Fantastischer Kurzfilm: „Looking for the flying-man“

Lettisches „Chronicle“ (OmeU)

Zwei Freunde finden einen Container mit einer seltsamen Substanz in ihr. Einer der beiden erlangt dadurch die Fähigkeit, zu Fliegen und will sich nun selbst als Superheld inszenieren. Doch zwischen beiden steht nicht nur die Freundschaft, sondern auch eine Frau …

Ein lettischer Kurzfilm (Originaltitel: „В поисках летающего человека“) mit vielen Anleihen an „Chronicle“ aber mit weit kleineren Budget produziert.

Variationen von „The Egg“ – Kurzfilme zur Kurzgeschichte vom Marsianer-Autor

Andy Weir hat nicht nur das großartige „Der Marsianer“-Buch verfasst, er hat auch eine wunderschöne und nachdenkliche Kurzgeschichte namens „The Egg“ („Das Ei“) verfasst (auch bei diezukunft.de lesbar).

Heute stolperte ich über diese wunderschöne, schwedische Verfilmung (OmeU):

Bonus-Omelett

Eine tolle Interpretation, aber tatsächlich nicht die Einzige. Es gibt weit mehr, die zwar nicht die Qualität der schwedischen erreichen, aber dafür andere Besonderheiten haben. Und eine solche Vielfalt findet sich ja auch in der Geschichte wieder:

Welche mit Budget:

Eine Version in einer Einstellung mit schwarzem Hintergrund:

In einer alternativen Version:

Eine Version mit weißem Hintergrund:

Noch eine mit weißem Hintergrund, aber ohne so stark sichtbaren Screenscreen-Effekt:

Eines mit ständig abgeschnittenen Köpfen:

Eine mit weicher Blende und Sonnenaufgangsstimmung:

Eines von Filmstudenten mit Schauspieler-Wechsel mitten im Film:

Eine eher mystische, stimmungsvolle:

Eine Version mit einer etwas seltsamen Mischung aus Street-Slang und Jazz-Improvisation:

Eine Filmstudenten-Adaption im Stil der Dharma-Initative-Videos:

Eine zusammengewürfelte Film-Collage zu einer Lesung:

Eine Animation mit Holzpuppen:

Eine noch hölzerne Computeranimation:

Und natürlich die obligatorische Lego-Animation:

Fantastischer Kurzfilm zwischen den Jahren: „The Duel At Blood Creek“

Es gibt einfach diese perfekten Orte, wo man sich zu einem standesgemäßen Duell am frühen Morgen treffen muss, um die Fehde ein für alle mal auszutragen.

Klischees von diesen sehr britischen Offizieren und Gentlemen sind uns alle natürlich ausführlichst bekannt. Dennoch gelingt es in diesem Kurzfilm ein paar begeisterte Reenactorn nicht nur durch richtig gute Choreografie aufzutrumpfen, sondern auch eine durchaus amüsante Wendung einzubauen. Und nebenbei ist der Film auch noch handwerklich sehr gut gemacht. Chapeau, Gentlemen, Chapeau!

Fantastischer Kurzfilm zwischen den Jahren: „Anomaly“

Ein wenig zwiegespalten bin ich bei diesem Science-Fiction-Kurzfilm ja doch: Auf der einen Seite steht eine wunderbare Inszenierung, eine nicht nur für einen Kurzfilm, nein, auch für einen professionellen Spielfilm geradezu perfekte Ausstattung, mehr als nur passable Darsteller – unter anderen Christian Cooke („Cemetery Junction“) als einsamer Astronaut der „Anomaly One“ –, sowie einem atemberaubend schönen Score. Aber irgendwie weiß ich nicht so recht, was mir der Film unter all den vielen Emotionen und Drama über Geburt, Sterben und Kometen als Todesbringer eigentlich erzählen will.

Aber das ging mir bei „2001“ auch so … und als Gesamtkunstwerk funktionieren solche Filme dann ja doch.

Es existiert unter theanomalyfilm.com auch eine Website dazu, die ist aber offenbar noch nicht wirklich fertig.

Fantastischer Kurzfilm: „Envoy“

Es ist eine Sache, für seine Filme tolle Spezialeffekte zu erschaffen. Eine andere, diese mit einer guten Inszenierung und guten darstellerischen Leistungen zu verknüpfen. David Weinstein hat dazu noch gleich eine der Hollywood-Weisheiten in beiden Punkten missachtet: „Drehe nie mit Kindern oder Tieren“.

Herausgekommen ist mit „Envoy“ ein kleiner Film, der sich überraschend viel Zeit nimmt, um seine Charaktere einzuführen und dazu noch einen tollen Killer-Roboter auffährt. Sicher, die Story ist simpel gestrickt, aber das ist ja auch nur ein beeindruckender Kurzfilm von knapp 9 Minuten.

Neue Fantastische Kurzfilmreihe: „Nightwing: The Series“

Fanfilme zu Superhelden gibt es viele, aber selten sind sie wirklich so aufwendig produziert, wie die Kurzfilme von Ismahawk. Die Choreografie von Kampfszenen und die Spezialeffekte können es durchaus mit aktuellen Serien wie Arrow aufnehmen.

Zugegeben: Storytechnisch ist es noch etwas arg mager, was uns in der ersten Webserie präsentiert wird. Aber wir bekommen dafür immerhin eine Badass-Szene mit Deathstroke zu sehen und der Held „Nightwing“ wird uns nach dem Vorspann natürlich auch präsentiert.

Für Comic-Nichtkenner: Nightwing ist Dick Grayson, ehemaliges Mündel von Bruce Wayne, die gemeinsam als Batman und Robin auf die Verbrecher der Welt losgelassen worden. Mittlerweile hat sich Robin aber selbstständig gemacht und hat in Blüdhaven sein Luxusloft-Lager als Solo-Held „Nightwing“ aufgeschlagen.

Fantastischer Fan-Kurzfilm: „Spawn: The Recall“

Spawn ist eine der ersten erfolgreichen Autoren-eigenen Comic-Reihen gewesen (und läuft immer noch). Ihr haben wir unter anderen den Verlag Image Comics zu verdanken aber auch einen mittelmäßigen Film von 1997.

Wie ein guter Spawn-Film mit heutigen Effekten und einem anständigen Drehbuch aussehen könnte, zeigt der Franzose Michael Paris mit seinem aufwendig produzierten Fan-Film „The Recall“, der an einem Sonntag und zwei Tagen nach Ladenschluss in einem Supermarkt gedreht wurde. Zwei weitere Drehtagen außerhalb schlossen die Dreharbeiten zwar bereits ab, dann folgten aber gute zwei Jahre Post Production – deren Qualität sieht man dem Film aber auch an.

Fantastischer Kurzfilm: „Plot Device“

Ein junger Filmemacher bestellt sich ein „Plot Device“* (natürlich als Impulskauf bei Amazon), was sich dann aber als interessanter Fehler herausstellt, der einiges durcheinanderwirbelt – das Gerät wechselt die reale Welt nämlich in Filmgenres aus.

* „Plot Device“ ist wörtlich übersetzt ein „Handlungsgerät“, gemeint bei Geschichten ist damit aber ein „Kunstgriff“, der die Handlung vorantreibt.