Del Toro mag Horrorhäuser: Erster Trailer von „Crimson Peak“

Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.
Das deutsche Plakat „Crimson Peak“ (Quelle: Universal Pictures International Germany) bekommt als Unterzeile „Nimm Dich in Acht“ – das erinnert an klassischen Horrorfilme.

Guillermo del Toro hatte schon den tollen spanischen Film „Das Waisenhaus“ mitproduziert, jetzt versucht er sich selbst an dem Sujet „Horrorhaus“.

Der erste Trailer von „Crimson Peak“ verspricht mit der bezaubernden Mia Wasikowska („Stoker“, „Alice im Wunderland“) und den unvergleichlichen Tom Hiddleston („Only Lovers Left Alive“, „Thor“) als junges Ehepaar im einsamen Landhaus im Norden Englands schon einiges – vor allem eine Geistergeschichte.

Del Toro, bekannt für sein detailliertes Szenenbild, ist auch diesmal darauf besonders stolz: „Ich wollte nicht einfach in einem gruseligen Gebäude drehen. Das Haus sollte aussehen wie ein Kadaver, es sollte sich anfühlen, als ob man sich in einem verwesenden Kopf befindet. Es sollte Augen und einen Mund haben; das Innere des Hauses hat ein Gesicht. Ich wollte, dass das Haus blutet. Deshalb mussten wir es selbst bauen.“

Kommt bei uns voraussichtlich am 15. Oktober 2015 ins Kino, also rechtzeitig zur Halloween-Saison. Ein paar mehr Infos gibt es auf der Website zum Film (Vorsicht, geht gleich mit Ton los) oder bei der Facebook-Seite zum Film.

Der fantastisch deprimierende „Fantastic Four“-Trailer

Man hat ja schon gemunkelt, dass der Reboot der „Fantastic Four“-Filme durch „Chronicles“-Regisseur Josh Trank zwischenzeitlich an die Wand gefahren wurde, da man für einen Film, der immerhin im August dieses Jahres weltweit starten sollte so gar nichts hörte.

Mittlerweile hat das Trank als Vermarktungsstrategie erklärt (man wollte nur fertige Bilder zeigen, weil künstlerisch, und so, und überhaupt …) und nun bröckelt auch endlich die Fassade und man liefert uns den ersten Trailer:

Aber: Wer bitte ist auf die Idee gekommen, das wunderbare Hauptthema von Ólafur Arnalds melancholischen „Broadchurch“-Soundtrack hier zu verwenden? Gut, vermutlich Trank selbst, hat er doch gerade stolz verkündet, Ausnahme-Komponist Philip Glass für den Film verpflichtet zu haben.

Das passt – irgendwie – äh – keine Ahnung.

Sowohl Arnalds als auch Glass haben bisher großartige Dramen musikalisch noch intensiver, noch erlebbarer, noch deprimierender gemacht. Arnalds, wie gesagt, mit dem beeindruckend bedrückenden „Broadchurch“, Glass zum Beispiel mit den in alle Nachwelt nachhallenden „The Hours“.

Ich musste den Trailer jedenfalls zweimal schauen um mich von der Musik loszureißen, zu sehr irritierte mich hier die Bild-Ton-Schere. Aber auch beim zweiten Mal mit der Konzentration weg vom Score: Es bleibt ein absolut übertriebendes Voiceover, dem nur noch das markante „I a world …“-Trope fehlt, eine viel zu junge Crew von Astronauten und dazu eine Flut hochtreibender Bilder, die sich fast schon zu gewollt von den Bonbon-bunten Vorgängerfilmen unterscheiden, dann aber auch noch eine ausufernde Superhelden-Genesis wieder androhen. Hallo? Hatten wir nicht aus dem Spider-Man-Remake gelernt, dass die Wiederholung einer Genesis-Geschichte einen Film nicht unbedingt besser macht?

Puh, viel Problematisches. Bleibt auf der Plus-Seite: „Chronicle“ war frisch und unterhaltsam flott erzählt und visuell beeindruckender als es für das Budget hätte sein sollen. Dem Regisseur wollte ich nach dem Film ohnehin weiter im Auge behalten. Jamie Bell („Billy Elliot“, hier: The Thing) und Michael Jordan („The Wire“, hier: Johnny Storm) sind beides herausragende Nachwuchsdarsteller und sind ausgerechnet die Charaktere, deren Mimik man teilweise über Strecken im Film nicht sehen kann. Miles Teller (hier: Mr. Fantastic) und Kate Mara (hier: The Invisible Woman) sind immerhin noch nicht wirklich negativ aufgefallen, gleiches gilt für als Bösewicht engagierten Toby Kebell (hier: Victor noch nicht Doom Domashev).

Aber: Ich bleibe skeptisch. Hoffe das Beste, aber bleibe skeptisch.

