Oscar-Tipp 2015

Oscar-Statuen (Foto: CC-BY 2.0 Prayitno/Flickr)
Oscar-Statuen (Foto: CC-BY 2.0 Prayitno/Flickr)

Die Oscars stehen mal wieder ins Haus. Letztes Jahr hatte ich bei dem Tippspiel im Freundeskreis ganze 19 von 24 Kategorien richtig getippt (79 %) und lag damit sehr knapp nur vor Andi, der 18 richtige Tipps hatte. Das wieder hinzubekommen, wird schwer. Aber, es wird Zeit, meine Tipps dieses Jahr vorzustellen:

  • Bester Film: „Birdman“
  • Bester Hauptdarsteller: Eddie Redmayne („The Theory of Everything“)
  • Beste Hauptdarstellerin: Julianne Moore („Still Alice“)
  • Bester Nebendarsteller: J.K. Simmons („Whiplash“)
  • Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette („Boyhood“)
  • Bester animierter Film: „How to Train Your Dragon 2“
  • Beste Regie: Richard Linklater („Boyhood“)
  • Beste Kamera: …Emmanuel („Birdman“)
  • Bestes Drehbuch (adaptiert): Graham Moore („The Imitation Game“)
  • Bestes Drehbuch (Original): Alejandro G. Iñárritu et al („Birdman“)
  • Bester fremdsprachiger Film: „Ida“ (Polen)
  • Bestes Produktionsdesign: „The Grand Budapest Hotel“
  • Beste Kostümgestaltung: „The Grand Budapest Hotel“
  • Beste Dokumentation (Feature): „Citizen Four“
  • Beste Dokumentation (Kurz): „Crisis Hotline: Veterans Press 1“
  • Bester Schnitt: „Boyhood“
  • Bestes Make-Up und Frisur: „Foxcatcher“
  • Beste Musik (Score): Jóhann Jóhannsson („The Theory of Everything“)
  • Beste Musik (Lied): „Glory“ (aus „Selma“)
  • Bester Kurzfilm (animiert): „Feast“
  • Bester Kurzfilm (Live-Action): „The Phone Call“
  • Bester Tonschnitt: „American Sniper“
  • Beste Tonmischung: „Whiplash“
  • Beste visuelle Effekte: „Dawn of the Planet of the Apes“

Nicht meine Meinung über die Filme, sondern über die Academy

Wie gesagt: Das sind meine Tipps, wie ich glaube, dass sich die Academy entscheiden wird, was nicht immer damit übereinstimmt, was ich selbst wählen würde, hätte ich zu entscheiden. Ich fand bspw. „The Imitation Game“ emotional mitnehmender als „Birdman“, dennoch glaube ich, dass die Academy sich für letzteren entscheiden wird. Und die Story von „Baymax“ fand ich auch besser als die von „How to Train Your Dragon 2“, dennoch glaube ich, dass letzterer gewinnen wird. Mein persönlicher Favorit als bester animierter Film letzten Jahres wurde aber von der Academy ohnehin übergangen: „Der Lego Film“ wurde nicht nominiert. Wenn er mit der Nominierung für den besten Song gewinnen sollte, freut mich das extrem, aber ich glaube hier wird sich „Glory“ durchsetzen. Es ist die Academy und die hat halt einfach keinen Sinn für fantastische Filme.

Neil Patrick Harris auf dem Weg zum Host-Quadrupel

Und gespannt bin ich dann auch darauf, wie Neil Patrick Harris die Oscars moderieren wird. Ellen Degeneres letztes Jahr zu toppen wird nicht ganz so einfach. Allerdings hat Harris bereits die Emmys und die Tonys mit sehr viel Spaß und Elan moderiert, ihm fehlen nach Sonntag nur noch die Grammys, dann wäre er der allererste EGOT-Moderator!

Lesezwinger-Kritik: „Ranks of Bronze“ von David Drake

Vor einigen Wochen habe ich an Sandra eine Lesezwinger-Aufgabe gestellt:

Ihre Lösung: „Ranks of Bronze“ von David Drake.

Sie gab zu, dass Sie dabei Hilfe von ihrem Ehemann Jens bekommen hat. Da ich mit beiden befreundet bin (wir produzieren gemeinsam seit einigen Jahren den Ausgespielt-Podcast), kannte ich Jens’ Faszination von Römern, insofern sollte ich über diese Antwort also nicht zu sehr überrascht sein.

Ich besorgte mir also das Buch als E-Book und legte los.

