Oscar-Kandidat „Moonlight“ (Kino-Kritik)

Chiron ist ein Auenseiter in der Schule, und wchst bei seiner alleinerziehenden und drogenabhngigen Mutterin Florida auf. Auf der Flucht vor ein paar Klassen-Bullys lernt erJuan (Mahershala Ali) kennen, einen Drogendealer, der ihn etwas unter seine Fittiche nimmt und fr den Little genannten Jungen (Alex Hibbert) eine Vaterfigur wird. Jahre spter hat Chiron als Teenager (Ashton Sanders) nicht nur seine erste sexuelle Erfahrung, sondern muss sich auch entscheiden, ob ersich gegen die Bullys behaupten mchte. Und als imposanter Erwachsener (Trevante Rhodes) muss er sichder erneut der Frage stellen, ob der eingeschlagene Weg der richtige fr ihn ist

Moonlight ist ein einfhlsamer Coming-of-Age-Film, welcher genauso wie sein zurckhaltender Protagonistviel mehr in seinen kleinen Details zeigt alsdurch seine Dialoge erklrt. Alle drei Darsteller von Chiron sind gleichermaen fesselnd und erzhlen doch eine gemeinsame Lebensgeschichte in drei Akten, ohne dabei in typischen Klischees zu zerflieen. Und selbst, wenn der Erwachsene Chiron mit goldenen Angeber-Veneers herumluft, ist dies mehr als nur ablenkend es ist tatschlich relevant fr den Gemtszustand des Film-Protagonisten.

Chiron als Teenager (Ashton Sanders, Foto: A24/DCM)
Chiron als Teenager (Ashton Sanders, Foto: A24/DCM)

Moonlight hat bereits den Golden Globe als bestes Drama gewonnen, ob es gegen den Behemoth La La Land aber bei den Oscars eine Chance hat, wird sich erst noch zeigen mssen. Unabhngig davon ist er ein uerst sehenswerter Film, welcher zeigt, dass auch in einer Welt durchzogen von Drogen und Gewalt leise Tne existieren und Vieles beeinflussen.

Moonlight(USA 2016)

Regie:Berry Jankins

Drehbuch: Barry Jenkins, basierend auf der Story von Tarell Alvin McCraney

Darsteller:Alex Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali

★★★★★

Moonlight luft ab dem 09.03.2017 in unseren Lichtspielhusern.

Schwanengesang eines Superhelden – Kino-Kritik: „Logan“

Das Jahr2029. Seit langem wurden keine neuen Mutanten mehr geboren und ihre Zahl reduziert sich stndig. Logan (Hugh Jackman, Prestige) arbeitet in Texas als Limo-Fahrer und setzt sein mhsam verdientes Geld in illegale Drogen um. Er ist alt und krank geworden. Gleiches gilt auch fr Professor X, Charles Xavier (Patrick Steward, Star Trek), mit dem er zusammen kurz hinter der Grenze Mexikos einen Schrottplatz bewohnt.

Viel Zeit scheint beiden ohnehin nicht zu bleiben,als Logan pltzlich eine Mexikanerin zusammen mit ihrer schweigsamen Tochter (Dafne Keen) aufsucht und um Hilfe bittet denn sie werden verfolgt. Verfolgt von eben denselben Schergen, die einst fr Logans Transformation in die Kampfmaschine Wolverine zustndig waren. Und gerade deswegen ist ausgerechnet Wolverine die einzige Hoffnung der beiden, nach Norden ins vermeintliche Eden von Kanada zu fliehen

17 Jahre, siebenFilme (und zwei Cameos)

Im Jahr 2000 schlpfte ein damals noch recht unbekannter Hugh Jackman das erste Mal in die Rolle des Comichelden Wolverine in Bryan Singers X-Men. Siebzehn Jahre spter spielt er sie nun dem Vernehmen nach ein letztes Mal und er spielte sie tatschlich nie so intensiv, wie in Logan.