Erster „Ant-Man“-Trailer

Paul Rudd in „Ant-Man“. Foto: Zade Rosenthal/Marvel Studios/Disney 2014
Paul Rudd in „Ant-Man“. Foto: Zade Rosenthal/Marvel Studios/Disney 2014

Ja, es gab schon einen Teaser für den Trailer, und einen Trailer für diesen Teaser (in Ameisengröße!), aber das hier ist tatsächlich der erste Trailer für den kommenden Marvel-Superhelden-Film – den sie verwirrenderweise Teaser nennen (ich glaube ich lerne den Unterschied zwischen den beiden auch nicht mehr).

Mein Eindruck: Zum einen positiv überrascht, dass sie sich tatsächlich einmal auf einen anderen Heldentypus festlegen, auf einen sehr grüblerischen, dunklen, fast Nolan-Batman-esquen, der aber mit der Familienkomponente dann doch noch einen anderen Drall bekommt. Allerdings wirken der Ant-Man-Anzug und vor allem der Flug auf der fliegenden Ameise gerade dadurch noch wie Fremdkörper.

Aber: Marvel Studios hat bisher einen beeindruckende Serie von überwiegend guten Filmen hingelegt und letztes Jahr mit einem sprechenden Waschbär und einem Ein-Satz-Baum den Kassenhit überhaupt hingelegt. Vorschusslorbeeren haben sie dadurch zwar nicht verdient – die hätten sie nur bekommen, wenn weiterhin Edgar Wright auf den Regiestuhl des Films sitzen würde –, aber genug Vertrauen, dass der Film diese Gegensätze zu einem interessanten Ganzen vereinbaren kann.

„Ant-Man“ läuft am 23.07.2015 in unseren Lichtspielhäusern an.

Ich wollte das Terminator-Reboot eigentlich nicht mögen …

Teaser-Plakat „Terminator Genisys“, Paramount Pictures
Teaser-Plakat „Terminator Genisys“, Paramount Pictures

Um es schnell zu sagen: „Terminator“ und „Terminator 2 –Tag der Abrechnung“ waren großartige Filme. „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ und „Terminator: Die Erlösung“ nicht so. Ich mochte aber die kurzlebige TV-Serie „Terminator: Sarah Connor Chronicles“ durchaus.

Aber nun ein Reboot, das eigentlich nichts anderes ist als ein Neuschreiben der Story rund um Kyle Reese, der aus der postapokalyptischen Zukunft in die Vergangenheit geschickt wird um die Mutter von Rebellenführer John Connor zu retten? Das kann doch nur blöde werden, selbst wenn die Mutter der Drachen Emilia Clarke nun Sarah Connor mimen darf* und Arnold Schwarzenegger als gealterter Terminator wieder mitspielt.

* Ich freue mich schon auf eine Szene in „Game of Thrones“, in der zwei Sarah Connor-Miminnen (Emilia Clarke und Lena Hadey) aufeinander treffen …

Dennoch: Der Trailer zeigt überraschend viel Old-School-Action und spielt gekonnt mit den Genre-Tropes. Noch vermisse ich aber Matt Smiths angekündigten mysteriösen Charakter und der absurde Titel „Terminator: Genisys“ sollte noch irgendwann Sinn machen, aber meine Hoffnung ist geweckt, dass dies tatsächlich ein gelungenes Reboot des Franchises werden könnte.

„Jurassic World“ wirkt irgendwie uninspiriert

Entgegen anderer überschwänglicher Meinungen auf meiner Twitter-Timeline begeistert mich der Trailer für den Neuaufguss von „Jurassic Park“, „Jurassic World“, tatsächlich nicht.

Dabei hat er wirklich viele tolle Details. Ein toter Hai am Haken wird an einen riesigen Meeresdino verfüttert. Der Park ist endlich im Betrieb und hat coole Gyroskop-Fahrzeuge, mit denen man gefahrlos durch die Saurier-Menge rollen kann. Erste Eindrücke von Michael Giacchinos Score-Hommage an John Williams markantes Thema. Und Chris Pratt, dessen Star-Meter seit diesen Sommer ja ins Unermessliche gestiegen ist.

Nur: Macht er wirklich Sinn? Immerhin haben wir in den letzten drei Filmen des Franchises bereits deutlich gelernt (Vorsicht, Spoiler folgen), dass ein Park mit lebenden Dinos keine so gute Idee ist. Sie haben die Park-Insel Isla Nublar am Ende sogar mit Napalm bombadieren und niederbrennen müssen. Die Nachbarinsel, Isla Soma, war daher der Spielort der anderen beiden (schlechteren) Filme, und auch dort waren die Erfahrungen mit den Sauriern sehr negativ und mussten durch deftige und größtenteils schwer glaubhafter Plotwedelei gestartet werden. Nun also hat man aus all dem gar nichts gelernt und hat den neuen Park sogar auf der Isla Nublar wieder etabliert? Die anderen Filme waren also für die Katz?

Alle rennen wieder vor einem fiesen Killer-Saurier weg und ein Experte ist skeptisch und wird in diesem Skeptizismus sogar bestätigt. Das ist nicht wirklich eine Neuerfindung der Story, nein, eigentlich ist es die selbe wie in dem ersten Spielberg-Film von 1993. Irgendwie erscheint mir der Trailer zu sehr in dessen Hinblick hin gedreht worden zu sein – als hätte die Marketing-Abteilung eine Checkliste erstellt, welche Tropes man aus dem Film gefälligst zu wiederholen habe, damit der Film auf jedem Fall ein Erfolg wird. Und gegen Marketingabteilungen können Regisseure mit Visionen nur selten anstinken, erst recht keine relativen Neulinge wie Colin Trevorrow.