Römische Legionen im Weltraum

Die Regeln einer Gilde von Außerirdischen sehen vor, dass sie in Konflikten gegen weniger entwickelte Spezies nur Krieger auf dem selben Tech-Level einsetzen dürfen. Praktischerweise haben sie auf der Erde mehrere Legionen römischer Soldaten genau zu diesem Zweck gefunden, als Sklaven aufgekauft (sie waren offenbar bei einem fehlgeschlagenen Krieg übrig geblieben) und auf ihr Schiff entführt, die fortan für sie kämpfen dürfen.

Wir begleiten dabei als Protagonist den Werdegang Gaius Vibulenus, der von einen einfachen Soldaten zum Anführer seinen Weg nimmt, viele Kämpfe brillant entscheidet, noch mehr Kämpfe brillant entscheidet und schließlich die auf der Hand liegende Rebellion gegen seine außerirdischen Herrn anführt in der Hoffnung, auf die Erde zurückkehren zu können.

Schlachten und Schnetzeln

David Drake: „Ranks of Bronze“, Baen Books (2001)
David Drake: „Ranks of Bronze“, Baen Books (2001)

Wenn man gerne ausführliche Schlachten römischer Legionäre beschrieben bekommt, dann hat man sicher ein gutes Buch vor sich. Wer mehr auf Science Fiction hofft, kommt aber stark zu kurz, zwar gibt es ein paar wenige Elemente, die aber alle aus der Sicht der Legionäre beschrieben wird und deren Höhepunkte Holodeck-Simulationen sind, bei denen sie in andere Rolle schlüpfen können – und kämpfen dürfen.

Neben all dem Schlachten und Schnetzeln gibt das Buch nur wenig anderes. Irgendwann scheint dem Autoren eingefallen zu sein, dass man eventuell ja noch eine Beziehung einflechten kann, und lässt eine Außerirdische Prostituierte namens Quartilla auftauchen, die „auf die Bedürfnisse“ der Menschen zurechtgebaut wurde. Im Schummerlicht fälle das ja auch gar nicht mehr so auf. Und da es ja nur eine Prostituierte ist, kann man schnell wieder zum Schlachten und Schnetzeln übergehen.

Dazu kommt ein Schreibstil, der bei mir so gar keinen Gefallen fand. Der Autor fängt gerne die Beschreibung einer Szene an, um dann urplötzlich über ein Wort zu stolpern, dieses mit einer über mehrere Absätze ausgedehnten Anekdote aus dem alten Legionärsleben auf der Erde anzureichern und dann wieder die Szene weiter zu beschreiben. Vielleicht ist es die Konzentration, die mir dabei fehlte, aber ich musste mehrfach wieder zurückblättern, um den Faden wieder aufzunehmen.

Die Anekdoten und Beschreibungen des Heeresleben der Legionäre scheint mir, der sein Latinum aufgrund mangelhafter Büffelbereitschaft nicht erlangt hat, insgesamt durchaus plausibel zu sein, wobei ich mich schon fragte, warum ständig neben Castor und Pollux auch Herkules angerufen wurde, um eine Situation zu überleben – aber durch die ständige Wiederholung nahm ich das dann irgendwann hin. Die Beschreibungen der Formationen, der Disziplin und der Kameradschaft der Legionäre jedenfalls ist ebenso ausführlich wie die Beschreibung vom Schlachten und Schnetzeln.

Ein Kriterium der Lesezwinger-Herausforderung unerfüllt?

Lesezwinger Logo
Lesezwinger Logo

Auf die Herausforderung wurde binnen 24 Stunden, sogar bereits nach 50 Minuten eine Antwort gefunden. Von den Anforderungen an die Geschichte wurden zwei perfekt erfüllt: Es wurden Menschen von Aliens entführt (Römische Legionäre gelten als Menschen) und sie kämpften dann in einem Krieg (sogar mehrere).

Allerdings was ist mit dem „verbessert als Supersoldaten“? Die Außerirdischen haben natürlich großartige Technik, vor allem medizinische, mit denen sie auch ihre gefallenen Soldaten nach einem Konflikt binnen weniger Stunden wieder einsatzfähig machen. Und sie geben ihnen „Ewige Jugend“ als Gratisgeschenk – bzw. schützten sie damit ihre Investitionen. Qualifiziert dies als „verbesserte Supersoldaten“?

Für mich ist „Supersoldat“ als Trope vor allem durch „Captain America“ geprägt, also jemand der mehr oder weniger stark verbessert wurde gegenüber der restlichen Menschheit. Der „Harder, better, faster, stronger“ ist, also ein Superheld – oder meinetwegen auch Superschurke. All das sind die Soldaten hier nicht, auch wenn Drake manchmal ein paar Sachen andeutet, was sich aber auch auf einen Adrenalinausstoß zurückführen lassen kann. Eine „Ewige Jugend“ allein finde ich persönlich da nicht ausreichend, wobei unklar bleibt, ob dies nicht auch nur aufgrund der regelmäßigen medizinischen Versorgung quasi miterfolgt – es wird nur gesagt, dass dies „Geschenk“ ein sehr teures sei.