Alle Auftritte von Hugh Jackman als Wolverine:

  1. X-Men (2000)
  2. X-Men 2 (2003)
  3. X-Men: Der letzte Widerstand (2006)
  4. X-Men Origins: Wolverine (2009)
  5. X-Men: Erste Entscheidung (2011, nur Cameo)
  6. Wolverine: Weg des Kriegers (2013)
  7. X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014)
  8. X-Men: Apocalpyse (2016, nur Cameo)
  9. Logan: The Wolverine (2017)

Sein Abschlussfilm ist ein untypischer Superheldenfilm, es ist eher ein Road-Movie, ein wenig auch ein Westernoder auch eine obskure Kreuzung zwischen Little Miss Sunshine und Universal Soldier: Eine dysfunktionale Familie reist durch Maisfelder-geprgte Landschaften verfolgt von Super-Soldaten und deren Erschaffern

Wolverine (Hugh Jackman) trainiert ausnahmsweise mal nicht mit den Treckerreifen (Foto: 20th Century Fox)

Der Film von Regisseur und Drehbuchautor James Mangold ist gewaltttiger und hrter als das meiste, was man sonst aus dem X-Men-Universum kennt. Die Protagonisten sind nicht durch den Plot allein kugelsicher sterben aber auch nicht einfach so aus purer Whedonscher Effekthascherei. Natrlich werden auch in Logan faszinierende Superkrfte demonstriert, aber sie werden nie eingesetzt, um mal eben noch eine coole Actionszene einzubauen oder um Effektjunkies zu bedienen, der Fokus liegt auf den Charakteren und hier knnen Jackman und Stewart zeigen, zu was sie als Darsteller noch alles fhig sind.Auch Newcomerin Dafne Keen spielt durchaus intensiv es sind die Bsewichter, hierBoyd Holbrook (Milk) als Pierce undRichard E. Grant (Dracula) als Dr. Rice, die abermals etwas unterfordert bleiben und deren Motivationen leider recht undurchsichtig sind, aber das scheint ein allgemeines Marvel-Problem zu bleiben.

Dass 20th Century Fox es schafft, aus der Spirale der immer bombastischeren Steigerungen anderer Superheldenfranchises die sie ja auch gerade selbst mit den X-Men-Filmen so lange mit vorangetrieben haben auszubrechen, ist eine angenehme berraschung: Letztes Jahr war es Deadpool, dieses Jahr Logan, die beweisen, dass mehr als die stndige Formel X im Superhelden-Kino steckt. Und ein weiterer Ableger aus dem X-Men-Universum, Legion, schafft gerade dasselbe fr die Mattscheibe.

Das X-Men-Film-Universum wird erwachsen

Neben dem MCU wird gerade also auch das X-Men-Film-Universum erwachsen und erobert neue Genres auch wenn Fox dabei auch noch etwas am Stolpern ist: Nach dem bei Kritikern und der Kinokasse gleichermaen kaum beliebten X-Men: Apocalypse, dem reinrassigen Flop Fantastic Four und dem berraschungsmegahit Deadpool hatte Fox den eigentlich fr Oktober geplanten X-Men-Film Gambit bereits mit dem zweiten Kingsman-Film berplant.

Logan ist die einzige Hoffung fr das junge Mdchen (Dafne Keen,Foto: 20th Century Fox)

Autor/Produzent Simon Kinberg, der seit einigen Jahren bei Fox die Marvel-Zgel in der Hand hlt, weist also bisher ein recht gemischtes Zeugnis auf. Ob der Gambit-Film doch noch ein Go erhlt ist weiter fraglich, genauso steht bisher bei dem X-Force-Film noch nichts fest. Sicher ist derzeit nur Deadpool 2, wann dieser jedoch kommt ist noch unklar, derzeit sind fr November 2018 und Februar 2019 aber zwei Pltze in der Programmplanung von Fox fr Marvel-Filme freigehalten und natrlich ist gerade jetzt mit dem Start des Filmes die Gerchtekche am Brodeln, nachdem vermeintlich Kinberg selbst in den Regiestuhl steigen soll.

Eine Fortsetzung von Logan wird es nicht geben,jedenfalls nicht mit Hugh Jackman.Sein Abschlussfilm bertrifft aber alle Erwartungen das Superheldengenre hat im Kino wieder mehr zu bieten.

Logan: The Wolverine(Logan, USA 2017)

Regie:James Mangold

Drehbuch:James Mangold und Scott Frank

Darsteller:Hugh Jackman, Patrick Stewart, Dafne Keen

Score:Marco Beltramis Score ist routiniert aber passend.

Abspannsitzenbleiben? War bei der Pressevorfhrung nicht ntig, es heit aber, dass mittlerweile den Kinos eine drei Minuten lngere Fassung ausgeliefert worden ist.

