„The Hateful 8“-Vorverkauf ab 17. Dezember 2015

Der 8te Film von Quentin Tarantino läuft in den deutschen Lichtspielhäusern zwar erst am 28. Januar 2016 an, allerdings startet mit dem 17. Dezember 2015 über einen Monat vorher bereits der Ticketvorverkauf, wie der neue, zweite Trailer des Films verrät.

Zu früh? Oder ist das ein idealer Planungvorlauf? Ich meine, ein Tarantino-Film ist schon klasse, aber halt auch kein Star Wars, oder?

Star Wars 7: Der finale Trailer

Ja, den kommentieren wir doch alle gerade , oder?

Mein Kommentar also: … Hmm. … Weiß nicht. … Der „Chewie, wir sind zuhause“-Moment fehlt mir hier. Er ist sicher nicht schlecht, aber es fehlt irgendwie das Besondere Etwas. Würde ich Trailer bewerten, bekäme der hier nur drei von fünf Sternen …

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ läuft im Verleih von Disney ab dem 17. Dezember 2015 in den Lichtschwerthäusern der Republik an. 

„Werwölfe von Düsterwald“-Film

Bei uns ist das Spiel als „Werwölfe von Düsterwald“ (Lui-même, 2001) wohl am bekanntesten, es gibt es aber auch bei anderen Verlagen mit anderen Namen und basiert auf einem Party-Spiel mit unbekannten Verfasser, das meist als „Mafia“ bezeichnet wird und ohne Sonderkartenregeln auskommt. Die Regeln: Eine Dorfgemeinschaft probiert zu ermitteln, wer unter ihrer Bevölkerung zu den Bösen gehört, diskutieren, erheben Anklage und bringen jeden Abend einen der ihren durch einen Mob zur Strecke. Umgekehrt agieren nachts im Geheimen die Bösen Mafia-Gangster oder Werwölfe und einigen sich darauf, einen der Bevölkerung umzubringen. Es gewinnt die Gruppe, die zuletzt noch teilweise übrig ist. Auf nahezu allen Cons, die ich besucht habe, gibt es irgendwann eine Gruppe Spieler, die dies begeistert stundenlang spielen.

Nun gibt es einen ersten Trailer für einen russischen Film, der das Spielprinzip 1:1 umsetzt:

Es ist nicht das erste Mal, dass das Spielprinzip einen Film inspiriert. Bereits 2005 in „Cry Wolf“ war ein ähnliches Spiel Grundlage für einen Horrorfilm und 2013 kommt sogar das Kartenblatt selbst in dem österreichischen Film „Das Werwolfspiel“ zum Einsatz. Aber es ist meines Wissens nach das erste Mal, dass das Spiel 1:1 als futuristische Reality-Show inszeniert wird.

Ein deutscher Filmstart ist bisher nicht bekannt.

„Macbeth“: Trailer und Plakat

Plakat zu „Macbeth“ (Studiocanal)
Plakat zu „Macbeth“ (Studiocanal)

Am 29. Oktober kommt ein wirklich besonderer Film in die Kinos: die bildgewaltige Verfilmung von Shakespeares Drama „Macbeth“. Der Film von Justin Kurzel wurde bereits mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ ausgezeichnet, in ihm wird dem schottischen Thane Macbeth (Michael Fassbender) prophezeit, König zu werden, aber der letzte seiner Linie zu sein, was sich erfüllt, aber ihn schrittweise in den Wahnsinn treibt. An seiner Seite: Lady Macbeth (die brillante Marion Cotillard), welche durch ihre Machtgier vieles überhaupt erst ins Rollen bringt und das Unglück hervorruft.

Ein wirklich sehenswertes Epos, meine ausführliche Kritik gibt es zwar erst vor dem Filmstart im Oktober, bis dahin könnt Ihr Euch mit den diese Woche erschienenen deutschen Trailer und dem Plakat einen ersten Eindruck verschaffen:

Schon etwas länger gibt es den deutschen Teaser-Trailer:

„Macbeth“ startet am 29. Oktober in den deutschen Lichtspielhäusern im Verleih von Studiocanal.

Del Toro mag Horrorhäuser: Erster Trailer von „Crimson Peak“

Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.
Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.

Guillermo del Toro hatte schon den tollen spanischen Film „Das Waisenhaus“ mitproduziert, jetzt versucht er sich selbst an dem Sujet „Horrorhaus“.

Der erste Trailer von „Crimson Peak“ verspricht mit der bezaubernden Mia Wasikowska („Stoker“, „Alice im Wunderland“) und den unvergleichlichen Tom Hiddleston („Only Lovers Left Alive“, „Thor“) als junges Ehepaar im einsamen Landhaus im Norden Englands schon einiges – vor allem eine Geistergeschichte.