Nicht so mein Pilum

Das Buch jedenfalls hat mich sehr enttäuscht. Es ist letztlich eine Aneinanderreihung von Schlachten, eigentlich erzählt es davon genau vier, eines pro ellenlangen Kapitel, und die einzige Entwicklung, die wir erleben ist die Militärkarriere von Vibulenus. Zwischenzeitlich wechselt mal der Besitzer und die Farbe der Energiebarrieren im Raumschiff, das war es auch. Mein Bedürfnis, die weiteren Bücher dieser Serie zu lesen, ist so jedenfalls nicht vorhanden.

★★☆☆☆

Hans Zimmers „Time“ (aus „Inception“) auf einem Looping Cello

Hans Zimmer ist seit Jahrzehnten einer der besten Komponisten Hollywoods. Seine Scores sind abwechslungsreich und viele bleiben im Ohr. Für „Inception“ schrieb er mit „Time“ ein grandioses musikalisches Finale (zur Erinnerung hier das Original).

Slashfilms David Chen produzierte dazu diese wunderbare Variante, gespielt auf einen einzigen Cello, das einfach über einen Loopcomputer wiederholt wird und so in eine Art Canon mit sich selbst verfällt. Eine wunderschöne Variante.

(via /Film)

„Thorn Gandir“ – Versuch, aus einer Rollenspielkampagne ein Buchepos zu machen

Bereits Ende letzten Jahres habe ich ein Rezensionsexemplar von „Thorn Gandir“ vom Autorenpaar Judith und Heinz Praßl (erschienen unter der Abkürzung J.H. Praßl) durch den Acabus-Verlag zugesendet bekommen, das mich mit einem interessanten Kniff neugierig machen sollte: Es basiert auf einer vor 20 Jahren als Pen-&-Paper-Rollenspiel entstandenen Welt, bei deren Kampagne sich das österreichische Ehepaar auch nach eigenen Angaben kennen lernte und die heute noch weitergeführt wird. Dabei ist offenbar Heinz der Kopf hinter der Kampagne und Judith die Schriftstellerin.

Der restliche Pressetext stellte natürlich erstmal Vergleiche mit George R.R. Martin an (ist ja auch gerade im Trend) –daher wohl auch „Die Chroniken von Chaos und Ordnung“ als Klammertitel für eine mehrteilige Serie. Für mich klang das aber dann doch eher nach einen recht typischen Fantasy-Epos.

Ewiger Kampf zwischen Chaos und Ordnung

Der Protagonist der Geschichte, Thorn Gandir, ist Teil einer Weissagung, die dem neuen Senatsvorsitzenden Testaceus bei der Opferung eines kleinen Jungen gemacht wird (womit praktischerweise gleich die Gut-Böse-Verteilung erstmal klar scheint). Als Waldläufer, der eigentlich besser mit dem Bogen als mit dem Schwert umgehen kann, kehrt Thorn gerade von einer missglückten Mission zurück, bei der er eigentlich alles Wichtige verlor, aber lässt sich dennoch durch Testaceus zu einer gefährlichen Quest überreden, bei dem ihn eine Söldnerin, ein Kriegspriester und ein Barbar zur Seite stehen, und bei der er nebenbei in dem Gewirr aus Intrigen den vermeintlich richtigen Weg ausmachen muss.

Vom Rollenspiel zu einer Geschichte – kann das klappen?

Cover „Thorn Gandir“ – hat ein schickes Sigil – wirkt aber „selbstgemacht“.
Cover „Thorn Gandir“ – hat ein schickes Sonnen-Sigil – wirkt aber meiner Meinung nach „selbstgemacht“.

Ich gebe zu, als langjähriger Spielleiter war ich durchaus interessiert daran zu sehen, wie man eine Geschichte auf all dem basieren lässt, was man im Spiel gemeinsam erlebt hat. Das Buch hat mich jedoch, um ehrlich zu sein, nicht so wirklich packen können. Vielleicht war es das teilweise sehr abrupte Wechseln der Erzähler-Perspektiven, dass mich aus dem ansonsten sehr gelungenen Schreibstil immer wieder heraus riss, vielleicht war es auch meine allgemein größere Zugangshürde vor Fantasygeschichten, die mich das Buch immer wieder leicht seufzend zur Seite haben legen lassen (weswegen auch diese Rezension viel zu lange auf sich hat warten lassen).