★★★★

Logan: The Wolverine luft ab dem 02.03.2017 in unseren Lichtspielhusern.

Fantastische Trailer und wann sie zu finden sind (#2)

Plan B – Scheiß auf Plan A

Allein die offizielle Zusammenfassung des Films ist entweder herrlich ironisch-retro oder völlig verpeilt: „Als drei junge Martial Arts Profis sich auf eine unermüdliche Jagd durch Berlin begeben, um ihren Freund aus den Fängen eines skrupellosen Gangsters zu befreien, werden sie in eine Verschwörung verwickelt, die sie bis in die Unterwelt Berlins verschlägt.“ Der Film läuft am 8. Juni 2017 bei uns an.

King Arthur: Legend of the Sword

Guy Ritchie macht einen Film über die Artussage im Stil seiner Sherlock Holmes-Filme – also extrem stylisch und so, aber vermutlich mehrfach über das Ziel hinausschießend. Auch sein Watson, Jude Law, darf wieder dabei sein als Widersacher Vortigern, und Charlie Hunnam darf wieder einmal ungekrönter König sein. Hmm, bin da noch sehr unschlüssig … (Ab 11.05.2017)

Iron Fist Featurette: „Ich bin Danny“ (OmU)

Nach wie vor freue ich mich auf diese Serie und Game of Thrones-Alumni Finn Jones mal in einer Hauptrolle zu sehen. Ab 17.03.2017 bei Netflix.

„Arrival“ macht alles richtig – aber wird trotzdem keinen Oscar gewinnen

Um es gleich deutlich zu sagen: Arrival ist ein absolut brillanter Film. Auf allen Ebenen. Was ihn so besonders macht, schildert der Nerdwriter in einem gewohnt groartigen Video-Essay (Vorsicht, Spoiler im Video):

Das Problem von Arrival ist aber die Academy, welche die Oscars verleiht, und die Tatsache, dass der Haupteinfluss auf die Academy immer noch von der Gruppe der Darstellern ausgeht. Dass Amy Adams fr ihre Leistung als Hauptdarstellerin in dem Film noch nicht einmal nominiert wurde, reduziert einen Sieg als BesterFilm gewaltig, eigentlich sogar auf Null, denn die Gruppe derSchauspieler stellen eine Mehrheitin der Academy, und Chancen auf die Haupttrophe haben daher in aller Regel nur Filme, bei denen auch mindestens ein Darsteller nominiert wurde.

Amy Adams in Arrival (Foto: Sony Pictures)

Generell gilt bei den Oscars, dass die Academy-Mitglieder ber die Preise aus dem Bereich entscheiden, in dem sie auch selbst arbeiten. Daher hat Arrival auch durchaus in einigen Bereichen noch eine Chance, besonders im Bereich der Regie,denn die Gruppe isterfahrungsgem gerne etwas progressiver in ihrer Vergabe (so gewann 2014 bspw. Gravity-Regisseur Alfonso Cuarn den Goldjungen). Auch im Bereich der Kamera, den beiden Tonkategorien, Schnitt, dem adaptierten Drehbuch und Schnitt sind noch Chancen da. Man sollte sie aber nicht zu hoch ansetzen zu stark ist derzeit das Momentum, das La La Land nahezu alle wichtigen und unwichtigen Preise einheimsen lsst und mit einer Rekord-Nominierungsanzahl von 14 ins Rennen geht.

Arrival ist zusammen mit Moonlight mit je acht Nominierung deutlich im Hintertreffen aber immer noch sehr stark. Dennoch ist gerade hierbei esrgerlich, dass der Score des Films disqualifiziert wurde, da er sich an bereits benutzter Musik von Max Richter bedient: Es wurde sein traumhaft-melancholisches Stck On the Nature of Daylight benutzt, dasunter anderen bereits 2006 fr den Film Schrger als Fiktion eingesetzt wurde. Dabei ist auch gerade Jhann Jhannssons bernatrliche Musik absolut hrenswert.

Nun gut. Ich gnne ja dem Revival des Hollywood-Nostalgie-Musicals den aktuellen Durchmasch, auch wenn es die Preisverleihung jetzt schon langweilig macht. La La Land macht als Film in seinem Genre alles richtig und brachte tatschlich auch mir als Musical-Muffel Spaߠich hattewochenlang einen Ohrwurm. Und es ist ja auch schon einige Zeit lange her, dass ein Musical einen Oscar gewonnen hat (es war 2002der Film Chicago).