Dennoch werde ich ihn mir sicher ansehen. Die „Jurassic World“ soll am 11. Juni 2015 in den deutschen Kinosälen zu betreten sein. Und, wenn ich das richtig verstanden habe, sogar in klassischem 2D.

Der Abspann-Song vom dritten Hobbit-Film

Mit dem letzten Ausflug nach Mittelerde im Dezember dieses Jahres, gibt es natürlich auch einen großen Abschied – und das Team rund um Regisseur Peter Jackson will diesen entsprechend gebührend inszenieren. Dazu gehört auch der mittlerweile traditionelle Song für den Abspann.

Nun ist dieser bekanntgeworden. Er heißt treffend „The Last Goodbye“, wird von Billy Boyd interpretiert und ist in der Tat ein wunderschöner Abschluss:

Aber mit etwas Hintergrundwissen wird es noch besser: Denn hiermit wollen sie offenbar eine Brücke schlagen zwischen den Filmen. Boyd war nicht nur Darsteller des Hobbits Peregrin „Pippin“ Tuk in den „Herr der Ringe“-Filmen, sondern gab bereits sein Gesangstalent zum Besten, als er in den kühlen Hallen von Gondor dem einsamen Denethor ein Lied sang, das im Film gleichzeitig als perfekte Montage für mehrere Szenen der Verzweifelung diente. Und dieses Lied war „Edge of Night“, basierte auf der Lyrik Tolkiens selbst, und handelte von der Reise eines gewissen Hobbits zu einem einsamen Berg – also von eben der Geschichte, die uns gerade in den Hobbit-Filmen gezeigt wird. Ein perfekter Brückenschlag, zumal bereits im ersten Teaser-Trailer des Hobbit-Films dieser Song eingesetzt wurde.

Bereits bei den Herr der Ringe-Verfilmungen gab es immer extra produzierte Songs von namhaften Stars, die während des Abspann spielten und die Zuschauer mit einer besonderen Stimmung hinaus brachten.

Im ersten Teil („Die Gefährten“) war es Enya mit „May It Be“, im zweiten Teil („Die zwei Türme“) war es „Gollums Song“, gesungen von Emilíana Torrini (nachdem Björk wegen ihrer Schwangerschaft absagen musste), im dritten Teil („Die Rückkehr des Königs“) war es „Into the West“ von Annie Lennox, die dafür sogar einen Oscar erhielt.

Bei den Hobbit-Filmen durften bisher Crowded House-Sänger Neil Finn mit seiner Variante des „Song of the Lonely Mountain“ und Ed Sheeran mit „I See Fire“ ran, letzterer war viele Wochen in den Charts und schaffte es in Deutschland sogar auf Platz 2 (in der Hobbit-Drehheimat Neuseeland sogar auf Platz 1).

Der dritte und letzte Teil der Hobbit-Filme, „Der Hobbit – Schlacht der fünf Heere“ wird am 10.12.2014 in den deutschen Kinos anlaufen. Ich habe mir natürlich bereits Karten für den Premierentag gesichert.

Der letzte Hobbit-Trailer

Und da ist er – der letzte große Trailer, den wir von Mittelerde wohl je haben werden (nein, ich gehe nicht davon aus, dass Warner das Silmarillion verfilmen wird, nein). Ein wenig sentimental kann man da schon werden, oder?

(©2014 METRO-GOLDWYN-MAYER PICTURES INC. AND WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. ALL RIGHTS RESERVED.)

Trailer: „Veronica Mars“

Es waren drei sehr unterhaltsame Staffeln, bis die gleichnamige Serie 2007 abgesetzt wurde. Sie passte einfach nicht mehr so recht damals zum neu fusionierten Sender The CW. Ein Versuch der Produzenten, die Serie erwachsener zu machen und ein Trailer einer Staffel Vier an der FBI-Academy, konnte die TV-Entscheider auch nicht umstimmen.

Veronica Mars Movie Screenshot

Wohl aber 91.585 Unterstützer, die im April 2013 über Kickstarter sich entschlossen, einen „Veronica Mars“-Film anzuschieben. Dieser Film ist nun fertig und der erste richtige Trailer verspricht, deutlich an die Serie anzuknüpfen. Was wiederum ein Problem sein kann für die Nicht-Fans – versteht Ihr all die Beziehungen, die dort aufgezeigt werden?

Ich habe den Film damals übrigens nicht unterstützt, da die Digitale Version des Films zunächst nur für die USA als Pledge-Ziel zur Verfügung stand – dass das später erweitert wurde, habe ich leider übersehen.

Hier in Deutschland wurde die Serie aus irgendwelchen, nicht nachvollziehbaren Gründen im Nachtprogramm des ZDF versendet. Das Nachholen der drei Staffeln auf DVD lohnt sich uneingeschränkt.