Aber da gab es ja noch die Metaebene. Im Hinterkopf beim Lesen blieb mir natürlich immer die Frage, welche Elemente aus der Geschichte wohl Rollenspiel-basiert wären. Schnell wurde mir klar, dass das Setting im Rollenspiel gewachsen sein muss – ehrlich gesagt schon auf den ersten Seiten, als die Karten die Welt vorstellen. Ich kenne selbst meine (grausam schlecht) handgezeichneten Kartenwerke, die geologisch kaum wirklich einen Sinn ergeben, da sie immer weiter erweitert wurden, wie man es eben brauchte. Die sind hier schon etwas besser, aber vielleicht hätte der Verlag ein klein wenig Geld einem Illustrator geben können, der das Kartenwerk nochmal umsetzt – denn in der gedruckten Ausgabe sind diese nicht nur nicht wirklich ansehnlich, sondern auch noch teilweise unleserlich. Wobei das von einem kleinen Verlag natürlich auch viel verlangt ist (das Lektorat und der Satz gehen dafür sehr in Ordnung). Ich vermute, dass einfach das Material, das während der Kampagne entstanden ist, vom Verlag eingescannt wurde (die Quellangabe deutet auch darauf hin). Eine weitere Illustration des Porträts von Thorn Gandir sowie das Umschlagmotiv (siehe Kasten) stammen demnach ebenfalls vom Autorenpaar, erstere ist durchaus gelungen.

Laut den Quellenangaben wurde im Spiel offenbar Midgard verwendet. Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich, so ich mich erinnere, nur ein- bis zweimal Midgard gespielt habe und auch nur kurzzeitig das Grundregelwerk in meinem Regal hab verstauben lassen, so dass ich nicht wirklich sagen kann, welche Begrifflichkeiten Midgard-typisch sind. Das Setting selbst basiert jedenfalls vielmehr auf einem alten Rom, dass seine Blütezeit längst überschritten hat und von vielen Fürstentümern und sogar einem Elbenreich umgeben ist.

Ansonsten merkte ich tatsächlich wenig wirklich Rollenspiel-spezifisches, wie beispielweise typische (und nervige) Szenen die nur durch Würfelpech entstehen – was durchaus auch ein Verdienst der Autoren sein wird, die sehr flüssig schreiben, was man gerade bei einem Erstlingswerk durchaus positiv hervorheben sollte.

Transport in ein anderes Medium

Mich hat das Buch dann aber doch zwiegespalten zurückgelassen. „Thorn Gandir“ hat mich, wie gesagt, nicht so wirklich fesseln können und lässt als erster Teil einer Saga naturgemäß vieles offen.

Aber: Es ist durchaus spannend, einmal aus einer Rollenspielkampagne heraus etwas in ein anderes Medium zu transportieren, wo es doch sonst gewöhnlich nur in die andere Richtung passiert. Die Kunst ist dabei so etwas zu realisieren, ohne in das Klischee zu verfallen, nur seinen eigenen Charakter groß herausstellen zu wollen („Don’t tell me about your character!“). Das ist eine Leistung, die mich auf dieser durchaus überzeugt.

Erwähnenswert ist noch, dass das Autorenpaar eine eigene Internetseite www.chaosundordnung.com mit vielen Hintergrundinformationen betreibt, die weit über das Register am Ende des Buches hinausgeht.

★★★☆☆

Praßl, J.H: „Chroniken von Chaos und Ordnung. Band 1: Thorn Gandir – Aufbruch“, ACABUS Verlag, 2013. ISBN: 978-3862822102. Eine Leseprobe hat der Verlag online gestellt.

Dank an den Verlag für das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplars.

Gesucht – Gefunden! (1)

Ich versuche mich mal an einer kleinen, neuen und losen Serie, in der ich mehr oder weniger skurille Suchanfragen, die jemanden hier ins Blog geführt habe, knapp zu beantworten versuche.

„kickstarter ohne kreditkarte“

Geht nicht. Eventuell hast Du mit einer Prepaid-Kreditkarte Glück.

„stargate letzte folge“

Die letzte Folge von Stargate SG-1 hieß „Enlosigkeit“ („Unending“) und lief am 26. September 2007 in Deutschland auf RTL 2. Es folgten aber noch zwei Fernsehfilme, „Stargate: The Ark of Truth – Die Quelle der Wahrheit“ und „Stargate: Continuum“. Das Ende des Franchise war es auch nicht, es folgten noch einige Staffeln Stargate Atlantis und zwei Staffeln von „Stargate Universe“.

Die letzte Folge des Stargate-Franchises ist aus „Stargate Universe“, hieß „Im Ruhezustand“ („Gauntlet“) und lief am 12. Mai 2011, nur drei Tage nach der US-Ausstrahlung, bei uns auf dem Pay-TV-Sender SyFy.