Aber: Es hat in all den Jahren bisher nur ein einziger Fantasy-Film einen Oscar als Bester Film gewonnen (Herr der Ringe: Die Rckkehr des Knigs, 2003) undnoch nie ein Science Fiction-Film! Es wre doch eigentlich mal an der Zeit, oder?

Arrival erscheint Ende Mrz auf DVD und Blu-ray.

Thors Mitbewohner, Teil 2

Vor einiger Zeit hatte Regisseur Taika Waititi die Frage, wo denn eigentlich Thor während des Civil War-Zwischenspiels gewesen war, ironisch mit einem kleinen Kurzfilm beantwortet: Team Thor. Eine kleine Fortsetzung (s.o.) dazu erscheint jetzt im Rahmen der Veröffentlichung von der Blu-ray von Doctor Strange.

Waititi ist gerade in der Post-Production-Phase von dem dritten Film der Saga, „Thor: Ragnarok“ soll im Herbst dieses Jahres in unsere Lichtspielhäuser kommen.

Fantastische Trailer und wann sie zu finden sind (#1)

Ich probiere mal eine neue Rubrik ins Blog zu hieven: In unregelmäßigen Abständen gibt es jetzt hier bemerkenswerteste neue Trailer der letzten Tage plus meine unqualifizierten Kommentare dazu. 

Ghost in the Shell

Scarlett Johansson sieht in dem Remake des Anime-Klassikers immer noch großartig aus. Dennoch überwiegt bei mir noch die vorsichtige Skepsis. Ab 30. März 2017 läuft der Film bei uns in den Lichtspielhäusern an.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Nicht so gut wie der erste Trailer, aber immer noch einiges an durchgedrehter Action versprechend. Dazu kommt die Nachricht, dass Test-Screenings des Films enthusiastisch von dem besten Marvel-Film aller Zeiten sprechen … Geplanter Start: 27.04.2017

Marvel’s Iron Fist

Noch mehr Marvel: Der vierte Defender taucht endlich auf und nachdem ich bei „Luke Cage“ recht enttäuscht war, hoffe ich hier deutlich auf Besserung. Der Trailer macht jedenfalls schon Lust auf das nächste Binge-Erlebnis. Ab 17. März 2017 gibt es alle Folgen der ersten Staffel auf Netflix.

Pirates of the Caribbean – Salazars Rache

Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie habe ich trotz des letzten Reinfalls des Franchises wieder etwas Lust auf all die durchgeknallten Piraten … Soll nach einer Termin-Rochade mit Star Wars nun am 25.05.2017 bei uns in den Lichtspielhäusern starten.

Fundstück: Foren-Rollenspiel in „Fallout 4“

Beim letzten Steam-Sale habe ich mir Fallout 4 gegnnt, ein postapokalyptisches Open-World-Computer-Rollenspiel. Auch wenn ich die Hauptstory des Spiels nicht wirklich prallefand (zu viele Inkonsistenzen, schlechte Implementation von Optionen), haben mich viele Details am Rande und ein netter Humor dann doch ber Stunden an den Rechner gefesselt.

ber einesder vielen Details habe ich mich auch wirklich weggeworfen: In den untersuchbaren Computersystemen eines Gebudes namens Mass Fusion findet man nmlich alte Mail-Kopien von Mitarbeitern. Das ist nicht weiter auergewhnlich in dem Spiel, hierbei hat aber eine kleine Gruppe von Mitarbeitern in dem Gebude offenkundig ihre Zeit damit verbracht, gemeinsam ein Foren-Rollenspiel zu spielen:

Eine der Rollenspieler-Mails auf den Terminals (Screenshot aus Fallout 4, Bethesda Games)

Leider waren diese Ingame-Spieler und ihr Ingame-Spielleiter D. Wahbash schon vor langer Zeit in der Fallout-Welt verstorben, so dass man wohl nie herausfinden wird, obsie den Dungeon berlebt htten,aber man kann sich ein wenig aus den Bruchstcken der Mails zusammensetzen.

Die kompletten Texte findet man brigens auchim Fallout-Wiki (Englisch).