Del Toro, bekannt für sein detailliertes Szenenbild, ist auch diesmal darauf besonders stolz: „Ich wollte nicht einfach in einem gruseligen Gebäude drehen. Das Haus sollte aussehen wie ein Kadaver, es sollte sich anfühlen, als ob man sich in einem verwesenden Kopf befindet. Es sollte Augen und einen Mund haben; das Innere des Hauses hat ein Gesicht. Ich wollte, dass das Haus blutet. Deshalb mussten wir es selbst bauen.“

Kommt bei uns voraussichtlich am 15. Oktober 2015 ins Kino, also rechtzeitig zur Halloween-Saison. Ein paar mehr Infos gibt es auf der Website zum Film (Vorsicht, geht gleich mit Ton los) oder bei der Facebook-Seite zum Film.

Der fantastisch deprimierende „Fantastic Four“-Trailer

Man hat ja schon gemunkelt, dass der Reboot der „Fantastic Four“-Filme durch „Chronicles“-Regisseur Josh Trank zwischenzeitlich an die Wand gefahren wurde, da man für einen Film, der immerhin im August dieses Jahres weltweit starten sollte so gar nichts hörte.

Mittlerweile hat das Trank als Vermarktungsstrategie erklärt (man wollte nur fertige Bilder zeigen, weil künstlerisch, und so, und überhaupt …) und nun bröckelt auch endlich die Fassade und man liefert uns den ersten Trailer:

Aber: Wer bitte ist auf die Idee gekommen, das wunderbare Hauptthema von Ólafur Arnalds melancholischen „Broadchurch“-Soundtrack hier zu verwenden? Gut, vermutlich Trank selbst, hat er doch gerade stolz verkündet, Ausnahme-Komponist Philip Glass für den Film verpflichtet zu haben.

Das passt – irgendwie – äh – keine Ahnung.

Sowohl Arnalds als auch Glass haben bisher großartige Dramen musikalisch noch intensiver, noch erlebbarer, noch deprimierender gemacht. Arnalds, wie gesagt, mit dem beeindruckend bedrückenden „Broadchurch“, Glass zum Beispiel mit den in alle Nachwelt nachhallenden „The Hours“.

Ich musste den Trailer jedenfalls zweimal schauen um mich von der Musik loszureißen, zu sehr irritierte mich hier die Bild-Ton-Schere. Aber auch beim zweiten Mal mit der Konzentration weg vom Score: Es bleibt ein absolut übertriebendes Voiceover, dem nur noch das markante „I a world …“-Trope fehlt, eine viel zu junge Crew von Astronauten und dazu eine Flut hochtreibender Bilder, die sich fast schon zu gewollt von den Bonbon-bunten Vorgängerfilmen unterscheiden, dann aber auch noch eine ausufernde Superhelden-Genesis wieder androhen. Hallo? Hatten wir nicht aus dem Spider-Man-Remake gelernt, dass die Wiederholung einer Genesis-Geschichte einen Film nicht unbedingt besser macht?

Puh, viel Problematisches. Bleibt auf der Plus-Seite: „Chronicle“ war frisch und unterhaltsam flott erzählt und visuell beeindruckender als es für das Budget hätte sein sollen. Dem Regisseur wollte ich nach dem Film ohnehin weiter im Auge behalten. Jamie Bell („Billy Elliot“, hier: The Thing) und Michael Jordan („The Wire“, hier: Johnny Storm) sind beides herausragende Nachwuchsdarsteller und sind ausgerechnet die Charaktere, deren Mimik man teilweise über Strecken im Film nicht sehen kann. Miles Teller (hier: Mr. Fantastic) und Kate Mara (hier: The Invisible Woman) sind immerhin noch nicht wirklich negativ aufgefallen, gleiches gilt für als Bösewicht engagierten Toby Kebell (hier: Victor noch nicht Doom Domashev).

Aber: Ich bleibe skeptisch. Hoffe das Beste, aber bleibe skeptisch.

Erster „Ant-Man“-Trailer

Paul Rudd in „Ant-Man“. Foto: Zade Rosenthal/Marvel Studios/Disney 2014
Paul Rudd in „Ant-Man“. Foto: Zade Rosenthal/Marvel Studios/Disney 2014

Ja, es gab schon einen Teaser für den Trailer, und einen Trailer für diesen Teaser (in Ameisengröße!), aber das hier ist tatsächlich der erste Trailer für den kommenden Marvel-Superhelden-Film – den sie verwirrenderweise Teaser nennen (ich glaube ich lerne den Unterschied zwischen den beiden auch nicht mehr).

Mein Eindruck: Zum einen positiv überrascht, dass sie sich tatsächlich einmal auf einen anderen Heldentypus festlegen, auf einen sehr grüblerischen, dunklen, fast Nolan-Batman-esquen, der aber mit der Familienkomponente dann doch noch einen anderen Drall bekommt. Allerdings wirken der Ant-Man-Anzug und vor allem der Flug auf der fliegenden Ameise gerade dadurch noch wie Fremdkörper.