Dazu passt:

„stargate universe nachfolger“

Leider ist derzeit keine neue Serie in dem Franchise zu erwarten. Die Rechte liegen nach wie vor bei MGM, die aber keinen Abnehmer finden – der bisherige, SyFy, macht derzeit lieber Serien in neuen Franchises wie „Defiance“, die ihnen ganz gehören und mit deren Weitervermarktung sie so mehr Geld machen können.

Da MGM als Studio zwischenzeitlich ziemlich gestrauchelt ist, besitzt es nicht praktischerweise einen eigenen größeren Kabelkanal, für den sie es produzieren könnten. Und selbst wenn es eine solche Konstellation geben würde, wäre das immer noch kein Garant – siehe „Star Trek“.

„stargate atlantis staffel 6“

Würde ich auch angucken. Wird es aber auch nicht geben.

„noah hathaway unfall“

Öh, keine Ahnung. Kurz googlen – ah: Der Darsteller des Atréju aus dem unsäglich schlechten „Unendlichen Geschichte“-Film hatte tatsächlich mal einen Unfall – das war aber bereits 1989, was seine Karriere als Jazz-Dance-Lehrer abbrach (Jazz-Dance-Lehrer? Wirklich?). Seit 2012 ist er aber wieder als Schauspieler agiert. Auch wenn das bisher nur in einem solch obskuren Folterfilm wie „Sushi Girl“ stattfindet.

„looking 4 myself“

Hoffe, Du hattest Glück bei der Suche. Ansonsten kann ich Dir da leider nicht helfen, befürchte ich.

„mass effect 3 alle dlc“

Bin ich durch. Also die Einzelspieler-DLC. Lohnen sich größtenteils.

„teeniegöre“

Selber!

„elbenkleider herr der ringe“

Als erfahrener Modeblogger (*hust*) muss ich darauf hinweisen, dass diese seit einigen Jahren soetwas von out sind …

„hosteurope domainumzug“

Das klappt problemlos. Diese Domain ist jetzt glücklich bei DomainFactory, nachdem sie bei HostEurope jahrelang war. Der Umzug ist nur etwas stressig, man braucht einen guten Plan, eine noch bessere Checkliste und etwas Geduld. Aber das gilt ja wohl für jeden Umzug.

Ja, ich weiß, dass DomainFactory mittlerweile von HostEurope gekauft wurde. Im Prinzip hätte ich mir den Stress also vielleicht damals sparen können (*seufz*).

„ron müller langen“

Ich kann zu-langen, ja (Superwitz!). Aber ansonsten habe ich tatsächlich rein gar nichts mit Langen zu tun.

„ich hasse kettenbriefe“

Ich auch. Schickst Du diese Anfrage bitte noch an zehn weitere Blogs? Falls nicht, passiert ein Unglück in der Welt, schalte heute Abend die Nachrichten ein und sage nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt!

„kühe umkippen“

Ist nicht nur Tierquälerei sondern „Kühe kippen“ soll auch eine urbane Legende sein und gar nicht klappen. Unklar ist, wie es mit anderen landwirtschaftlichen Jugendstreichen aussieht, zu überprüfen wäre beispielsweise noch „Schafe stapeln“.

„man of steel muskeln“

Ja, das sind wirklich ordentliche Muckis unseres Lieblings-Kryptoniers im Film. Ich habe aber keine Messergebnisse parat, tut mir leid.

„man of steel müller“

Wirklich toller Spitzname für mich, danke (*heldenposeeinnehm*).

„do you wanna date my avatar“

Ich habe ihn gerade nicht ganz vor Augen, magst Du ihn mir nochmal schicken?

„real humans staffel 2“

Lief in Schweden gerade, arte hat noch nichts angekündigt.

„mockingjay übersetzung“

Die korrekte Übersetzung von „Mockingjay“ ist laut dem Oetinger-Verlag offenbar „Flammender Zorn“.

Die ebenfalls so referenzierte Vogelspezies ist nämlich nur fiktiv, wurde mit „Spotttölpel“ übersetzt und freut sich sicher über die tollen drei „t“ in ihrem Namen. Eigentlich ist die richtige Übersetzung von „Jay“ aber „Garrulus“, eine Rabenvogel-Art bzw. Häher, Tölpel findet man eher am Wasser und zeichnen sich durch ihre tollen Pelikan-Füße aus, die Collins meines Wissens aber gar nicht beschreibt. „Spotthäher“ klingt aber nicht so gut. Da die Spezies aber, wie gesagt, fiktiv ist, kann auch der Name ruhig fiktiv bleiben.

„the philosophers – wer überlebt?“

Also das wären nun wirklich Spoiler! Ich kann doch nicht verraten, wer in einem rein fiktiven Gedankenexperiment am Schluss noch im Klassenraum übrig bleibt.