Atemberaubende Natur: „Planet Erde II“ (Blu-ray-Kritik)

Vor zehn Jahren schuf die BBC mit Planet Erde eine der beeindruckendsten Dokumentarserien berhaupt. Nun kehrt das Team zurck und schafft mit Planet Erde II ein nicht minder imposantes Epos in sechs Teilen, welches auf allen Ebenen einfach nur als Superlativ gelten muss: Die Inszenierung der brillanten Aufnahmen, von denen man nahezu jeden Screenshot als Bildschirmhintergrund nutzen mchte, die einfache, aber immer spannende und nachvollziehbare Dramaturgie der Erzhlung mit dervom ersten Wort in seinen Bann ziehenden Stimme von Sir David Attenborough und letztlich auch durch den Score, den niemand geringeres als Hollywood-Genie Hans Zimmer komponieren durfte all das trgt zu einem audiovisuellen Erlebnis sondergleichen bei, das man nur uneingeschrnkt empfehlen muss.

Die neue Serie ist abermals als internationale Koproduktion entstanden, im Gegensatz zur ersten Serie, deren beiden Staffeln vonWDR und BR begleitet wurden, ist es diesmal in Deutschland das ZDF, dass sie untersttzte. Die Serie wurde auch tatschlich bereits im deutschen Fernsehen versendet: Im Rahmen von der Reihe Terra X unter dem Titel Eine Erde viele Welten am Sonntagvorabend im Januar und Februar 2017.

Faultiere sind berraschend gute Schwimmer (Copyright BBC 2016 & polyband)
Faultiere sind berraschend gute Schwimmer (Copyright BBC 2016 & polyband)

Dort liefen aber lediglich die etwas gekrzten 45-mintigen Fassungen der Episoden, welche im Original auf der BBC meist etwas lnger waren und jeweils mit einem gut 10-mintigem Making-of (Planet Earth II Diaries) ergnzt wurden. Diese sind nun auf den Blu-rays natrlich komplett vorhanden, wobei die Diaries nur im OmU vorliegen.

Mitten in einem Superschwarm von Grashpfern: Kameramann Rob Drewett (Copyright Ed Charles 2016 & polyband)
Mitten in einem Superschwarm von Grashpfern: Kameramann Rob Drewett (Copyright Ed Charles 2016 & polyband)

Neben dem Senderwechsel gab es auch einen Wechsel in der Stimme des Sprechers. Dies ist nunChristian Schult, der derzeitigen Synchronstimme von Robert Redford, der die aus der ersten Staffel bekannten Stimme von Tom Selleck, Norbert Langer, ersetzt. Eine durchaus gute Wahl, passt die etwas kratzigere Stimme doch mehr zu der Originalstimme von David Attenborough wenngleich dies hier eher ein unwichtiges Detail darstellt, denn das Wichtige, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, gelingt allen Sprechern gleichermaen gut.

Mark MacEwen filmt die Makaken in Jaipur, die vllig an Menschen gewhnt sind. (Photography by Fredi Devas Copyright BBC NHU 2016 & polyband)
Mark MacEwen filmt die Makaken in Jaipur, die vllig an Menschen gewhnt sind. (Photography by Fredi Devas Copyright BBC NHU 2016 & polyband)

Die sechs Episoden sind thematisch gebndelt: In Inseln, Berge, Dschungel, Wsten, Grasland und Stdte wobei die Grenzen naturgem etwas flieender sind. Damit nehmen sie die Abgrenzungen aus der ersten Serie wieder zu einem groen Teil auf. Zu jeder Episode gibt es das bereits genannte Making-of Diaries, sowie im 20-seitigem Begleit-Booklet einige Fakten zu der jeweiligen Umgebung sowie den gezeigten Schaupltzen.

Planet Erde II: Eine Erde viele Welten(Planet Earth II, GB 2016)

Score:Von Hans Zimmer. Muss man wirklich noch mehr sagen

★★★★★

Planet Erde II erscheint am 06.02.2017 bei Polybandauf DVD und Blu-ray.Offenlegung:Ich habe die Blu-ray freundlicherweise als Rezensionsexemplar erhalten.

Beitragsbild oben: Ein Bienenfresser begleitet einen Elefantenbullen in der Hoffnung, aufgewirbelte Insekten zu erhaschen (Photograph by Chadden Hunter Copyright BBC NHU 2106 & polyband)