studiocanal)
Plakat zu „Macbeth“ (Studiocanal)

Am 29. Oktober kommt ein wirklich besonderer Film in die Kinos: die bildgewaltige Verfilmung von Shakespeares Drama „Macbeth“. Der Film von Justin Kurzel wurde bereits mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet, in ihm wird dem schottischen Thane Macbeth (Michael Fassbender) prophezeit, König zu werden, aber der letzte seiner Linie zu sein, was sich erfüllt, aber ihn schrittweise in den Wahnsinn treibt. An seiner Seite: Lady Macbeth (die brillante Marion Cotillard), welche durch ihre Machtgier vieles überhaupt erst ins Rollen bringt und das Unglück hervorruft.

Ein wirklich sehenswertes Epos, meine ausführliche Kritik gibt es zwar erst vor dem Filmstart im Oktober, bis dahin könnt Ihr Euch mit den diese Woche erschienenen deutschen Trailer und dem Plakat einen ersten Eindruck verschaffen:

Schon etwas länger gibt es den deutschen Teaser-Trailer:

„Macbeth“ startet am 29. Oktober in den deutschen Lichtspielhäusern im Verleih von Studiocanal.

Del Toro mag Horrorhäuser: Erster Trailer von „Crimson Peak“

Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.
Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.

Guillermo del Toro hatte schon den tollen spanischen Film „Das Waisenhaus“ mitproduziert, jetzt versucht er sich selbst an dem Sujet „Horrorhaus“.

Der erste Trailer von „Crimson Peak“ verspricht mit der bezaubernden Mia Wasikowska („Stoker“, „Alice im Wunderland“) und den unvergleichlichen Tom Hiddleston („Only Lovers Left Alive“, „Thor“) als junges Ehepaar im einsamen Landhaus im Norden Englands schon einiges – vor allem eine Geistergeschichte.

Del Toro, bekannt für sein detailliertes Szenenbild, ist auch diesmal darauf besonders stolz: „Ich wollte nicht einfach in einem gruseligen Gebäude drehen. Das Haus sollte aussehen wie ein Kadaver, es sollte sich anfühlen, als ob man sich in einem verwesenden Kopf befindet. Es sollte Augen und einen Mund haben; das Innere des Hauses hat ein Gesicht. Ich wollte, dass das Haus blutet. Deshalb mussten wir es selbst bauen.“

Kommt bei uns voraussichtlich am 15. Oktober 2015 ins Kino, also rechtzeitig zur Halloween-Saison. Ein paar mehr Infos gibt es auf der Website zum Film (Vorsicht, geht gleich mit Ton los) oder bei der Facebook-Seite zum Film.

Der fantastisch deprimierende „Fantastic Four“-Trailer

Man hat ja schon gemunkelt, dass der Reboot der „Fantastic Four“-Filme durch „Chronicles“-Regisseur Josh Trank zwischenzeitlich an die Wand gefahren wurde, da man für einen Film, der immerhin im August dieses Jahres weltweit starten sollte so gar nichts hörte.

Mittlerweile hat das Trank als Vermarktungsstrategie erklärt (man wollte nur fertige Bilder zeigen, weil künstlerisch, und so, und überhaupt …) und nun bröckelt auch endlich die Fassade und man liefert uns den ersten Trailer:

Aber: Wer bitte ist auf die Idee gekommen, das wunderbare Hauptthema von Ólafur Arnalds melancholischen „Broadchurch“-Soundtrack hier zu verwenden? Gut, vermutlich Trank selbst, hat er doch gerade stolz verkündet, Ausnahme-Komponist Philip Glass für den Film verpflichtet zu haben.

Das passt – irgendwie – äh – keine Ahnung.

Sowohl Arnalds als auch Glass haben bisher großartige Dramen musikalisch noch intensiver, noch erlebbarer, noch deprimierender gemacht. Arnalds, wie gesagt, mit dem beeindruckend bedrückenden „Broadchurch“, Glass zum Beispiel mit den in alle Nachwelt nachhallenden „The Hours“.

Ich musste den Trailer jedenfalls zweimal schauen um mich von der Musik loszureißen, zu sehr irritierte mich hier die Bild-Ton-Schere. Aber auch beim zweiten Mal mit der Konzentration weg vom Score: Es bleibt ein absolut übertriebendes Voiceover, dem nur noch das markante „I a world …“-Trope fehlt, eine viel zu junge Crew von Astronauten und dazu eine Flut hochtreibender Bilder, die sich fast schon zu gewollt von den Bonbon-bunten Vorgängerfilmen unterscheiden, dann aber auch noch eine ausufernde Superhelden-Genesis wieder androhen. Hallo? Hatten wir nicht aus dem Spider-Man-Remake gelernt, dass die Wiederholung einer Genesis-Geschichte einen Film nicht unbedingt besser macht?

Puh, viel Problematisches. Bleibt auf der Plus-Seite: „Chronicle“ war frisch und unterhaltsam flott erzählt und visuell beeindruckender als es für das Budget hätte sein sollen. Dem Regisseur wollte ich nach dem Film ohnehin weiter im Auge behalten. Jamie Bell („Billy Elliot“, hier: The Thing) und Michael Jordan („The Wire“, hier: Johnny Storm) sind beides herausragende Nachwuchsdarsteller und sind ausgerechnet die Charaktere, deren Mimik man teilweise über Strecken im Film nicht sehen kann. Miles Teller (hier: Mr. Fantastic) und Kate Mara (hier: The Invisible Woman) sind immerhin noch nicht wirklich negativ aufgefallen, gleiches gilt für als Bösewicht engagierten Toby Kebell (hier: Victor noch nicht Doom Domashev).

Aber: Ich bleibe skeptisch. Hoffe das Beste, aber bleibe skeptisch.