„metafrage“

Gute Frage. Habe ich aber auch keine Antwort darauf.

„keanu reeves größe“

Keanu Reeves (1,85 m) ist genau einen halben Meter größer als Peter Dinklage (1,35 m) – oder besser gesagt: Ein Neo entspricht 1,37 Tyrions in Körperhöhe. In richtiger Größe hingegen …

„cw in deutschland empfangen“

Live geht das gar nicht, dafür gibt es quasi keine Satelliten-Feeds, die soweit um die Erde herumreichen. Zumal es ja auch nicht nur ein CW-Sender gibt, sondern das eine Kette ist. Und wer möchte auch um 2 Uhr nachts sich noch ein Hauptabendprogramm ansehen?

Was aber möglich wäre (*hust*), ist, einzelne Serien des Networks über Hulu zu gucken – dort sitzt aber ein feister Geo-Block zwischen, der sich zwar nicht einfach, aber durchaus mit Proxies oder VPN umgehen lassen … äh …können soll (*hust*).

„game of thrones staffel 3 im deutschen free tv“

Kommt laut DWDL Anfang März Sonntags abends. Und wenn Tyrion sich da neben seinen Bruder Jamie stellen sollte, haben wir fast den richtigen Vergleich zu Neo. (Nikolaj Coster-Waldau ist 1,87 m oder 1,385 Peter Dinklages groß.)

PC-Game „Broken Age“ (Kurzkritik)

Seit vorgestern gibt es mit „Broken Age“ das neue Spiel von Ron Gilbert und Tim Schafer („Monkey Island“) für Kickstarter-Unterstützer (aus der Kampagne: „Double Fine Adventure“). Allerdings bisher nur Akt 1, den ich mir aber gleich heruntergeladen und durchgespielt habe (Akt 2 soll noch dieses Jahr folgen – ein Modell, dass sie sich wohl von Telltale Games abgeguckt haben).

Die Handlung(en)

Es gibt zwei parallel laufende Handlungsstränge, einer dreht sich um den Jungen Shay (gesprochen von Elijah „Frodo“ Wood), der auf einem computergesteuerten Raumschiff im Weltall aufwächst und von computergesteuerten Puppen großgezogen und hermetisch von allem bedrohlichen abgeriegelt wird. Natürlich muss man rebellieren.

Das Sci-Fi-Bett von Shay („Broken Age“-Spiel von Double Fine)
Das Sci-Fi-Bett von Shay („Broken Age“-Spiel von Double Fine)

Der andere Handlungsstrang geht ebenfalls um einen rebellischen Teenager, allerdings diesmal um ein potenzielles Opfer namens Vella, das von ihrer Familie dem regelmäßig wiederkehrenden Monster als große Ehre vorgeworfen werden soll.

Eigentlich ein typisches Adventure

Liebevoll gemachte Grafik, überall schimmert der tolle skurille Humor von Gilbert und Schafer durch, und doch ist er nicht ganz das, was man sich eigentlich erhofft hat. Das Spiel bringt Spaß, hat eine super-einfache Steuerung aber ist (leider) rätseltechnisch ebenfalls super-einfach. Entsprechend schnell fliegt man geradezu durch das Spiel. In den wenigen, potenziell frustrienden Festbeiß-Szenen bietet es praktischerweise immer die Möglichkeit, zu den anderen Handlungsstrang frei zu wechseln.

Vella beim Festmahl („Broken Age“-Spiel von Double Fine)
Vella beim Festmahl („Broken Age“-Spiel von Double Fine)

Entsprechend schnell hat man es durchgespielt. Sicher, die Absurdität erinnert an die guten alten Klassiker wie „Monkey Island“, überall gibt es charmant durchgeknallte Details in diesen seltsamen Welten. Das Spiel ist auch nicht schlecht, im Gegenteil. Aber ihm fehlt dann doch noch das gewisse Etwas – das hoffentlich der zweite Part noch bringen kann.

Bis dahin vertröstet ein durchaus interessanter Cliffhanger.

Für alle Nicht-Kickstarter erscheint das Spiel am 28. Januar 2014 und es kann derzeit auf Steam mit Discount vorbestellt werden.

★★★★

Die „American Gods“-Ente

Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wie gutgläubig wir Gerüchte übernehmen und weiterverbreiten, die so einfach durchschaubar sind und bei der sich keiner auch nur die Mühe macht, eine weitere Quelle herauszusuchen.