Aber: Marvel Studios hat bisher einen beeindruckende Serie von überwiegend guten Filmen hingelegt und letztes Jahr mit einem sprechenden Waschbär und einem Ein-Satz-Baum den Kassenhit überhaupt hingelegt. Vorschusslorbeeren haben sie dadurch zwar nicht verdient – die hätten sie nur bekommen, wenn weiterhin Edgar Wright auf den Regiestuhl des Films sitzen würde –, aber genug Vertrauen, dass der Film diese Gegensätze zu einem interessanten Ganzen vereinbaren kann.

„Ant-Man“ läuft am 23.07.2015 in unseren Lichtspielhäusern an.

Ich wollte das Terminator-Reboot eigentlich nicht mögen …

Teaser-Plakat „Terminator Genisys“, Paramount Pictures
Teaser-Plakat „Terminator Genisys“, Paramount Pictures

Um es schnell zu sagen: „Terminator“ und „Terminator 2 –Tag der Abrechnung“ waren großartige Filme. „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ und „Terminator: Die Erlösung“ nicht so. Ich mochte aber die kurzlebige TV-Serie „Terminator: Sarah Connor Chronicles“ durchaus.

Aber nun ein Reboot, das eigentlich nichts anderes ist als ein Neuschreiben der Story rund um Kyle Reese, der aus der postapokalyptischen Zukunft in die Vergangenheit geschickt wird um die Mutter von Rebellenführer John Connor zu retten? Das kann doch nur blöde werden, selbst wenn die Mutter der Drachen Emilia Clarke nun Sarah Connor mimen darf* und Arnold Schwarzenegger als gealterter Terminator wieder mitspielt.

* Ich freue mich schon auf eine Szene in „Game of Thrones“, in der zwei Sarah Connor-Miminnen (Emilia Clarke und Lena Hadey) aufeinander treffen …

Dennoch: Der Trailer zeigt überraschend viel Old-School-Action und spielt gekonnt mit den Genre-Tropes. Noch vermisse ich aber Matt Smiths angekündigten mysteriösen Charakter und der absurde Titel „Terminator: Genisys“ sollte noch irgendwann Sinn machen, aber meine Hoffnung ist geweckt, dass dies tatsächlich ein gelungenes Reboot des Franchises werden könnte.

„Jurassic World“ wirkt irgendwie uninspiriert

Entgegen anderer überschwänglicher Meinungen auf meiner Twitter-Timeline begeistert mich der Trailer für den Neuaufguss von „Jurassic Park“, „Jurassic World“, tatsächlich nicht.

Dabei hat er wirklich viele tolle Details. Ein toter Hai am Haken wird an einen riesigen Meeresdino verfüttert. Der Park ist endlich im Betrieb und hat coole Gyroskop-Fahrzeuge, mit denen man gefahrlos durch die Saurier-Menge rollen kann. Erste Eindrücke von Michael Giacchinos Score-Hommage an John Williams markantes Thema. Und Chris Pratt, dessen Star-Meter seit diesen Sommer ja ins Unermessliche gestiegen ist.

Nur: Macht er wirklich Sinn? Immerhin haben wir in den letzten drei Filmen des Franchises bereits deutlich gelernt (Vorsicht, Spoiler folgen), dass ein Park mit lebenden Dinos keine so gute Idee ist. Sie haben die Park-Insel Isla Nublar am Ende sogar mit Napalm bombadieren und niederbrennen müssen. Die Nachbarinsel, Isla Soma, war daher der Spielort der anderen beiden (schlechteren) Filme, und auch dort waren die Erfahrungen mit den Sauriern sehr negativ und mussten durch deftige und größtenteils schwer glaubhafter Plotwedelei gestartet werden. Nun also hat man aus all dem gar nichts gelernt und hat den neuen Park sogar auf der Isla Nublar wieder etabliert? Die anderen Filme waren also für die Katz?

Alle rennen wieder vor einem fiesen Killer-Saurier weg und ein Experte ist skeptisch und wird in diesem Skeptizismus sogar bestätigt. Das ist nicht wirklich eine Neuerfindung der Story, nein, eigentlich ist es die selbe wie in dem ersten Spielberg-Film von 1993. Irgendwie erscheint mir der Trailer zu sehr in dessen Hinblick hin gedreht worden zu sein – als hätte die Marketing-Abteilung eine Checkliste erstellt, welche Tropes man aus dem Film gefälligst zu wiederholen habe, damit der Film auf jedem Fall ein Erfolg wird. Und gegen Marketingabteilungen können Regisseure mit Visionen nur selten anstinken, erst recht keine relativen Neulinge wie Colin Trevorrow.

Dennoch werde ich ihn mir sicher ansehen. Die „Jurassic World“ soll am 11. Juni 2015 in den deutschen Kinosälen zu betreten sein. Und, wenn ich das richtig verstanden habe, sogar in klassischem 2D.