Deutsches Cover „American Gods“, Heyne-Verlag 2005
Deutsches Cover „American Gods“, Heyne-Verlag 2005

Seit Freitag Abend gibt es das Gerücht, dass HBO das Kultbuch „American Gods“ von Neil Gaiman zu einer mindestens sechs Staffeln umfassende Serie verwandeln will. Das ist erstmal eine echt coole Nachricht, zumal HBO mit „Game of Thrones“ momentan die erfolgreichste Fantasy-Serie schlechthin im Programm hat und Gaimans Buch Kult ist.

Leider ist das aber eine alte Sau, die dort durchs Dorf getrieben wird. Und die Quelle, auf die in unzähligen Twitter-Beiträgen verwiesen wird ist alles andere als gut. Was man auch als ungeübter Blogger leicht erkennen kann:

  1. Kein Sender, auch kein so vermeintlich reicher wie HBO, ordert gleich sechs Staffeln sondern stellt maximal in Aussicht, dass es so viele Staffeln geben könnte. Selbst bei „Game of Thrones“ hat es eine Staffel gedauert, bis sich der Pay-TV-Sender zu der Äußerung ausließ, dass er alle Bücher verfilmen will. Und diese Aussage zählt auch nichts, sobald die Quoten wieder mau sind, kann und wird auch diese Serie abgesetzt werden.
  2. Die Quelle, die dies berichtet, ist Patheos.com. Schon mal gehört? Nein? Ich auch nicht. Daher erstmal Vorsicht. Zumal das Hauptthema dort Paganismus ist, also um Naturreligionen. Klingt nicht wirklich nach Brancheninsider, oder?
  3. Patheos.com verweist als eigene, angeblich brandheiße Quelle auf einen Bericht auf Screenrant.com. Dieser ist jedoch bereits zwei Jahre alt, wie man leicht erkennt. Screenrant verweist wiederum auf den Hollywood Reporter als Quelle. Letzterer ist mittlerweile hinter einer Paywall, aber man kann dennoch auf der Seite erkennen, dass auch deren Artikel von 2011 ist. Beides ist kein Grund es als „Official“ zu bestätigen.
  4. Es gibt, wie man leicht über eine Suchmaschinenanfrage feststellen kann, viele Gerüchte rund um eine American God-Serie, aber keine aktuelle Nachrichten-Quelle, die nicht irgendwie rund um Patheos angesiedelt ist. Neil Gaiman schreibt angeblich selbst daran, das aber schon seit Jahren. Aber man findet keine aktuelle Quelle, die eine Serienorder bestätigt. Bis auf ausgerechnet die eigentlich renommierte britische Filmzeitschrift Empire. Die sind aber, leider, auch nur auf den Zug aufgesprungen, den Patheos losgetreten hat, und führen keine weiteren Quellen an, ironischerweise überspringen sie sogar die Quelle von Patheos und verlinken gleich auf Screenrant. (Mittlerweile haben sie den Artikel sang und klanglos wieder gelöscht, eine Kopie liegt aber im Cache noch herum.)

Neil Gaiman hat dann auch am Sonntag selbst den Wind aus den Segeln gelassen:

Dies hat mittlerweile auch Patheos.com bemerkt und ihren Artikel damit ergänzt. Allerdings haben Sie sich eine neue Unterstützungsquelle gesucht um damit Gaiman Lügen zu strafen: ausgerechnet den Artikel von Empire.com.

Manchmal sollte ich fürs Bildblog schreiben …

Die verlorene Episode von „Middleman“

„The Middleman“ war eine grandiose und (viel zu) kurzlebige TV-Serie, die 2008 auf ABC Family ausgestrahlt wurde. Die Mischung aus Agentenfilm, Action, Comedy, Mystery und Science-Fiction war einzigartig und schien direkt den Seiten eines abgedrehten Comics entsprungen. Und erstaunlicherweise ist „Middleman“ tatsächlich auch auf einer Comicreihe basiert. Jede Episode glänzte auch mit liebevoll eingestreuten Popkulturreferenzen inkl. mindestens einem Wilhemsschrei.

Die Serie war durchgeknallt und großartig zugleich, brachte also sehr viel Spaß – und war vollkommen fehlplatziert auf den Teenie-Herzschmerz-orientierten Kabelkanal, der sich eigentlich gerade entschlossen hatte, das neue „The WB“ zu werden. Zwölf Episoden später war sie dann auch schon wieder Geschichte.

Auf der San Diego Comiccon 2009 haben sich dann die Darsteller, darunter auch der immer grandiose Marc Sheppard, zusammengefunden und eine unverfilmte Episode live vorgelesen. Erst jetzt hat ein Fanmitschnitt davon den Weg ins Internet gefunden und wurde auf dem Tumbler von Hauptdarstellerin Natalie Morales veröffentlicht, mit der von ihr geäußerten Hoffnung auf diesem Wege einen „Middlemovie“ zustande zu bringen. Das klingt zwar ziemlich unwahrscheinlich, aber hey: das „Veronica Mars“-Team hat es gerade auf Kickstarter vollbracht.

Und wenn jetzt genügend Leute dieses Video gucken … äh … ach einfach genießen:

Ein Buch in Einzelfolgen: „The Human Division“ erschließt alternative Publikationswege

Ich bin ein Serienfreak. (Okay, das war keine großartige Erkenntnis.) Und dazu noch einer, der möglichst nah an der Ausstrahlung sein möchte. So kann ich zum einen die Gefahr, gespoilert zu werden, minimieren und zum anderen mich mit anderen Freaks über das gerade Konsumierte austauschen.

Mit dem E-Book „The “B” Team“ fängt alles an. Auch alle weiteren „Folgen“ haben eigene Cover
Mit dem E-Book „The “B” Team“ fängt alles an. Auch alle weiteren „Folgen“ haben eigene Cover

Natürlich schaffe ich es aber nicht, mit meinem Serienkonsum auch wirklich alles zu gucken. Dafür fehlt ganz einfach die Zeit. Daher habe ich viele Perlen verpasst und erst später in Marathon-Sitzungen mit den ganzen Staffelboxen nachgeholt.

Beide Konsumformen haben für mich nach wie vor ihren Reiz. Auch wenn ich das erste in der Regel bevorzuge.

Bei dem Konsum von Büchern war das bisher für mich anders: Dort galt es für mich bisher immer auf den nächsten Roman einer Reihe zu warten. Sozusagen auf die nächste Staffel, denn der Abstand zwischen dem Erscheinen zweier Romane beträgt in der Regel mehrere Monate, manchmal sogar Jahre.

Seit Anfang des Jahres lese ich aber in wöchentlicher Ausstrahlungsform. John Scalzi ist mit „The Human Division“ in sein „Old Man’s War“-Universum zurückgekehrt und hat dabei zusammen mit seinem Verlag eine (vermeintlich) neue und innovative Publikationsform gewählt: Das Buch erscheint häppchenweise, immer ein kleiner in sich abgeschlossener Abschnitt. Vielleicht eine halbe bis dreiviertel Stunde Lesezeit insgesamt. Jeder dieser Abschnitte erscheint als E-Book zum Preis von 99 US-Cent und ist auch über deutsche Anbieter entsprechend preisgünstig zu bekommen.

Und plötzlich habe ich beim Lesen tatsächlich ein ganz anderes Gefühl. Jede Nacht von Montag auf Dienstag erscheint eine neue „Folge“ auf meinem E-Book-Reader. Ich habe dann eine Woche Zeit, diese neue Folge zu lesen. Okay, eigentlich sogar noch länger, denn ich bin ja an keine Ausstrahlungszeit gebunden. Aber wenn ich den Diskussionsthread besuchen möchte, den der Verlag für jede neue „Folge“ im Internet aufmacht, dann sollte ich mich mit dem Lesen sputen. Und genau das erhöht plötzlich meinen Lesespaß deutlich. Wie eine Diskussion über die letzte TV-Episode kann man sich mit den Spekulationen und Interpretationen von anderen nach Lust und Liebe auseinandersetzen und bekommt gleichzeitig auch ein paar Details aufgezeigt, die man selbst so nicht beim ersten Lesen entdeckt hat.

Sicher, der Fortsetzungsroman als solches ist alles andere als Neuland. Und gerade im SF-Bereich gibt es ja auch bereits einiges, wie die Groschenromanreihe „Perry Rhodan“. Aber dies ist schon noch etwas anderes. Der Roman wurde so konzipiert, dass die „Häppchen“ durchaus auch einzeln gelesen werden könnten. Die Geschichte selbst ist solide, führt den Handlungsbogen der bisherigen vier Bücher in sich schlüssig weiter, so weit ich das bisher beurteilen kann. Sie hat mich bisher noch nicht komplett überrascht, aber sie ist gut genug, dass ich mich unterhalten gefühlt habe und mein „Abo“ der kommenden Folgen noch nicht abgebrochen habe.

Am Ende erscheinen alle Einzelepisoden natürlich auch noch als komplettes Buch. Sozusagen als Staffelbox. Ein Vorteil gibt es dann doch noch gegenüber der TV-Serie: Diese Staffel ist bereits fertig produziert, es ist derzeit also sehr unwahrscheinlich, dass sie mittendrin wegen schlechter Quoten abgesetzt wird …

John Scalzi

„The Human Division“.

Englischsprachige Buchserie bei Tor Books in 13 wöchentlich erscheinenden Folgen.

Erste Folge: „The B Team“, E-ISBN: 978-1-4668-3051-6